27.07.08 Die Urgründe der SeeleEine philosophische Betrachtung des Lebensvon literat |
Stand: 02.09.2010
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1. Prolog teil3Sie erwiederte mein freundliches lächeln und sagte zu mir und Alex: „Guten Morgen, Emma. Guten Morgen, Alex. Danke, gut. Und dir, Emma?“ „Ich kann mich nicht beklagen, Frau Funkestar.“ Ich nahm Lillith auf meinen Arm, schloss die Tür und führte Frau Funkestar ins Esszimmer. Eigentlich kannte sie sich sehr gut in unserem Haus aus. Vor uns wohnte ihre ehemalige beste Freundin Frau Jahntes und ihre Familie hier. Ich denke, es war reine Höffligkeit mich vorgehen zulassen. „Morgen, Mutter. Guten Morgen, Jessie.“ Jessie heißt eigentlich Jessica Höhestätt, Alex' Mutter. Ihr Rot-Blondes Haar hatte sie zu einem hohen Zopf gebunden, sie trug einen knielangen Jeansrock und ein weite rosafarbene Bluse. „Ich kann mich nicht beklagen, Frau Funkestar.“ Ich nahm Lillith auf meinen Arm, schloss die Tür und führte Frau Funkestar ins Esszimmer. Eigentlich kannte sie sich sehr gut in unserem Haus aus. Vor uns wohnte ihre ehemalige beste Freundin Frau Jahntes und ihre Familie hier. Ich denke, es war reine Höffligkeit mich vorgehen zulassen. „Morgen, Mutter. Guten Morgen, Jessie.“ Jessie heißt eigentlich Jessica Höhestätt, Alex' Mutter. Ihr Rot-Blondes Haar hatte sie zu einem hohen Zopf gebunden, sie trug einen knielangen Jeansrock und ein weite rosafarbene Bluse. „ Guten Morgen, Emma.“, sagte Jessie über einen Strauß von Wiesenblumen hinweg. Ich lächelte. Jessie ist Floristin und bringt jedes Mal einen Blumenstrauß mit, wenn sie kommt. Sie findet, dass unser Haus zu wenig Blumen in den Zimmern hat. Es klingelte zum zweiten Mal. Ich eilte, noch immer Lillith auf dem Arm, zur Tür und öffnete. Mir strahlte ein grelles Pink entgegen. Fiona, dachte ich. „Hallo Frau Gastate. Hey Fiona.“ Frau Gastate ist eine sehr mutgie Frau von mitte dreißig. Ihre schwarzen langen glatten Haare fielen ihr über die Schulter und reichten bis unter die Brust. Ihr weißes Kleid stand im Kontrast mit Fionas. Fiona ist Frau Gastates sieben-jährige Tochter. Ich trat ein Schritt zur Seite um unseren Gästen zu bedeuten, einzutreten. Zwei Minuten nachdem Frau Gastate und Fiona gekommen waren klingelte es wieder. Diesmal war es Frau Lehil. In der nächsten halben Stunde trafen noch Frau Digahs mit ihrem dreizehn-jährigen Sohn Phillip, Frau Sohla mit ihren Töchtern Gina und Larissa, Frau Binte mit Sohn Dustin, Frau Tahle mit Sohn Jona und Tochter Eliana und Frau Walef mit Sohn Florian ein. Florian ist erst ein Halbes Jahr alt und saß in seinem Kinderwagen, auch auf ihn passe ich manchmal auf. Als ich zum letzten Mal zur Tür geeilt war, um Frau Walef und Florian zu öffnen, herrschte schon ziemliches Durcheinander im Esszimmer. Überall unterhielten sich die Mütter über ihre Kinder, während die kleinen Kinder in den Ecken spielten und sich die schon etwas älteren Kinder mit ihren Freunden unterhielten. Besonders Fiona lief wichtigtuerisch herum und fragte mal hier mal dort, ob jemand nicht ein Kaffee oder ein Tee haben wolle. Larissa, die nur ein Jahr älter war als Fiona, fragte, ob sie nicht Lust hätte mitzuspielen. Fiona schüttelte daraufhin den Kopf und sagte: „Tut mir Leid, Fräulein Larissa, aber ich bin zu alt um mit Puppen zu spielen. Ich muss Frau Moreno helfen.“ Ich fing augenblicklich an zu lachen und offensichtlich ermutigte ich dadurch auch Larissa, über diese Antwort zu lachen, denn sie hatte ein bisschen traurig auf den Fußboden gestarrt. „Emma, Liebes, wie alt bist du jetzt?“, fragte mich Frau Sohla über den Tisch hinweg und ich ging schnell um den Tisch herum und setzte mich neben sie. „ Ich bin im Juni Fünfzehn geworden.“ Ich lächelte. Auch Frau Sohla lächelte. „Ach, Liebes, du bist jetzt schon so groß und erwachsen. Und auch so hübsch bist du geworden, Emma.“ Ich lächelte zwar immer noch, aber diesmal mehr verlegen, und erwiderte: „ Danke, Frau Sohla. Aber ich finde Sie übertreiben ein wenig.“ Ich deutete mit meinem Kopf hinüber zu Eliana. Das Mädchen war im gleichen Alter wie ich, aber wir konnten uns nicht sonderlich ausstehen. Sie unterhielt sich viel lieber mit Phillip. Phill himmelt Eliana nämlich an und ich glaube, er hat sich, soweit man das bei diesen Dreizehnjährigen sagen darf, in die unberechenbare Eliana verliebt. Er würde das natürlich nie zugeben, aber sein Blick verrät alles. „ Eliana ist doch tausendmal hübscher als ich.“ Ich merkte deutlich wie ein hasserfülltes Lächeln mein Gesicht verunstalltete. „ Ach, Emma, Liebes, Elianas Schönheit hat nichts zu bedeuten. Das Mädchen hat nichts, aber auch gar nichts Liebenswertes an sich. Wie kann Phill sie nur so anhimmeln? Liebes, kannst du dem armen Jungen nicht mal klar machen, das Eliana nicht an ihm interessiert ist? Der Kleine wird sonst noch eine bittere Enttäuschung erleben, noch bevor er seine erste 2.Frühling. Verschlafen und nur mit einem Bademantel bekleidet blickte sie aus dem Fenster und schaute in die aufgehende Sonne. -Oh wie schön, wenn sich jetzt eine Hand um ihre Taille schlingen würde. Oh wie schön wäre ein Kuss in ihrem Nacken-Berührung-Fleisch auf Fleisch- Das Hupen eines Autos auf der Straße lies sie wieder erwachen.-Tagtraum-Wieder einer dieser unzählig vielen. Wieder nur ein Traum. Traurig blickte sie sich um-nichts. Sie war allein. Seit 2 Jahren wurde sie nun von ihrer Freundin auf die Probe gestellt. Mal erfolgreich, mal weniger erfolgreich. Seit 2 Jahren wartete sie auf den erlösenden Blick, auf die Berührung die ihre Seele wieder brennen lies, die ihre Sehnsucht heilen sollte. Jetzt, wo die Blumen wieder einmal erwachten, wo erste verliebte Pärchen sich auf die Straße trauten war es besonders schlimm. Verständnisvoll hatte sie gesagt sie will warten, jeder Andere konnte sie nicht glücklich machen, versprach lediglich einen Moment der Befreiung, den sie sich mit weniger Stress und Sorge auch jederzeit selbst verschaffen konnte. Doch nun war wieder einmal Frühling, die Gefühle, die man den kalten Winter über mehr oder weniger unterdrücken konnte erwachten von neuem. Ihr Körper brannte jetzt fast unaufhörlich und jede noch so flüchtige Berührung lies sie erschauern, brachte ihr Gänsehaut. Auch die Stunden mit ihr selbst waren für sie kaum eine Erlösung. Der Moment des Höhepunktes nur eine kurze Erleichterung. Doch anschließend brannte es wie vorher- schmerzvoll, unaufhörlich. Wieder schaute sie nach draußen.-Das Spüren eines anderen Mundes an ihrem Ohr. Langsam bahnte sich die Zunge einen Weg, das Ohr hinauf, dann wieder zum Ohrläppchen und langsam den Hals hinunter. Sie hörte, spürte den Atem an ihrem Ohr, er wurde schwerer, tiefer. Die Hand die vorher ihren Bauch berührte hatte sich unterdessen auf spielerische Weise einen Weg zu ihren Brüsten gebahnt und verweilte nun an ihren Nippeln, die mit den Fingerspitzen einen lustvollen Tanz begannen. Der Mund schenkte ihrem Hals reizende Küsse, die ab und zu den puren Zähnen weichen mussten, und das Gefühl ihrer brennenden Brustwarzen nur noch verstärkten. Jetzt konnte sie nicht mehr. Ihr Atem wurde schwerer, laut stöhnte sie auf, warf ihren Kopf zur Seite und begann ihre Taille an den anderen Körper zu reiben. Mehr, sie wollte mehr.- Wieder erwacht schaute sie sich um. Allein. Niemand da, außer ihr, außer ihrer eigenen Hand, die an ihren Brüsten verweilte. Dem Traum schon verfallen verließ sie das Fenster und ließ sich auf der Couch nieder. Ihre rechte Hand begann erneut ihre Brüste zu massieren. Die Nippel waren von der vergangenen Berührung noch ganz hart. Sehnsucht durchzuckte ihren Körper, ein letztes mal Schmerz bevor es nicht mehr ihre Hand an der Brust war, nicht mehr ihr Körper der allein auf dieser Couch lag. -Langsam auf das Sofa gedrückt, spürte sie wie sich der Körper ihrer Freundin halb auf den ihren legte. Fordernd pressten sich die Münder aufeinander, die Zungen begannen einen lustvollen Kampf. Finger führten das Spiel mit den Brustwarzen fort und bereits jetzt hatte sie das Gefühl vor Lust vergehen zu wollen. Zwischen ihren Beinen spürte sie die Hitze die langsam aufstieg. Berührung, sie sehnte sich nur nach Berührung. Der Mund bahnte sich einen Weg nach unten und ersetzte nun die Hand, die jetzt begann die Innenseiten ihrer Schenkel zu streicheln, Sanft, zart. Süße Folter! Ein Biss in ihre Brustwarze lies sie lustvoll aufschreien, der schwere tiefe Atem, der Mund der ihre Brust liebkoste und das quälende streicheln an ihren Schenkeln, das die folgenden Berührungen nur erahnen lies, waren nun eins mit ihrem Stöhnen. Sie hob ihren Po und versuchte ihr Becken der Hand entgegenzustrecken. Berührung. Während der Mund an den Brüsten verweilte begann die Hand nun an ihren Lippen zu spielen. Nur flüchtig berührten die Fingerspitzen ihren Kitzler. Sie war inzwischen so geil, dass sie jedes mal fast aufschrie dabei. Endlich lies der Mund von ihrer inzwischen leicht erröteten Brust ab und folgte ihrem Wunsch sich ganz ihrem Lustzentrum zu widmen. Die Finger die eben noch mit den Lippen spielten bewegten sich nun ihrer Höhle entgegen. Wieder versuchte sie durch heftiges aubäumen ihrer Hüften die quälende Begierde zu stillen, aber ein warnender Blick aus den Augenwinkeln und ein kurzer Biss in ihre Lippe bedeuteten ihr zu warten, zu genießen, die Lust, die Sehnsucht zu lieben. Der Mund begann mit dem Kitzler zu spielen, die Zunge und der warme tiefe Atem ließen sie fast wahnsinnig werden. Die Finger legten sich auf ihren Eingang, sie spürten den Saft ihrer Lust. Sie versuchte sich im Takt der Zunge an ihnen zu reiben, aber sie bewegten sich nicht. Vor Sehnsucht stöhnend konnte sie es kaum erwarten. Berührung. Langsam drangen die Finger nun in in ihre Lustgrotte ein, begannen sie zu erforschen, zu streicheln. Dankbar dafür wurden sie von ihrem Saft umschlossen. Mund, Zunge, Zähne und Finger wurden fordernder und vollendeten nun ihr Spiel. Ihre Hüften kreisten im Takt und ihr Stöhnen wurde zunehmend lauter bis es in Schreie überging, die, nur von ihrer eigenen Hand gedämpft, den Höhepunkt ihrer Begierde äußerten. Ihre Hüfte reckte sich empor und ergab sich dem Gefühl bis zur Vollkommenheit hin. Nur langsam verließen Finger und Mund ihre Position und nahmen so die letzten pulsierenden Züge des besiegten Körpers mit sich. Erschöpft trafen die Münder wieder aufeinander und die Zungen verwöhnten einander als Zeichen ihrer Zufriedenheit. Die abklingenden Vibrationen und der Geschmack ihrer eigenen Lust berauschten sie ein letztes mal, während die Hand sanft ihre Brust streichelte.- Die Augen öffnend erkannte sie, dass sie immer noch allein war. Das es wieder nur ein Traum war. Dass immer noch ihre Hand es war, die jetzt von ihrer Brust glitt, wohl enttäuscht darüber, dass sie nichts anderes zum berühren hatte. Es war nun Zeit, Zeit zum anziehen, den Tag zu beginnen Zeit zu warten. 3. KorinthAttoron ritt schon seit Stunden durch die eisige Nacht. Es regnete in Strömen und ein eiskalter Wind ließ sein Gesicht taub werden. Endlich erreichte er das große Tor der Hafenstadt Korinth. Es schlug Mitternacht als die Wachen ihn passieren ließen. Die Stadt war nicht gerade für Ordnung und Gerechtigkeit bekannt. Sie wurde von korrupten Wachen und Banditen beherrscht. Illegaler Waffenhandel, Glücksspiele und Arenakämpfe prägten diese Stadt. Attoron betrat die Taverne "zum blutigen Fischkopf". Beim öffnen der Tür wehte ein eisiger Wind in den schmutzigen Raum. Köpfe drehten sich zu ihm um und der Wirt rief ihm zu er solle die Tür schließen. Attoron ging auf einen freien Tisch zu, die Kapuze tief in sein Gesicht gezogen damit ihn niemand erkennen konnte. In dem sogenannten Gasthaus liefen leicht bekleidete Frauen herum und schenkten Bier und Wein nach. Attoron war drauf und dran wieder zu gehen. Die ganzen Leute kotzten ihn schlicht und weg an. Ungläubige, unwissende Bauern, Schmiede und Gesindel. Sie alle haben keine Ahnung vom Sinn des Lebens. Sie leben für den nächsten Tag. Sie leben um zu überleben.
Eine Frau kam auf ihn zu: -"Und? Was willste?" -"Garnichts" Die Frau schaute ihn böse an: -"Entweder bestellst du jetzt was oder du gehst" Sein Blick viel auf den stämmigen Wirt der schon die ganze Zeit in seine Richtung sah. Ich könnte sie beide im Handumdrehen umbringen. Bevor er diesen Gedankenblitz überhaupt überdenken konnte hörten sie eine Gebrüll von der Straße. Es krachte und plötzlich regnete es Holzsplitter vom Himmel. Alle schauten nach oben. Die gesamte Decke war verschwunden. Plötzlich lugte ein riesiges behaartes Monster in die Taverne. In der Hand hielt es eine auf seine Größe angepasste Keule. Es hatte mit einem Schlag die instabile Holzdecke weggerissen. Alle fingen an zu schreien und rannten von dem Monster weg. Immer wenn Gefahr drohte arbeitete Attorons Kopf rasent schnell. Die Leute rennen weg, es wird sie verfolgen, es wird sie verfolgen! Er rannte los. Zu dem Ungetüm hin. Sein Plan ging auf. Das Monster stapfte belustigt der Menschenmenge hinterher. Es griff sich einen Mann heraus und schleuderte ihn durch die Luft. Er krachte zwei Häuser weiter auf ein Dach rutschte herunter und blieb regungslos auf der Straße liegen. Attoron drehte sich um und rannte. Doch er kam nicht weit. Als er gerade um eine Häuserecke rennen wollte warf das Licht der Häuser einen lang gezogenen Schatten auf die Straße. Attoron drückte sich an die Wand und hielt den Atem an. 4.Attoron ritt schon seit Stunden durch die eisige Nacht. Es regnete in Strömen und ein eiskalter Wind ließ sein Gesicht taub werden. Endlich erreichte er das große Tor der Hafenstadt Korinth. Es schlug Mitternacht als die Wachen ihn passieren ließen. Die Stadt war nicht gerade für Ordnung und Gerechtigkeit bekannt. Sie wurde von korrupten Wachen und Banditen beherrscht. Illegaler Waffenhandel, Glücksspiele und Arenakämpfe prägten diese Stadt. Attoron betrat die Taverne "zum blutigen Fischkopf". Beim öffnen der Tür wehte ein eisiger Wind in den schmutzigen Raum. Köpfe drehten sich zu ihm um und der Wirt rief ihm zu er solle die Tür schließen. Attoron ging auf einen freien Tisch zu, die Kapuze tief in sein Gesicht gezogen damit ihn niemand erkennen konnte. In dem sogenannten Gasthaus liefen leicht bekleidete Frauen herum und schenkten Bier und Wein nach. Attoron war drauf und dran wieder zu gehen. Die ganzen Leute kotzten ihn schlicht und weg an. Ungläubige, unwissende Bauern, Schmiede und Gesindel. Sie alle haben keine Ahnung vom Sinn des Lebens. Sie leben für den nächsten Tag. Sie leben um zu überleben.
Eine Frau kam auf ihn zu: -"Und? Was willste?" -"Garnichts" Die Frau schaute ihn böse an: -"Entweder bestellst du jetzt was oder du gehst" Sein Blick viel auf den stämmigen Wirt der schon die ganze Zeit in seine Richtung sah. Ich könnte sie beide im Handumdrehen umbringen. Bevor er diesen Gedankenblitz überhaupt überdenken konnte hörten sie eine Gebrüll von der Straße. Es krachte und plötzlich regnete es Holzsplitter vom Himmel. Alle schauten nach oben. Die gesamte Decke war verschwunden. Plötzlich lugte ein riesiges behaartes Monster in die Taverne. In der Hand hielt es eine auf seine Größe angepasste Keule. Es hatte mit einem Schlag die instabile Holzdecke weggerissen. Alle fingen an zu schreien und rannten von dem Monster weg. Immer wenn Gefahr drohte arbeitete Attorons Kopf rasent schnell. Die Leute rennen weg, es wird sie verfolgen, es wird sie verfolgen! Er rannte los. Zu dem Ungetüm hin. Sein Plan ging auf. Das Monster stapfte belustigt der Menschenmenge hinterher. Es griff sich einen Mann heraus und schleuderte ihn durch die Luft. Er krachte zwei Häuser weiter auf ein Dach rutschte herunter und blieb regungslos auf der Straße liegen. Attoron drehte sich um und rannte. Doch er kam nicht weit. Als er gerade um eine Häuserecke rennen wollte warf das Licht der Häuser einen lang gezogenen Schatten auf die Straße. Attoron drückte sich an die Wand und hielt den Atem an. 5.Attoron ritt schon seit Stunden durch die eisige Nacht. Es regnete in Strömen und ein eiskalter Wind ließ sein Gesicht taub werden. Endlich erreichte er das große Tor der Hafenstadt Korinth. Es schlug Mitternacht als die Wachen ihn passieren ließen. Die Stadt war nicht gerade für Ordnung und Gerechtigkeit bekannt. Sie wurde von korrupten Wachen und Banditen beherrscht. Illegaler Waffenhandel, Glücksspiele und Arenakämpfe prägten diese Stadt. Attoron betrat die Taverne "zum blutigen Fischkopf". Beim öffnen der Tür wehte ein eisiger Wind in den schmutzigen Raum. Köpfe drehten sich zu ihm um und der Wirt rief ihm zu er solle die Tür schließen. Attoron ging auf einen freien Tisch zu, die Kapuze tief in sein Gesicht gezogen damit ihn niemand erkennen konnte. In dem sogenannten Gasthaus liefen leicht bekleidete Frauen herum und schenkten Bier und Wein nach. Attoron war drauf und dran wieder zu gehen. Die ganzen Leute kotzten ihn schlicht und weg an. Ungläubige, unwissende Bauern, Schmiede und Gesindel. Sie alle haben keine Ahnung vom Sinn des Lebens. Sie leben für den nächsten Tag. Sie leben um zu überleben.
Eine Frau kam auf ihn zu: -"Und? Was willste?" -"Garnichts" Die Frau schaute ihn böse an: -"Entweder bestellst du jetzt was oder du gehst" Sein Blick viel auf den stämmigen Wirt der schon die ganze Zeit in seine Richtung sah. Ich könnte sie beide im Handumdrehen umbringen. Bevor er diesen Gedankenblitz überhaupt überdenken konnte hörten sie eine Gebrüll von der Straße. Es krachte und plötzlich regnete es Holzsplitter vom Himmel. Alle schauten nach oben. Die gesamte Decke war verschwunden. Plötzlich lugte ein riesiges behaartes Monster in die Taverne. In der Hand hielt es eine auf seine Größe angepasste Keule. Es hatte mit einem Schlag die instabile Holzdecke weggerissen. Alle fingen an zu schreien und rannten von dem Monster weg. Immer wenn Gefahr drohte arbeitete Attorons Kopf rasent schnell. Die Leute rennen weg, es wird sie verfolgen, es wird sie verfolgen! Er rannte los. Zu dem Ungetüm hin. Sein Plan ging auf. Das Monster stapfte belustigt der Menschenmenge hinterher. Es griff sich einen Mann heraus und schleuderte ihn durch die Luft. Er krachte zwei Häuser weiter auf ein Dach rutschte herunter und blieb regungslos auf der Straße liegen. Attoron drehte sich um und rannte. Doch er kam nicht weit. Als er gerade um eine Häuserecke rennen wollte warf das Licht der Häuser einen lang gezogenen Schatten auf die Straße. Attoron drückte sich an die Wand und hielt den Atem an. 6. Kapitel 1Ich hasse mein Leben. Doch vor allem hasse ich diesen Job. Das Gehalt ist nicht der Kracher und angeben kann man mit ihm auch nicht. Mag sein, dass es schlimmere Arbeitstellen gibt als in einem Laden für Taschen, vor allem Frauenhandtaschen, zu arbeiten. Dennoch erfreut das nicht gerade das Männerherz, in einem solchen Laden zu arbeiten. "Ist diese Tasche reduziert?",fragte mich die Kundin, wohl wissend, dass dem nicht so war. "Nein, aber wenn Sie 2 Taschen kaufen, bekommen Sie 19% Rabatt." Viele bezeichnen mich als den typischen Deutschen. Ich bin nicht unhöflich, aber es ist offensichtlich, dass ich höflicher im Umgang mit meinen Kunden seinkönnte. Aber was will man bei einem solchen Gehalt und nicht existenten Aufstiegschancen von mir erwarten. Wenn man sich meinen Lebenslauf anschaut, so sieht man, dass ich für diesen Job überqualifiziert bin.19 Euro und 95 cent. Da gibt sie mir tatsächlich 9 Zehn-Cent-Münzen und eine Fünf-Cent-Münze. Die will bloß ihr Kleingeld bei mir loswerden. Ich hasse solche Leute. Ich bin doch keine Bäckerei. Was soll's. Es ist 14 Uhr. Noch ganze 6 Stunden gilt es totzuschlagen. Manchmal hasse ich die Uhr, die hier im Geschäft hängt. Wenn man will, kann man jede einzelne Sekunde mitzählen. Allerdings kommt einem dann jede Minute dann wie eine halbe Ewigkeit vor, geschweige eine Stunde. Die Kundin, eine junge Frau mit schlechtem Make-Up und unglaublich hässlicher Frisur, verließ den Laden. Die Stunden verstrichen langsam, aber unaufhaltsam Richtung 20 Uhr. Das Einkaufszentrum, das den Taschenladen beherbergte, leerte sich kontinuierlich. Nur die Ladenbesitzer und Angestellten derdort anliegenden Geschäftsräumen blieben übrig. So wie auch Dieter, Leiter desComputerfachgeschäfts, welches gleich neben dem Taschenladen steht. "Na, Sebastian. Wie war dein Tag?" "Öde wie immer. Was geht es deiner Familie?" fragte ich ihn. "Gut. Danke der Nachfrage. Anke hat gestern Überstunden gemacht und danach waren wir noch im Wirtshaus........." Manchmal bereue ich es, wenn ich mit Dieter rede. Ganz gleich wie eineKonversation anfängt, Dieter hat stets langweilige Anekdoten parat. Er ist nun einmal einer dieser Menschen, die nicht merken, wenn man nur pro forma Smalltalk betreibt. Aber es war zu spät.Dieter redete und redete wie ein Wasserfall vor sich hin, während ich immer mit nickendem Kopf und aufsetzenden Lächeln mir überlegte, wie ich das Gespräch beenden könnte, ohne ihm das Gefühl zu geben, ich könne ihn nicht leiden. Leider habe ich in der Vergangenheit schon so viele Ausreden benutzt, dass mir die Guten ausgingen. Obwohl Dieter vielleicht nicht der interessanteste Mensch von allen ist, ist er mir allemal lieber als die anderen Leute im Einkaufszentrum. Da gibt es zum Beispiel Frau Polz, eine 56jährige Frau, die von allen hiergehasst wird. Sie betreibt ein Textilgeschäft hier im Zentrum. Stets schlecht gelaunt, riecht nach 100 Zigaretten und gelegentlich nach exzessivem Alkoholgenuss, sieht aus wie 80 und immer auf der Suche nach Streit. Glücklicherweise lässt sie mich aber grundsätzlich in Ruhe. Vielleicht liegtes daran, dass wir einst eine Auseinandersetzung hatten, in der ich ihr die Stirn geboten hatte. Sie weiß ganz genau, dass es sich nicht lohnt, mit mir zu streiten. Ganz anders ist es zwischen ihr und Dieter. Wenn die 2 miteinander reden, brüllen die sich so lange an bis Fremde sich einmischen. Eigentlich könnte mir das egal sein, aber solche Zwischenfälle häufen sich. Ab und zu habe ich den Eindruck, dass wir hier im Kindergarten sind.Statt sich auf die Kunden zu konzentrieren, fragen sie sich, was ihnen an dem Konkurrenten nicht gefällt. Es war eine lange Nacht. Ich konnte schlecht einschlafen und wachte immer wieder auf. Vielleicht sollte ich Dr. Vaklos aussuchen.---Der nächste Morgen brach ein. Ich ging zur Arbeit, denn das ist es, was der Durchschnittsbürger tut, um sich alles leisten zu können, was er braucht oder, was in der westlichen Welt eher der Fall, leisten will. Lange lebe der Konsum. Ich kann mich nicht beschweren; es gibt Leute, denen es schlechter geht. Ich hasse meinen Job dennoch. Ein möglicher Grund dafür könnte mein Chefsein.Ich kann Herrn Müller nicht leiden. Er ist laut, arrogant und kann mit Geld nicht umgehen. Dass der Laden so schlecht läuft, liegt jedenfalls nicht an mir. Ich versuche mein Bestes. Der Standort und die Preise sind das größte Problem und auf diese Dinge habe ich keinen Einfluss. Ich habe es mehrmals in der Vergangenheit versucht, aber man kann mit Müller nicht ernsthaftdiskutieren, also kapituliere ich und mache stillschweigend meine Arbeit.An diesem Tag suchte er wieder den Taschenladen auf und beklagte sich über alles Mögliche. "Wieso sieht diese Tasche so unmodisch aus? Sie müssen die Preise größer beschriften"Die Liste an unsinnigen Kommentaren und Beanstandungen ist lang und meine Konzentration zu knapp bemessen, um mir alles zu merken. "Ich habe es satt, dass ich Sie immer wieder an alles erinnern muss", meinte Müller. "Ich hoffe, Ihnen ist bewusst, dass ich Sie zu jeder Zeit entlassen kann." Mir war klar, dass er das genauso gemeint hatte. Kürzlich hat er mir Zahlen vorgelegt, die belegten, dass Jürgen, ebenfalls Angestellter hier, viel mehr verkauft als ich, und zwar deutlich mehr. Ich kann mich lebhaft daran erinnern, wie Jürgen mir am Anfang, als ich noch frisch angefangen hatte, erzählte, wie kurz hier die Spanne zwischen Einstellen und Entlassung sei. Auch nach meinem TUI-Kalender zu urteilen müsste es bald soweit sein. Ich kann es spüren."Und vergessen Sie nicht, die Vuitton-Handtaschen-Bestellung zu stornieren!" mahnte er mich noch zum Abschluss. Der Nachmittag wurde lange, z 7. Kapitel 1Ich hasse mein Leben. Doch vor allem hasse ich diesen Job. Das Gehalt ist nicht der Kracher und angeben kann man mit ihm auch nicht. Mag sein, dass es schlimmere Arbeitstellen gibt als in einem Laden für Taschen, vor allem Frauenhandtaschen, zu arbeiten. Dennoch erfreut das nicht gerade das Männerherz, in einem solchen Laden zu arbeiten. "Ist diese Tasche reduziert?",fragte mich die Kundin, wohl wissend, dass dem nicht so war. "Nein, aber wenn Sie 2 Taschen kaufen, bekommen Sie 19% Rabatt." Viele bezeichnen mich als den typischen Deutschen. Ich bin nicht unhöflich, aber es ist offensichtlich, dass ich höflicher im Umgang mit meinen Kunden seinkönnte. Aber was will man bei einem solchen Gehalt und nicht existenten Aufstiegschancen von mir erwarten. Wenn man sich meinen Lebenslauf anschaut, so sieht man, dass ich für diesen Job überqualifiziert bin.19 Euro und 95 cent. Da gibt sie mir tatsächlich 9 Zehn-Cent-Münzen und eine Fünf-Cent-Münze. Die will bloß ihr Kleingeld bei mir loswerden. Ich hasse solche Leute. Ich bin doch keine Bäckerei. Was soll's. Es ist 14 Uhr. Noch ganze 6 Stunden gilt es totzuschlagen. Manchmal hasse ich die Uhr, die hier im Geschäft hängt. Wenn man will, kann man jede einzelne Sekunde mitzählen. Allerdings kommt einem dann jede Minute dann wie eine halbe Ewigkeit vor, geschweige eine Stunde. Die Kundin, eine junge Frau mit schlechtem Make-Up und unglaublich hässlicher Frisur, verließ den Laden. Die Stunden verstrichen langsam, aber unaufhaltsam Richtung 20 Uhr. Das Einkaufszentrum, das den Taschenladen beherbergte, leerte sich kontinuierlich. Nur die Ladenbesitzer und Angestellten derdort anliegenden Geschäftsräumen blieben übrig. So wie auch Dieter, Leiter desComputerfachgeschäfts, welches gleich neben dem Taschenladen steht. "Na, Sebastian. Wie war dein Tag?" "Öde wie immer. Was geht es deiner Familie?" fragte ich ihn. "Gut. Danke der Nachfrage. Anke hat gestern Überstunden gemacht und danach waren wir noch im Wirtshaus........." Manchmal bereue ich es, wenn ich mit Dieter rede. Ganz gleich wie eineKonversation anfängt, Dieter hat stets langweilige Anekdoten parat. Er ist nun einmal einer dieser Menschen, die nicht merken, wenn man nur pro forma Smalltalk betreibt. Aber es war zu spät.Dieter redete und redete wie ein Wasserfall vor sich hin, während ich immer mit nickendem Kopf und aufsetzenden Lächeln mir überlegte, wie ich das Gespräch beenden könnte, ohne ihm das Gefühl zu geben, ich könne ihn nicht leiden. Leider habe ich in der Vergangenheit schon so viele Ausreden benutzt, dass mir die Guten ausgingen. Obwohl Dieter vielleicht nicht der interessanteste Mensch von allen ist, ist er mir allemal lieber als die anderen Leute im Einkaufszentrum. Da gibt es zum Beispiel Frau Polz, eine 56jährige Frau, die von allen hiergehasst wird. Sie betreibt ein Textilgeschäft hier im Zentrum. Stets schlecht gelaunt, riecht nach 100 Zigaretten und gelegentlich nach exzessivem Alkoholgenuss, sieht aus wie 80 und immer auf der Suche nach Streit. Glücklicherweise lässt sie mich aber grundsätzlich in Ruhe. Vielleicht liegtes daran, dass wir einst eine Auseinandersetzung hatten, in der ich ihr die Stirn geboten hatte. Sie weiß ganz genau, dass es sich nicht lohnt, mit mir zu streiten. Ganz anders ist es zwischen ihr und Dieter. Wenn die 2 miteinander reden, brüllen di 8. Kapitel 1Ich hasse mein Leben. Doch vor allem hasse ich diesen Job. Das Gehalt ist nicht der Kracher und angeben kann man mit ihm auch nicht. Mag sein, dass es schlimmere Arbeitstellen gibt als in einem Laden für Taschen, vor allem Frauenhandtaschen, zu arbeiten. Dennoch erfreut das nicht gerade das Männerherz, in einem solchen Laden zu arbeiten. "Ist diese Tasche reduziert?",fragte mich die Kundin, wohl wissend, dass dem nicht so war. "Nein, aber wenn Sie 2 Taschen kaufen, bekommen Sie 19% Rabatt." Viele bezeichnen mich als den typischen Deutschen. Ich bin nicht unhöflich, aber es ist offensichtlich, dass ich höflicher im Umgang mit meinen Kunden seinkönnte. Aber was will man bei einem solchen Gehalt und nicht existenten Aufstiegschancen von mir erwarten. Wenn man sich meinen Lebenslauf anschaut, so sieht man, dass ich für diesen Job überqualifiziert bin.19 Euro und 95 cent. Da gibt sie mir tatsächlich 9 Zehn-Cent-Münzen und eine Fünf-Cent-Münze. Die will bloß ihr Kleingeld bei mir loswerden. Ich hasse solche Leute. Ich bin doch keine Bäckerei. Was soll's. Es ist 14 Uhr. Noch ganze 6 Stunden gilt es totzuschlagen. Manchmal hasse ich die Uhr, die hier im Geschäft hängt. Wenn man will, kann man jede einzelne Sekunde mitzählen. Allerdings kommt einem dann jede Minute dann wie eine halbe Ewigkeit vor, geschweige eine Stunde. Die Kundin, eine junge Frau mit schlechtem Make-Up und unglaublich hässlicher Frisur, verließ den Laden. Die Stunden verstrichen langsam, aber unaufhaltsam Richtung 20 Uhr. Das Einkaufszentrum, das den Taschenladen beherbergte, leerte sich kontinuierlich. Nur die Ladenbesitzer und Angestellten derdort anliegenden Geschäftsräumen blieben übrig. So wie auch Dieter, Leiter desComputerfachgeschäfts, welches gleich neben dem Taschenladen steht. "Na, Sebastian. Wie war dein Tag?" "Öde wie immer. Was geht es deiner Familie?" fragte ich ihn. "Gut. Danke der Nachfrage. Anke hat gestern Überstunden gemacht und danach waren wir noch im Wirtshaus........." Manchmal bereue ich es, wenn ich mit Dieter rede. Ganz gleich wie eineKonversation anfängt, Dieter hat stets langweilige Anekdoten parat. Er ist nun einmal einer dieser Menschen, die nicht merken, wenn man nur pro forma Smalltalk betreibt. Aber es war zu spät.Dieter redete und redete wie ein Wasserfall vor sich hin, während ich immer mit nickendem Kopf und aufsetzenden Lächeln mir überlegte, wie ich das Gespräch beenden könnte, ohne ihm das Gefühl zu geben, ich könne ihn nicht leiden. Leider habe ich in der Vergangenheit schon so viele Ausreden benutzt, dass mir die Guten ausgingen. Obwohl Dieter vielleicht nicht der interessanteste Mensch von allen ist, ist er mir allemal lieber als die anderen Leute im Einkaufszentrum. Da gibt es zum Beispiel Frau Polz, eine 56jährige Frau, die von allen hiergehasst wird. Sie betreibt ein Textilgeschäft hier im Zentrum. Stets schlecht gelaunt, riecht nach 100 Zigaretten und gelegentlich nach exzessivem Alkoholgenuss, sieht aus wie 80 und immer auf der Suche nach Streit. Glücklicherweise lässt sie mich aber grundsätzlich in Ruhe. Vielleicht liegtes daran, dass wir einst eine Auseinandersetzung hatten, in der ich ihr die Stirn geboten hatte. Sie weiß ganz genau, dass es sich nicht lohnt, mit mir zu streiten. Ganz anders ist es zwischen ihr und Dieter. Wenn die 2 miteinander reden, brüllen die sich so lange an bis Fremde sich einmischen. Eigentlich könnte mir das egal sein, aber solche Zwischenfälle häufen sich. Ab und zu habe ich den Eindruck, dass wir hier im Kindergarten sind.Statt sich auf die Kunden zu konzentrieren, fragen sie sich, was ihnen an dem Konkurrenten nicht gefällt. Es war eine lange Nacht. Ich konnte schlecht einschlafen und wachte immer wieder auf. Vielleicht sollte ich Dr. Vaklos aussuchen.---Der nächste Morgen brach ein. Ich ging zur Arbeit, denn das ist es, was der Durchschnittsbürger tut, um sich alles leisten zu können, was er braucht oder, was in der westlichen Welt eher der Fall, leisten will. Lange lebe der Konsum. Ich kann mich nicht beschweren; es gibt Leute, denen es schlechter geht. Ich hasse meinen Job dennoch. Ein möglicher Grund dafür könnte mein Chefsein. 9.Ich hasse mein Leben. Doch vor allem hasse ich diesen Job. Das Gehalt ist nicht der Kracher und angeben kann man mit ihm auch nicht. Mag sein, dass es schlimmere Arbeitstellen gibt als in einem Laden für Taschen, vor allem Frauenhandtaschen, zu arbeiten. Dennoch erfreut das nicht gerade das Männerherz, in einem solchen Laden zu arbeiten. "Ist diese Tasche reduziert?",fragte mich die Kundin, wohl wissend, dass dem nicht so war. "Nein, aber wenn Sie 2 Taschen kaufen, bekommen Sie 19% Rabatt." Viele bezeichnen mich als den typischen Deutschen. Ich bin nicht unhöflich, aber es ist offensichtlich, dass ich höflicher im Umgang mit meinen Kunden seinkönnte. Aber was will man bei einem solchen Gehalt und nicht existenten Aufstiegschancen von mir erwarten. Wenn man sich meinen Lebenslauf anschaut, so sieht man, dass ich für diesen Job überqualifiziert bin.19 Euro und 95 cent. Da gibt sie mir tatsächlich 9 Zehn-Cent-Münzen und eine Fünf-Cent-Münze. Die will bloß ihr Kleingeld bei mir loswerden. Ich hasse solche Leute. Ich bin doch keine Bäckerei. Was soll's. Es ist 14 Uhr. Noch ganze 6 Stunden gilt es totzuschlagen. Manchmal hasse ich die Uhr, die hier im Geschäft hängt. Wenn man will, kann man jede einzelne Sekunde mitzählen. Allerdings kommt einem dann jede Minute dann wie eine halbe Ewigkeit vor, geschweige eine Stunde. Die Kundin, eine junge Frau mit schlechtem Make-Up und unglaublich hässlicher Frisur, verließ den Laden. Die Stunden verstrichen langsam, aber unaufhaltsam Richtung 20 Uhr. Das Einkaufszentrum, das den Taschenladen beherbergte, leerte sich kontinuierlich. Nur die Ladenbesitzer und Angestellten derdort anliegenden Geschäftsräumen blieben übrig. So wie auch Dieter, Leiter desComputerfachgeschäfts, welches gleich neben dem Taschenladen steht. "Na, Sebastian. Wie war dein Tag?" "Öde wie immer. Was geht es deiner Familie?" fragte ich ihn. "Gut. Danke der Nachfrage. Anke hat gestern Überstunden gemacht und danach waren wir noch im Wirtshaus........." Manchmal bereue ich es, wenn ich mit Dieter rede. Ganz gleich wie eineKonversation anfängt, Dieter hat stets langweilige Anekdoten parat. Er ist nun einmal einer dieser Menschen, die nicht merken, wenn man nur pro forma Smalltalk betreibt. Aber es war zu spät.Dieter redete und redete wie ein Wasserfall vor sich hin, während ich immer mit nickendem Kopf und aufsetzenden Lächeln mir überlegte, wie ich das Gespräch beenden könnte, ohne ihm das Gefühl zu geben, ich könne ihn nicht leiden. Leider habe ich in der Vergangenheit schon so viele Ausreden benutzt, dass mir die Guten ausgingen. Obwohl Dieter vielleicht nicht der interessanteste Mensch von allen ist, ist er mir allemal lieber als die anderen Leute im Einkaufszentrum. Da gibt es zum Beispiel Frau Polz, eine 56jährige Frau, die von allen hiergehasst wird. Sie betreibt ein Textilgeschäft hier im Zentrum. Stets schlecht gelaunt, riecht nach 100 Zigaretten und gelegentlich nach exzessivem Alkoholgenuss, sieht aus wie 80 und immer auf der Suche nach Streit. Glücklicherweise lässt sie mich aber grundsätzlich in Ruhe. Vielleicht liegtes daran, dass wir einst eine Auseinandersetzung hatten, in der ich ihr die Stirn geboten hatte. Sie weiß ganz genau, dass es sich nicht lohnt, mit mir zu streiten. Ganz anders ist es zwischen ihr und Dieter. Wenn die 2 miteinander reden, brüllen die sich so lange an bis Fremde sich einmischen. Eigentlich könnte mir das egal sein, aber solche Zwischenfälle häufen sich. Ab und zu habe ich den Eindruck, dass wir hier im Kindergarten sind.Statt sich auf die Kunden zu konzentrieren, fragen sie sich, was ihnen an dem Konkurrenten nicht gefällt. Es war eine lange Nacht. Ich konnte schlecht einschlafen und wachte immer wieder auf. Vielleicht sollte ich Dr. Vaklos aussuchen.---Der nächste Morgen brach ein. Ich ging zur Arbeit, denn das ist es, was der Durchschnittsbürger tut, um sich alles leisten zu können, was er braucht oder, was in der westlichen Welt eher der Fall, leisten will. Lange lebe der Konsum. Ich kann mich nicht beschweren; es gibt Leute, denen es schlechter geht. Ich hasse meinen Job dennoch. Ein möglicher Grund dafür könnte mein Chefsein. 10.Ich hasse mein Leben. Doch vor allem hasse ich diesen Job. Das Gehalt ist nicht der Kracher und angeben kann man mit ihm auch nicht. Mag sein, dass es schlimmere Arbeitstellen gibt als in einem Laden für Taschen, vor allem Frauenhandtaschen, zu arbeiten. Dennoch erfreut das nicht gerade das Männerherz, in einem solchen Laden zu arbeiten. "Ist diese Tasche reduziert?",fragte mich die Kundin, wohl wissend, dass dem nicht so war. "Nein, aber wenn Sie 2 Taschen kaufen, bekommen Sie 19% Rabatt." Viele bezeichnen mich als den typischen Deutschen. Ich bin nicht unhöflich, aber es ist offensichtlich, dass ich höflicher im Umgang mit meinen Kunden seinkönnte. Aber was will man bei einem solchen Gehalt und nicht existenten Aufstiegschancen von mir erwarten. Wenn man sich meinen Lebenslauf anschaut, so sieht man, dass ich für diesen Job überqualifiziert bin.19 Euro und 95 cent. Da gibt sie mir tatsächlich 9 Zehn-Cent-Münzen und eine Fünf-Cent-Münze. Die will bloß ihr Kleingeld bei mir loswerden. Ich hasse solche Leute. Ich bin doch keine Bäckerei. Was soll's. Es ist 14 Uhr. Noch ganze 6 Stunden gilt es totzuschlagen. Manchmal hasse ich die Uhr, die hier im Geschäft hängt. Wenn man will, kann man jede einzelne Sekunde mitzählen. Allerdings kommt einem dann jede Minute dann wie eine halbe Ewigkeit vor, geschweige eine Stunde. Die Kundin, eine junge Frau mit schlechtem Make-Up und unglaublich hässlicher Frisur, verließ den Laden. Die Stunden verstrichen langsam, aber unaufhaltsam Richtung 20 Uhr. Das Einkaufszentrum, das den Taschenladen beherbergte, leerte sich kontinuierlich. Nur die Ladenbesitzer und Angestellten derdort anliegenden Geschäftsräumen blieben übrig. So wie auch Dieter, Leiter desComputerfachgeschäfts, welches gleich neben dem Taschenladen steht. "Na, Sebastian. Wie war dein Tag?" "Öde wie immer. Was geht es deiner Familie?" fragte ich ihn. "Gut. Danke der Nachfrage. Anke hat gestern Überstunden gemacht und danach waren wir noch im Wirtshaus........." Manchmal bereue ich es, wenn ich mit Dieter rede. Ganz gleich wie eineKonversation anfängt, Dieter hat stets langweilige Anekdoten parat. Er ist nun einmal einer dieser Menschen, die nicht merken, wenn man nur pro forma Smalltalk betreibt. Aber es war zu spät.Dieter redete und redete wie ein Wasserfall vor sich hin, während ich immer mit nickendem Kopf und aufsetzenden Lächeln mir überlegte, wie ich das Gespräch beenden könnte, ohne ihm das Gefühl zu geben, ich könne ihn nicht leiden. Leider habe ich in der Vergangenheit schon so viele Ausreden benutzt, dass mir die Guten ausgingen. Obwohl Dieter vielleicht nicht der interessanteste Mensch von allen ist, ist er mir allemal lieber als die anderen Leute im Einkaufszentrum. Da gibt es zum Beispiel Frau Polz, eine 56jährige Frau, die von allen hiergehasst wird. Sie betreibt ein Textilgeschäft hier im Zentrum. Stets schlecht gelaunt, riecht nach 100 Zigaretten und gelegentlich nach exzessivem Alkoholgenuss, sieht aus wie 80 und immer auf der Suche nach Streit. Glücklicherweise lässt sie mich aber grundsätzlich in Ruhe. Vielleicht liegtes daran, dass wir einst eine Auseinandersetzung hatten, in der ich ihr die Stirn geboten hatte. Sie weiß ganz genau, dass es sich nicht lohnt, mit mir zu streiten. Ganz anders ist es zwischen ihr und Dieter. Wenn die 2 miteinander reden, brüllen die sich so lange an bis Fremde sich einmischen. Eigentlich könnte mir das egal sein, aber solche Zwischenfälle häufen sich. Ab und zu habe ich den Eindruck, dass wir hier im Kindergarten sind.Statt sich auf die Kunden zu konzentrieren, fragen sie sich, was ihnen an dem Konkurrenten nicht gefällt. Es war eine lange Nacht. Ich konnte schlecht einschlafen und wachte immer wieder auf. Vielleicht sollte ich Dr. Vaklos aussuchen.---Der nächste Morgen brach ein. Ich ging zur Arbeit, denn das ist es, was der Durchschnittsbürger tut, um sich alles leisten zu können, was er braucht oder, was in der westlichen Welt eher der Fall, leisten will. Lange lebe der Konsum. Ich kann mich nicht beschweren; es gibt Leute, denen es schlechter geht. Ich hasse meinen Job dennoch. Ein möglicher Grund dafür könnte mein Chefsein. 11.Ich hasse mein Leben. Doch vor allem hasse ich diesen Job. Das Gehalt ist nicht der Kracher und angeben kann man mit ihm auch nicht. Mag sein, dass es schlimmere Arbeitstellen gibt als in einem Laden für Taschen, vor allem Frauenhandtaschen, zu arbeiten. Dennoch erfreut das nicht gerade das Männerherz, in einem solchen Laden zu arbeiten. "Ist diese Tasche reduziert?",fragte mich die Kundin, wohl wissend, dass dem nicht so war. "Nein, aber wenn Sie 2 Taschen kaufen, bekommen Sie 19% Rabatt." Viele bezeichnen mich als den typischen Deutschen. Ich bin nicht unhöflich, aber es ist offensichtlich, dass ich höflicher im Umgang mit meinen Kunden seinkönnte. Aber was will man bei einem solchen Gehalt und nicht existenten Aufstiegschancen von mir erwarten. Wenn man sich meinen Lebenslauf anschaut, so sieht man, dass ich für diesen Job überqualifiziert bin.19 Euro und 95 cent. Da gibt sie mir tatsächlich 9 Zehn-Cent-Münzen und eine Fünf-Cent-Münze. Die will bloß ihr Kleingeld bei mir loswerden. Ich hasse solche Leute. Ich bin doch keine Bäckerei. Was soll's. Es ist 14 Uhr. Noch ganze 6 Stunden gilt es totzuschlagen. Manchmal hasse ich die Uhr, die hier im Geschäft hängt. Wenn man will, kann man jede einzelne Sekunde mitzählen. Allerdings kommt einem dann jede Minute dann wie eine halbe Ewigkeit vor, geschweige eine Stunde. Die Kundin, eine junge Frau mit schlechtem Make-Up und unglaublich hässlicher Frisur, verließ den Laden. Die Stunden verstrichen langsam, aber unaufhaltsam Richtung 20 Uhr. Das Einkaufszentrum, das den Taschenladen beherbergte, leerte sich kontinuierlich. Nur die Ladenbesitzer und Angestellten derdort anliegenden Geschäftsräumen blieben übrig. So wie auch Dieter, Leiter desComputerfachgeschäfts, welches gleich neben dem Taschenladen steht. "Na, Sebastian. Wie war dein Tag?" "Öde wie immer. Was geht es deiner Familie?" fragte ich ihn. "Gut. Danke der Nachfrage. Anke hat gestern Überstunden gemacht und danach waren wir noch im Wirtshaus........." Manchmal bereue ich es, wenn ich mit Dieter rede. Ganz gleich wie eineKonversation anfängt, Dieter hat stets langweilige Anekdoten parat. Er ist nun einmal einer dieser Menschen, die nicht merken, wenn man nur pro forma Smalltalk betreibt. Aber es war zu spät.Dieter redete und redete wie ein Wasserfall vor sich hin, während ich immer mit nickendem Kopf und aufsetzenden Lächeln mir überlegte, wie ich das Gespräch beenden könnte, ohne ihm das Gefühl zu geben, ich könne ihn nicht leiden. Leider habe ich in der Vergangenheit schon so viele Ausreden benutzt, dass mir die Guten ausgingen. Obwohl Dieter vielleicht nicht der interessanteste Mensch von allen ist, ist er mir allemal lieber als die anderen Leute im Einkaufszentrum. Da gibt es zum Beispiel Frau Polz, eine 56jährige Frau, die von allen hiergehasst wird. Sie betreibt ein Textilgeschäft hier im Zentrum. Stets schlecht gelaunt, riecht nach 100 Zigaretten und gelegentlich nach exzessivem Alkoholgenuss, sieht aus wie 80 und immer auf der Suche nach Streit. Glücklicherweise lässt sie mich aber grundsätzlich in Ruhe. Vielleicht liegtes daran, dass wir einst eine Auseinandersetzung hatten, in der ich ihr die Stirn geboten hatte. Sie weiß ganz genau, dass es sich nicht lohnt, mit mir zu streiten. Ganz anders ist es zwischen ihr und Dieter. Wenn die 2 miteinander reden, brüllen die sich so lange an bis Fremde sich einmischen. Eigentlich könnte mir das egal sein, aber solche Zwischenfälle häufen sich. Ab und zu habe ich den Eindruck, dass wir hier im Kindergarten sind.Statt sich auf die Kunden zu konzentrieren, fragen sie sich, was ihnen an dem Konkurrenten nicht gefällt. Es war eine lange Nacht. Ich konnte schlecht einschlafen und wachte immer wieder auf. Vielleicht sollte ich Dr. Vaklos aussuchen.---Der nächste Morgen brach ein. Ich ging zur Arbeit, denn das ist es, was der Durchschnittsbürger tut, um sich alles leisten zu können, was er braucht oder, was in der westlichen Welt eher der Fall, leisten will. Lange lebe der Konsum. Ich kann mich nicht beschweren; es gibt Leute, denen es schlechter geht. Ich hasse meinen Job dennoch. Ein möglicher Grund dafür könnte mein Chefsein. 12.Ich hasse mein Leben. Doch vor allem hasse ich diesen Job. Das Gehalt ist nicht der Kracher und angeben kann man mit ihm auch nicht. Mag sein, dass es schlimmere Arbeitstellen gibt als in einem Laden für Taschen, vor allem Frauenhandtaschen, zu arbeiten. Dennoch erfreut das nicht gerade das Männerherz, in einem solchen Laden zu arbeiten. "Ist diese Tasche reduziert?",fragte mich die Kundin, wohl wissend, dass dem nicht so war. "Nein, aber wenn Sie 2 Taschen kaufen, bekommen Sie 19% Rabatt." Viele bezeichnen mich als den typischen Deutschen. Ich bin nicht unhöflich, aber es ist offensichtlich, dass ich höflicher im Umgang mit meinen Kunden seinkönnte. Aber was will man bei einem solchen Gehalt und nicht existenten Aufstiegschancen von mir erwarten. Wenn man sich meinen Lebenslauf anschaut, so sieht man, dass ich für diesen Job überqualifiziert bin.19 Euro und 95 cent. Da gibt sie mir tatsächlich 9 Zehn-Cent-Münzen und eine Fünf-Cent-Münze. Die will bloß ihr Kleingeld bei mir loswerden. Ich hasse solche Leute. Ich bin doch keine Bäckerei. Was soll's. Es ist 14 Uhr. Noch ganze 6 Stunden gilt es totzuschlagen. Manchmal hasse ich die Uhr, die hier im Geschäft hängt. Wenn man will, kann man jede einzelne Sekunde mitzählen. Allerdings kommt einem dann jede Minute dann wie eine halbe Ewigkeit vor, geschweige eine Stunde. Die Kundin, eine junge Frau mit schlechtem Make-Up und unglaublich hässlicher Frisur, verließ den Laden. Die Stunden verstrichen langsam, aber unaufhaltsam Richtung 20 Uhr. Das Einkaufszentrum, das den Taschenladen beherbergte, leerte sich kontinuierlich. Nur die Ladenbesitzer und Angestellten derdort anliegenden Geschäftsräumen blieben übrig. So wie auch Dieter, Leiter desComputerfachgeschäfts, welches gleich neben dem Taschenladen steht. "Na, Sebastian. Wie war dein Tag?" "Öde wie immer. Was geht es deiner Familie?" fragte ich ihn. "Gut. Danke der Nachfrage. Anke hat gestern Überstunden gemacht und danach waren wir noch im Wirtshaus........." Manchmal bereue ich es, wenn ich mit Dieter rede. Ganz gleich wie eineKonversation anfängt, Dieter hat stets langweilige Anekdoten parat. Er ist nun einmal einer dieser Menschen, die nicht merken, wenn man nur pro forma Smalltalk betreibt. Aber es war zu spät.Dieter redete und redete wie ein Wasserfall vor sich hin, während ich immer mit nickendem Kopf und aufsetzenden Lächeln mir überlegte, wie ich das Gespräch beenden könnte, ohne ihm das Gefühl zu geben, ich könne ihn nicht leiden. Leider habe ich in der Vergangenheit schon so viele Ausreden benutzt, dass mir die Guten ausgingen. Obwohl Dieter vielleicht nicht der interessanteste Mensch von allen ist, ist er mir allemal lieber als die anderen Leute im Einkaufszentrum. Da gibt es zum Beispiel Frau Polz, eine 56jährige Frau, die von allen hiergehasst wird. Sie betreibt ein Textilgeschäft hier im Zentrum. Stets schlecht gelaunt, riecht nach 100 Zigaretten und gelegentlich nach exzessivem Alkoholgenuss, sieht aus wie 80 und immer auf der Suche nach Streit. Glücklicherweise lässt sie mich aber grundsätzlich in Ruhe. Vielleicht liegtes daran, dass wir einst eine Auseinandersetzung hatten, in der ich ihr die Stirn geboten hatte. Sie weiß ganz genau, dass es sich nicht lohnt, mit mir zu streiten. Ganz anders ist es zwischen ihr und Dieter. Wenn die 2 miteinander reden, brüllen die sich so lange an bis Fremde sich einmischen. Eigentlich könnte mir das egal sein, aber solche Zwischenfälle häufen sich. Ab und zu habe ich den Eindruck, dass wir hier im Kindergarten sind.Statt sich auf die Kunden zu konzentrieren, fragen sie sich, was ihnen an dem Konkurrenten nicht gefällt. Es war eine lange Nacht. Ich konnte schlecht einschlafen und wachte immer wieder auf. Vielleicht sollte ich Dr. Vaklos aussuchen.---Der nächste Morgen brach ein. Ich ging zur Arbeit, denn das ist es, was der Durchschnittsbürger tut, um sich alles leisten zu können, was er braucht oder, was in der westlichen Welt eher der Fall, leisten will. Lange lebe der Konsum. Ich kann mich nicht beschweren; es gibt Leute, denen es schlechter geht. Ich hasse meinen Job dennoch. Ein möglicher Grund dafür könnte mein Chefsein. 13.Ich hasse mein Leben. Doch vor allem hasse ich diesen Job. Das Gehalt ist nicht der Kracher und angeben kann man mit ihm auch nicht. Mag sein, dass es schlimmere Arbeitstellen gibt als in einem Laden für Taschen, vor allem Frauenhandtaschen, zu arbeiten. Dennoch erfreut das nicht gerade das Männerherz, in einem solchen Laden zu arbeiten. "Ist diese Tasche reduziert?",fragte mich die Kundin, wohl wissend, dass dem nicht so war. "Nein, aber wenn Sie 2 Taschen kaufen, bekommen Sie 19% Rabatt." Viele bezeichnen mich als den typischen Deutschen. Ich bin nicht unhöflich, aber es ist offensichtlich, dass ich höflicher im Umgang mit meinen Kunden seinkönnte. Aber was will man bei einem solchen Gehalt und nicht existenten Aufstiegschancen von mir erwarten. Wenn man sich meinen Lebenslauf anschaut, so sieht man, dass ich für diesen Job überqualifiziert bin.19 Euro und 95 cent. Da gibt sie mir tatsächlich 9 Zehn-Cent-Münzen und eine Fünf-Cent-Münze. Die will bloß ihr Kleingeld bei mir loswerden. Ich hasse solche Leute. Ich bin doch keine Bäckerei. Was soll's. Es ist 14 Uhr. Noch ganze 6 Stunden gilt es totzuschlagen. Manchmal hasse ich die Uhr, die hier im Geschäft hängt. Wenn man will, kann man jede einzelne Sekunde mitzählen. Allerdings kommt einem dann jede Minute dann wie eine halbe Ewigkeit vor, geschweige eine Stunde. Die Kundin, eine junge Frau mit schlechtem Make-Up und unglaublich hässlicher Frisur, verließ den Laden. Die Stunden verstrichen langsam, aber unaufhaltsam Richtung 20 Uhr. Das Einkaufszentrum, das den Taschenladen beherbergte, leerte sich kontinuierlich. Nur die Ladenbesitzer und Angestellten derdort anliegenden Geschäftsräumen blieben übrig. So wie auch Dieter, Leiter desComputerfachgeschäfts, welches gleich neben dem Taschenladen steht. "Na, Sebastian. Wie war dein Tag?" "Öde wie immer. Was geht es deiner Familie?" fragte ich ihn. "Gut. Danke der Nachfrage. Anke hat gestern Überstunden gemacht und danach waren wir noch im Wirtshaus........." Manchmal bereue ich es, wenn ich mit Dieter rede. Ganz gleich wie eineKonversation anfängt, Dieter hat stets langweilige Anekdoten parat. Er ist nun einmal einer dieser Menschen, die nicht merken, wenn man nur pro forma Smalltalk betreibt. Aber es war zu spät.Dieter redete und redete wie ein Wasserfall vor sich hin, während ich immer mit nickendem Kopf und aufsetzenden Lächeln mir überlegte, wie ich das Gespräch beenden könnte, ohne ihm das Gefühl zu geben, ich könne ihn nicht leiden. Leider habe ich in der Vergangenheit schon so viele Ausreden benutzt, dass mir die Guten ausgingen. Obwohl Dieter vielleicht nicht der interessanteste Mensch von allen ist, ist er mir allemal lieber als die anderen Leute im Einkaufszentrum. Da gibt es zum Beispiel Frau Polz, eine 56jährige Frau, die von allen hiergehasst wird. Sie betreibt ein Textilgeschäft hier im Zentrum. Stets schlecht gelaunt, riecht nach 100 Zigaretten und gelegentlich nach exzessivem Alkoholgenuss, sieht aus wie 80 und immer auf der Suche nach Streit. Glücklicherweise lässt sie mich aber grundsätzlich in Ruhe. Vielleicht liegtes daran, dass wir einst eine Auseinandersetzung hatten, in der ich ihr die Stirn geboten hatte. Sie weiß ganz genau, dass es sich nicht lohnt, mit mir zu streiten. Ganz anders ist es zwischen ihr und Dieter. Wenn die 2 miteinander reden, brüllen die sich so lange an bis Fremde sich einmischen. Eigentlich könnte mir das egal sein, aber solche Zwischenfälle häufen sich. Ab und zu habe ich den Eindruck, dass wir hier im Kindergarten sind.Statt sich auf die Kunden zu konzentrieren, fragen sie sich, was ihnen an dem Konkurrenten nicht gefällt. Es war eine lange Nacht. Ich konnte schlecht einschlafen und wachte immer wieder auf. Vielleicht sollte ich Dr. Vaklos aussuchen.---Der nächste Morgen brach ein. Ich ging zur Arbeit, denn das ist es, was der Durchschnittsbürger tut, um sich alles leisten zu können, was er braucht oder, was in der westlichen Welt eher der Fall, leisten will. Lange lebe der Konsum. Ich kann mich nicht beschweren; es gibt Leute, denen es schlechter geht. Ich hasse meinen Job dennoch. Ein möglicher Grund dafür könnte mein Chefsein. 14.Ich hasse mein Leben. Doch vor allem hasse ich diesen Job. Das Gehalt ist nicht der Kracher und angeben kann man mit ihm auch nicht. Mag sein, dass es schlimmere Arbeitstellen gibt als in einem Laden für Taschen, vor allem Frauenhandtaschen, zu arbeiten. Dennoch erfreut das nicht gerade das Männerherz, in einem solchen Laden zu arbeiten. "Ist diese Tasche reduziert?",fragte mich die Kundin, wohl wissend, dass dem nicht so war. "Nein, aber wenn Sie 2 Taschen kaufen, bekommen Sie 19% Rabatt." Viele bezeichnen mich als den typischen Deutschen. Ich bin nicht unhöflich, aber es ist offensichtlich, dass ich höflicher im Umgang mit meinen Kunden seinkönnte. Aber was will man bei einem solchen Gehalt und nicht existenten Aufstiegschancen von mir erwarten. Wenn man sich meinen Lebenslauf anschaut, so sieht man, dass ich für diesen Job überqualifiziert bin.19 Euro und 95 cent. Da gibt sie mir tatsächlich 9 Zehn-Cent-Münzen und eine Fünf-Cent-Münze. Die will bloß ihr Kleingeld bei mir loswerden. Ich hasse solche Leute. Ich bin doch keine Bäckerei. Was soll's. Es ist 14 Uhr. Noch ganze 6 Stunden gilt es totzuschlagen. Manchmal hasse ich die Uhr, die hier im Geschäft hängt. Wenn man will, kann man jede einzelne Sekunde mitzählen. Allerdings kommt einem dann jede Minute dann wie eine halbe Ewigkeit vor, geschweige eine Stunde. Die Kundin, eine junge Frau mit schlechtem Make-Up und unglaublich hässlicher Frisur, verließ den Laden. Die Stunden verstrichen langsam, aber unaufhaltsam Richtung 20 Uhr. Das Einkaufszentrum, das den Taschenladen beherbergte, leerte sich kontinuierlich. Nur die Ladenbesitzer und Angestellten derdort anliegenden Geschäftsräumen blieben übrig. So wie auch Dieter, Leiter desComputerfachgeschäfts, welches gleich neben dem Taschenladen steht. "Na, Sebastian. Wie war dein Tag?" "Öde wie immer. Was geht es deiner Familie?" fragte ich ihn. "Gut. Danke der Nachfrage. Anke hat gestern Überstunden gemacht und danach waren wir noch im Wirtshaus........." Manchmal bereue ich es, wenn ich mit Dieter rede. Ganz gleich wie eineKonversation anfängt, Dieter hat stets langweilige Anekdoten parat. Er ist nun einmal einer dieser Menschen, die nicht merken, wenn man nur pro forma Smalltalk betreibt. Aber es war zu spät.Dieter redete und redete wie ein Wasserfall vor sich hin, während ich immer mit nickendem Kopf und aufsetzenden Lächeln mir überlegte, wie ich das Gespräch beenden könnte, ohne ihm das Gefühl zu geben, ich könne ihn nicht leiden. Leider habe ich in der Vergangenheit schon so viele Ausreden benutzt, dass mir die Guten ausgingen. Obwohl Dieter vielleicht nicht der interessanteste Mensch von allen ist, ist er mir allemal lieber als die anderen Leute im Einkaufszentrum. Da gibt es zum Beispiel Frau Polz, eine 56jährige Frau, die von allen hiergehasst wird. Sie betreibt ein Textilgeschäft hier im Zentrum. Stets schlecht gelaunt, riecht nach 100 Zigaretten und gelegentlich nach exzessivem Alkoholgenuss, sieht aus wie 80 und immer auf der Suche nach Streit. Glücklicherweise lässt sie mich aber grundsätzlich in Ruhe. Vielleicht liegtes daran, dass wir einst eine Auseinandersetzung hatten, in der ich ihr die Stirn geboten hatte. Sie weiß ganz genau, dass es sich nicht lohnt, mit mir zu streiten. Ganz anders ist es zwischen ihr und Dieter. Wenn die 2 miteinander reden, brüllen die sich so lange an bis Fremde sich einmischen. Eigentlich könnte mir das egal sein, aber solche Zwischenfälle häufen sich. Ab und zu habe ich den Eindruck, dass wir hier im Kindergarten sind.Statt sich auf die Kunden zu konzentrieren, fragen sie sich, was ihnen an dem Konkurrenten nicht gefällt. Es war eine lange Nacht. Ich konnte schlecht einschlafen und wachte immer wieder auf. Vielleicht sollte ich Dr. Vaklos aussuchen.---Der nächste Morgen brach ein. Ich ging zur Arbeit, denn das ist es, was der Durchschnittsbürger tut, um sich alles leisten zu können, was er braucht oder, was in der westlichen Welt eher der Fall, leisten will. Lange lebe der Konsum. Ich kann mich nicht beschweren; es gibt Leute, denen es schlechter geht. Ich hasse meinen Job dennoch. Ein möglicher Grund dafür könnte mein Chefsein. 15.Ich hasse mein Leben. Doch vor allem hasse ich diesen Job. Das Gehalt ist nicht der Kracher und angeben kann man mit ihm auch nicht. Mag sein, dass es schlimmere Arbeitstellen gibt als in einem Laden für Taschen, vor allem Frauenhandtaschen, zu arbeiten. Dennoch erfreut das nicht gerade das Männerherz, in einem solchen Laden zu arbeiten. "Ist diese Tasche reduziert?",fragte mich die Kundin, wohl wissend, dass dem nicht so war. "Nein, aber wenn Sie 2 Taschen kaufen, bekommen Sie 19% Rabatt." Viele bezeichnen mich als den typischen Deutschen. Ich bin nicht unhöflich, aber es ist offensichtlich, dass ich höflicher im Umgang mit meinen Kunden seinkönnte. Aber was will man bei einem solchen Gehalt und nicht existenten Aufstiegschancen von mir erwarten. Wenn man sich meinen Lebenslauf anschaut, so sieht man, dass ich für diesen Job überqualifiziert bin.19 Euro und 95 cent. Da gibt sie mir tatsächlich 9 Zehn-Cent-Münzen und eine Fünf-Cent-Münze. Die will bloß ihr Kleingeld bei mir loswerden. Ich hasse solche Leute. Ich bin doch keine Bäckerei. Was soll's. Es ist 14 Uhr. Noch ganze 6 Stunden gilt es totzuschlagen. Manchmal hasse ich die Uhr, die hier im Geschäft hängt. Wenn man will, kann man jede einzelne Sekunde mitzählen. Allerdings kommt einem dann jede Minute dann wie eine halbe Ewigkeit vor, geschweige eine Stunde. Die Kundin, eine junge Frau mit schlechtem Make-Up und unglaublich hässlicher Frisur, verließ den Laden. Die Stunden verstrichen langsam, aber unaufhaltsam Richtung 20 Uhr. Das Einkaufszentrum, das den Taschenladen beherbergte, leerte sich kontinuierlich. Nur die Ladenbesitzer und Angestellten derdort anliegenden Geschäftsräumen blieben übrig. So wie auch Dieter, Leiter desComputerfachgeschäfts, welches gleich neben dem Taschenladen steht. "Na, Sebastian. Wie war dein Tag?" "Öde wie immer. Was geht es deiner Familie?" fragte ich ihn. "Gut. Danke der Nachfrage. Anke hat gestern Überstunden gemacht und danach waren wir noch im Wirtshaus........." Manchmal bereue ich es, wenn ich mit Dieter rede. Ganz gleich wie eineKonversation anfängt, Dieter hat stets langweilige Anekdoten parat. Er ist nun einmal einer dieser Menschen, die nicht merken, wenn man nur pro forma Smalltalk betreibt. Aber es war zu spät.Dieter redete und redete wie ein Wasserfall vor sich hin, während ich immer mit nickendem Kopf und aufsetzenden Lächeln mir überlegte, wie ich das Gespräch beenden könnte, ohne ihm das Gefühl zu geben, ich könne ihn nicht leiden. Leider habe ich in der Vergangenheit schon so viele Ausreden benutzt, dass mir die Guten ausgingen. Obwohl Dieter vielleicht nicht der interessanteste Mensch von allen ist, ist er mir allemal lieber als die anderen Leute im Einkaufszentrum. Da gibt es zum Beispiel Frau Polz, eine 56jährige Frau, die von allen hiergehasst wird. Sie betreibt ein Textilgeschäft hier im Zentrum. Stets schlecht gelaunt, riecht nach 100 Zigaretten und gelegentlich nach exzessivem Alkoholgenuss, sieht aus wie 80 und immer auf der Suche nach Streit. Glücklicherweise lässt sie mich aber grundsätzlich in Ruhe. Vielleicht liegtes daran, dass wir einst eine Auseinandersetzung hatten, in der ich ihr die Stirn geboten hatte. Sie weiß ganz genau, dass es sich nicht lohnt, mit mir zu streiten. Ganz anders ist es zwischen ihr und Dieter. Wenn die 2 miteinander reden, brüllen die sich so lange an bis Fremde sich einmischen. Eigentlich könnte mir das egal sein, aber solche Zwischenfälle häufen sich. Ab und zu habe ich den Eindruck, dass wir hier im Kindergarten sind.Statt sich auf die Kunden zu konzentrieren, fragen sie sich, was ihnen an dem Konkurrenten nicht gefällt. Es war eine lange Nacht. Ich konnte schlecht einschlafen und wachte immer wieder auf. Vielleicht sollte ich Dr. Vaklos aussuchen.---Der nächste Morgen brach ein. Ich ging zur Arbeit, denn das ist es, was der Durchschnittsbürger tut, um sich alles leisten zu können, was er braucht oder, was in der westlichen Welt eher der Fall, leisten will. Lange lebe der Konsum. Ich kann mich nicht beschweren; es gibt Leute, denen es schlechter geht. Ich hasse meinen Job dennoch. Ein möglicher Grund dafür könnte mein Chefsein. 16. Wirbel um MineroWirbel um Minero Es war früh am Morgen, als die Sonne sich durch die Nebelschwaden quälte, die über den Highlands lagen. Schafe blökten in der Ferne, als Emily und Alexa über das noch tau-nasse Gras schritten um ihre Pferde von der großen Stutenkoppel zu holen.Emily und Alexa waren Zwillinge und glichen sich bis auf die letzte Sommersprosse. Sie waren recht groß und dünn und hatten langes blondes Haar, das sie heute beide zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden trugen. Ihre Eltern, Sam und Nicole, waren seit vielen Jahren glücklich verheiratet und hatten außer den beiden 16 jährigen Mädchen auch noch einen 10 jährigen Sohn namens Phil, mit seinen braunen Haaren sah er recht frech aus. Die Familie, zu der noch die Eltern von Sam gehörten, führte erfolgreich das Gestüt St. Georg, an der rauen Westküste Irlands. Auf dem Hof wurden vorwiegend Englische Vollblüter gezüchtet, aber auch ausgebildet. Es gab einen großen Hengststall, der für 12 Hengste Platz bot, doch meist waren zwei oder drei Boxen frei. Für die Zuchtstuten gab es zwei große Laufboxen, in denen jeweils 6 Tiere standen, doch eigentlich standen sie immer auf einer der beiden riesigen Stutenkoppeln. Der Tierarzt Dr. Robertson, der sich um das Wohl der wertvollen Vierbeiner kümmerte, gehörte schon fast zur Familie, da er jeden Tag auf dem Hof anzutreffen war. Außerdem lebten auf dem großen Gestüt noch zwei Aushilfen. Die ehr zierliche, aber kokette Raven Loulight, bewegte die Pferde und bildete die rohen Pferde aus. Die 24 jährige hatte viel Einfühlungsvermögen und arbeitete sehr gewissenhaft. Ihr Kollege Hardy Bones dagegen, kümmerte sich um die vielen anfallenden Arbeiten auf dem Hof. Er war vom Typ her ein richtiger Ire. Rote Haare, helle Haut und grüne Augen. Er machte sich nie Stress, half aber dennoch wo er nur konnte. Beide lebten und arbeiteten auf dem Hof. So waren sie auch da, wenn nachts eine Stute fohlte oder sie sonst anderweitig gebraucht wurden.In Irland war der Sommer nie besonders warm, auch nicht, wenn so wie jetzt die Sommerferien angebrochen waren. Der Winter hingegen war recht mild.Alexa und Emily trugen über ihren Reitsachen dicke grüne Daunenjacken, auf deren Rückseite die Shilluhette eines galoppierenden Pferdes aufgedruckt war. Darüber in gelber Schrift stand „St. Georg“ geschrieben. Die Stuten kamen an den Zaun geeilt und betrachteten die beiden ihnen vertrauten Mädchen neugierig. Die Pferde blieben im Sommer und bei, für irische Verhältnisse, gutem Wetter nachts auf der Koppel. Kurz tätschelte Emily ihre 5 jährige hübsche Stute Nevada, bevor Alexa das Gatter einen Spalt öffnete, hinein schlüpfte und der bereits 16 jährigen Leitstute Latina ein Halfter über den Kopf zog. Nevada war Emilys ein und alles. Emily hatte sich damals einen hübschen Hengst zu einer Zuchtstute aussuchen dürfen und schließlich hatte sie das Fohlen der beiden früh an sich gewöhnt, so hatte Nevada trotz ihres Sturkopfes eine relativ enge Bindung zu dem Mädchen.Dann öffnete Emily das Gatter vollständig und ließ die Pferde heraus. Jedes der Mädchen hatte nun seine Aufgabe. Alexa führte Latina zurück zum Stall und da diese die Leitstute in der Herde war, versuchte erst gar kein Pferd an ihr vorbei zu kommen um schneller am gefüllten Trog zu sein. Falls es jedoch mal eine der jüngeren Stuten versuchte, wurde diese mit einer kurzen Drohgebärde zurück in ihre Schranken verwiesen. Emily musste die Herde von hinten antreiben und den Nachzüglern notfalls einen Klaps auf die runde Kruppe geben.Ein eingespieltes Team waren die Beiden schon, keine Frage.Am Laufstall der Stuten angekommen, nahm Alexa der Leitstute das Halfter ab und schickte diese zu ihrem Futtertrog. Der Rest der Herde folgte und jede Stute nahm nun ihren Platz am Trog ein.War das geschafft konnten die Zwillinge rüber zum großen Haus und mit der Familie frühstücken gehen. Am Frühstück war immer die ganze Familie Johnson beteiligt. Sam seine Frau Nicole, ihre drei Kinder und die Großeltern. Dementsprechend war schon früh morgens gute Stimmung auf St. Georg.Auch heute Morgen hatte ihre Großmutter wieder ein herzhaftes Frühstück gezaubert. Die Mädchen grüßten den Rest der Familie, der schon am Tisch saß und auf sie wartete. Dann begann das Frühstück.„Phil Schatz, reichst du mir mal die Butter?“ fragte Nicole ihren Sohn und schenkte ihm ein Lächeln. „ Danke!“. „Was´n heute los? Steht was Besonderes an?“ fragte nun Emily und sah in die Runde. „Ich werde mit Nicole in die Stadt einkaufen fahren, also sind wir zum Mittag wieder da.“ Antwortete ihre Großmutter Camilla und fuhr fort „Was deinen Vater und Großvater angeht, weiß ich nicht was sie für heute geplant haben.“ Sagte sie nun und warf ihrem Mann einen Blick zu. „Fast!“ Widersprach nun Sam. „Was dich wahrscheinlich weniger interessiert, Mutter, die Mädchen aber bestimmt sehr freuen wird ist die Tatsache, dass der neue Hengst heute kommt!“ sagte er mit einem Zwinkern zu seinen Töchtern. „Wann??“ fragte Alexa und fuhr hoch, wobei sie das Teeglas ihres Bruders umwarf. Von ihm kam jedoch nur ein leiser Protest, da sein Mund mit Toast gefüllt war. Großvater Carl holte ein Handtuch und beseitigte den Schaden zügig. „Kommt er etwa schon heute?“ „Ja! Um Elf Uhr Sweety.“ Fuhr nun der Vater fort. Alexas Blick glitt zur Wanduhr. Es war halb neun. „Die Box ist schon fertig, also keine Hektik!“ schloss er ab. „Genau, ihr habt also genug Zeit Aurora noch ein Stück Kuchen zu bringen, sie ist doch in ihrer Hütte immer so allein, und freut sich bestimmt über ein bisschen Gesellschaft.“ Erhob ihre Mutter das Wort. „Klar Mom, machen wir.“ antwortete Emily. Beide besuchten die alte Frau namens Aurora immer gerne, die weißhaarige Aurora war schon weit über siebzig, so wusste sie viele Geschichten über Irland und seine Bewohner zu erzählen.Jedes Mal, wenn die beiden zu ihr ritten erzählte sie ihnen vor ihrem großen steinernen Kamin alte Geschichten, aber nicht ohne vorher einen der selbst gemachten Kräutertees an die Mädchen zu geben, welcher ihr auch den Namen einer Kräuterhexe eingehandelt hatte. Tatsächlich hingen in ihrer Hütte eine Menge getrocknete Kräuter, die einen angenehmen Geruch verströmten.So saßen die zwei im Winter oft Stunden bei der alten Frau und ließen sich etwas erzählen.Jetzt wurde das Frühstück abgeräumt, Camilla und Nicole fuhren einkaufen, Sam und Carl gingen ihren Arbeiten auf dem Hof nach und Phil verschwand lautlos im Fohlenstall.Emily und Alexa zogen sich ihre dicken Jacken wieder über und gingen zum Stutenstall.Einen Blick auf den Wochenplan verrieten Alexa, dass Pandorra, Indian Summer und Sugar Fly heute noch bewegt werden mussten. Sie entschied sich für die Schneeweiße, zehnjährige und freundliche Pandorra. Die Stute war schon erfolgreich in zahlreichen Dressur- und Springprüfungen gewesen. Außerdem hatte sie vielen Fohlen das Licht der Welt geschenkt. Für Emily war klar, dass sie ihre Stute Nevada ritt.Alexa besaß keine Stute, dafür aber den bildhübschen sechs jährigen Hengst Ajou, der so wie Emilys Stute auf St. Georg geboren und ausgebildet wurde.Der hübsche Braune aber hatte heute Ruhetag und würde sich später auf der Koppel mit den anderen Hengsten austoben dürfen. In Rekordzeit hatte Alexa oder von ihrer Schwester auch Ali genannt, die Schimmelstute, geputzt, gesattelt, und getrenst. „ Haben wir es eilig Ali?!“ fragte Emily im vorbei gehen und legte ihrer Braunen die Trense an. „Ich will halt pünktlich wieder hier sein, wenn der neue Hengst kommt.“ Antwortete sie mit einem bittenden Blick in Richtung ihrer Schwester, die gerade die letzte Schnalle geschlossen hatte. „Ich weiß dein Minero kommt!“ witzelte Emily und streichelte dem kleinen braunen Ponywallach Dreamer Boy über die Nüstern. Das Pony gehörte Phil und stand wenn er nicht geritten wurde zwischen den Stuten. Er war sehr lieb, dennoch aber sehr verfressen.Die Tatsache das Minero heute kommen würde hatte für Alexa nun mal Vorrang. Sie hatten den Hengst letzten Februar auf der Hengstschau in der Stadt Shannon gesehen, welche an der Westküste Irlands lag. Sie war sofort von ihm begeistert gewesen. So hatte sich ihr Vater mit dem Besitzer in Verbindung gesetzt und das Pferd schließlich für die Zucht gekauft. Alexa war ihm um den Hals gefallen und hatte die restliche Woche ein strahlendes Lächeln gezeigt. Mittlerweile war es schon so lange her und so freute sie sich auf das Pferd und konnte kaum abwarten bis er endlich auf St. Georg war.Als auch Emily fertig war zogen die Beiden ihre Stuten mit sich. Alexa lief noch einmal ins Haus und holten den Kuchen. Dann klapperten die Hufen der Pferde über den Hof hinaus durchs Tor auf den Waldweg.Die Sonne hatte jetzt auch die letzten Nebelschwaden aufgelöst, dennoch war es im Wald noch recht kühl und sie waren froh ihre dicken Jacken angezogen zu haben. Nicht nur Pandorra ging gelassen am langen Zügel und so ließen die beiden ihre Pferde im Schritt warmlaufen. „Dann lass uns mal ein Stück traben.“ sagte Alexa mit einem Blick auf die Stute, sie gab Pandorra die Hilfe zum antraben. So liefen beide Stuten im gleichen Tempo den Weg entlang.Auf dem Weg zur alten Aurora, begegneten sie einigen Schafen, die unter den dunkelgrünen Tannen das frische Heidegras fraßen, das in Irland überall zu wachsen schien.Es roch noch frischem Moos und die blühende Heide verströmte einen eigenartigen süßen Duft.„Sie mal die süßen Lämmer!“ rief Emily im vorbeireiten. Alexa nickte, saß aus und bog auf einen weichen Sandweg ab. Dann gab sie der kleinen Stute die Hilfen zum Galopp! Emily folgte mit Nevada. So langsam wurde den beiden Mädchen warm, sie kamen an einem See vorbei, der mit seinem dunklen Wasser geheimnisvoll glitzerte. Einige Sonnenstrahlen, die durch das dichte Blätterdach fielen, wurden auf dem Wasser gespiegelt. Die Zwillinge parierten durch zum Schritt, es war noch ein kleines Stück und als sie dann um die letzte Biegung kamen, sahen sie schon den Rauch der aus dem von Moos bewachsenen Schornstein der alten Hütte aufstieg.Zügig hatten sie die Hütte erreicht und stiegen ab. „Hallo Aurora, wir sind’s!“ riefen die beiden Blondschöpfe fröhlich. Sie banden ihre Pferde an den dafür vorgesehenen Pfosten und klopften an die Tür. „ Herein ihr zwei, kommt nur herein.“ Kam es von innen und so drückten sie die knarrende Tür auf. „Wir haben dir Kuchen mitgebracht!“ Emily stellte den Kuchen auf den Tisch und gesellte sich zu ihrer Schwester ans prasselnde Feuer, die es sich dort schon in einem weichen Sessel bequem gemacht hatte!Aurora stellte zwei Tassen auf den kleinen hölzernen Tisch und goss kochendes Wasser auf die grünen Kräuter die sie bereits hinein gestreut hatte.„Was habt ihr denn in den Ferien noch vor?“ fragte die alte Frau. Alexas Gesicht war von dem Ritt noch gerötet. „Wir wollen auf jedenfall noch mal einen Ausflug mit Dad zu dem Hampshire Schloss machen!“ erklärte Alexa.Aurora hörte endlich auf zu werkeln und kam mit einem nach Brennnesseln duftenden Tee zu den Mädchen und ließ sich ächzend in ihren Schaukelstuhl fallen. „Oh, meine alte Knochen. So so, zu dem Schloss wollt ihr? “fragte die alte Dame und musterte das Mädchen, Alexa fingerte an ihren Haaren herum. „Ja, wir freuen uns schon riesig!“ Warf Emily ein. „Wisst ihr eigentlich warum das Hampshire Schloss verlassen ist, und nur noch in sich zusammen fällt?“ Die beiden schüttelten mit dem Kopf. „Also, passt auf, dort hat damals ein Adliger mit seiner Frau gelebt. Sie war nicht viel älter als ihr jetzt. Sie musste damals den Herren heiraten, ihr wisst ja sicher wie so was war.“ Alexa nickte, früher war es gang und gebe, dass die Väter den Ehemann aussuchten, und die Tochter musste sich dem Willen ihres Vaters beugen. „Ja bei der jungen Lady Hampshire war es so das sie Heiraten musste, sie war darüber tot unglücklich, denn sie liebte natürlich einen anderen, fragt mich jetzt bloß nicht wen, vielleicht den Stallburschen, ich weiß es nicht…. - Jedenfalls war sie so unglücklich, dass sie dann nachdem sie geheiratet hatte das ganze Schloss verflucht haben soll, in der Hochzeitsnacht warf sie sich dann vor den Augen des Lord Hampshire aus dem Fenster.“ „ Ist sie dann gestorben???“ Unterbrach Emily und trank einen Schluck Tee. „Ja immer mit der Ruhe Mädchen, sie starb natürlich an ihren Verletzungen, aber der Lord war kein Mann von Traurigkeit, schnell hatte er eine neue Frau. Und als diese ein Kind zur Welt brachte, starb es kurz nach der Geburt und ebenso ging es mit allen Kindern die auf dem Schloss geboren wurden. Man sagt dies sei der Fluch der jungen Frau gewesen bevor sie sich in den Tod stürzte.“ Aurora trank einen Schluck und lächelte. „Viele Jahre war es so gegangen, da verließ der Lord sein Anwesen und zog nach England. Ja und seid dem hat niemand mehr dort gelebt und keiner weiß was mit dem Lord geschehen ist. Aber man sagt unten im Dorf, dass es auch heute noch Nachkommen von ihm in England geben soll.“ Damit schloss Aurora die Geschichte und verschränkte die Arme vor ihrer üppigen Brust. „Es gab immer noch Nachfahren? Ich dachte die sind alle gestorben?“ Emily war begeistert von der Geschichte. „Ja das wird zu mindest geredet. Es hat wohl was mit dem Schloss zu tun gehabt, deswegen wird es heute kaum noch besucht, geschweige denn bewohnt! Einfach weil die Leute Angst haben!“ erklärte Aurora. „Das ist ja blöd, ich hätte keine Angst!“ Alexa blickte skeptisch drein. Sie warf schon länger nervöse Blicke auf die Uhr und wackelte mit ihren Beinen, es war schon fast zehn. Sie wollte unbedingt nach Hause bald würde IHR Hengst ankommen, „Emily!“ Zischte sie leise. „Emily komm, sonst sind wir zu spät….“ „Ja ja ist ja gut. Aurora? Wir müssen jetzt wieder nach Hause, wir bekommen heute einen neuen Hengst! Alexa ist schon ganz aufgeregt. Also, wir schauen dann bald wieder vorbei.“ „Ja ja ist gut, geht ihr nur, aber vergesst mich nur nicht!“ Aurora begleitete sie zur Tür und drückte Emily noch einen Strauß Lavendel in die Hand. „Bring ihn deiner Oma, ist gut gegen Mücken. Sie hat mir erzählt, dass sie eine Richtige Mückenzucht in ihrem Schlafzimmer hat!“ Emily schielte die alte Frau an. „Ja ja, ich hab ihr schon immer gesagt, sie soll sich eines von diesen modernen Moskitonetzen kaufen, die man vors Fenster machen kann! Aber wer nicht hören will muss fühlen!“ Emily winkte mit dem Strauß „Na ja, wenn’s hilft!“ Sie folgte ihrer Schwester nach draußen zu ihren Pferden. Diese standen in Ruhestellung und mit hängenden Köpfen am Pfosten angebunden, doch als die beiden Mädchen aus dem Haus traten hoben sie neugierig ihre Köpfe. Alexa schwang sich schnell in den Sattel und wartete schon ungeduldig auf Emily. “Hau rein!“ sagte sie und ließ ihr Pferd antreten. Ihre Schwester schloss schnell auf, nach einer 10 Minuten Trabphase galoppierte Alexa an und ließ die Stute laufen. Emily, war zwar nach einem gemütlichen Galopp, aber was sollte sie schon tun? So ließ sie Nevada hinterher rennen. Kurz vor dem imposanten Hoftorbogen, trabte Alexa und stieg schließlich ab.Der Lkw auf dem das gleiche Pferd und die gleiche Schrift prangten wie auf den Jacken der Mädchen stand schon auf dem Hof, aber der Motor wurde gerade erst abgestellt. Emily nahm Alexa de Zügel ab, die nun zum Transporter rannte. Ihr Vater bremste sie allerdings. „Ruhig Blut, junge Dame!“ sagte er, hielt sie kurz am Arm, damit sie sich beruhigte. „Den Hengst holst du nicht runter. Der hat beim Aufladen schon verdammt viel Theater gemacht!“ sagte er und gab seiner Bereiterin Raven ein Zeichen. Sie öffnete die Klappe und holte den tänzelnden Hengst an der Trense heraus.Alexa war geschockt! War das wirklich Minero? Der Hengst den sie auf der Hengstschau gesehen hatte? Ihr Vater reagierte auf ihre Miene. „Ja, er sah schon mal besser aus!“ sagte er missmutig. „Der Hals ist ja nur noch die Hälfte!“ sagte nun auch Emily, die das Pferd auch in anderer Erinnerung hatte. „Er stand nun mal zwei Monate auf der Weide, braucht ja auch mal Urlaub!“ sagte Raven nun. „Da ist es normal dass er an Halsmuskeln verliert, und nicht nur die!“ sagte sie, grinste und drückte Alexa die Zügel in die Hand. „Dann bring den Herrn mal weg. Aber vorsichtig!“ Ergänzte sie und ging mit. Emily blieb nichts anderes über als die beiden Stuten weg zu bringen. Sie band Pandorra an, während sie ihrer Stute Sattel und Trense abnahm und zurück in die Laufbox stellte. Anschließend schickte sie auch Pandorra zu den anderen Stuten.Als sie fertig war, eilte sie zum Hengststall. Minero stand inzwischen in seiner neuen Box und beschnupperte diese ausgiebig. Auch sein neuer Nachbar Abandor, ein elfjähriger Hengst mit dem Stockmaß von einem Meter achtzig, wurde neugierig begutachtet. Der Hengst gehörte Nicole, der Mutter von den Zwillingen. All das lief unter Ohren betäubendem Gewieher und Gequieke ab. „Ruhe!“ rief die Bereiterin laut und Abandor in der Nebenbox schaute sie mit großen Augen an und wurde ruhiger. Minero jedoch drehte weiter auf.„Wir gewöhnen ihn wohl besser erst an die einzelnen Hengste des Stalls!“ sagte Alexa und erhielt ein Nicken als Antwort. So brachten sie Minero auf die Koppel und holten dann Abandor, Da Vinci und Da Capo auf die Nachbarkoppel. Zuerst beschnupperten sich die vier ausgiebig, dann wurde die Rangordnung festgestellt. Da Capo ein Hellbrauner war von Natur aus eher zurückhaltend, er war sehr umgänglich und zeigte so gut wie keine Hengstmanieren und unterwarf sich dem Neuen fast sofort. Der Fuchs Da Vinci stellte gleich fest, dass er der Chef war und auch bleiben würde, nur Abandor und Minero schienen Schwierigkeiten zu haben. Auch als Da Vinci und Da Capo schon grasten, jagten die beiden noch immer am Zaun hin und her. „ Lassen wir Abandor und Minero zusammen?“ fragte Raven und blickte zu Alexa. „Die beiden stehen nebeneinander im Stall, wenn die ihre Rangordnung jetzt nicht klären, könnte es im Stall noch Probleme geben!“ So wurden Da Vinci und Da Capo zurück gebracht und Minero und Abandor zusammen gelassen.Die beiden schenkten sich nichts.Minero war ein Stück kleiner und im ganzen kompakter als Abandor und somit auch wendiger. Abandor hingegen war mitten im Training und gut bemuskelt und verdankte den Sieg schließlich seiner Ausdauer. Mit stolz erhobenem Schweif tänzelte er nun über die Wiese, während Minero in der hintersten Ecke stand und sich keinen Schritt bewegen durfte, ansonsten kam Abandor mit angelegten Ohren auf ihn zugerannt und zeigte ihm abermals wer der Sieger war. „Das reicht!“ Entschied Raven und rief Abandor, dieser wollte seinen Triumph aber auskosten und dachte nicht im Entferntesten daran jetzt in den Stall zu gehen, bis Emily mit einem Messbecher Kraftfutter rappelte, dann zog der Sieger von dannen. Alexa betrat die Weide und nahm Minero an den Strick. “Wenn du erst einmal wieder Kondition hast, schlägst du Abandor allemal, mein Schöner!“ flüsterte sie dem Hengst liebevoll ins Ohr.Die Pferde waren schnell versorgt, und die beiden Mädchen liefen lachend zur Terrasse. Dort trafen sie ihre Mutter und Großmutter, die vom Einkaufen zurück waren. „Na ihr seid schon wieder da?“ fragte Emily drückte ihrer Großmutter den Lavendelstrauß in die Hand und ließ sich in einen der Stühle am Tisch fallen. „Emilyyyy!“ kreischte Nicole und sprang auf. „Raus aus dem Sessel!! Du siehst aus wie ein Schwein, zieh dich um und steck die Sachen sofort in die Waschmaschine.“ „Alles klar, Mom.“ Erwiderte Emily trocken und wollte gerade die Wohnzimmerschiebetür aufziehen, da kreischte Nicole schon wieder. „Emily Johnson, treib es nicht zu weit, du sollst durch den Hauswirtschaftsraum gehen.“ Emily verdrehte die Augen und schlenderte los, Alexa folgte ihr.Die beiden hatten schnell geduscht und sich umgezogen, sie gingen wieder hinaus auf die Terrasse wo ihre Großmutter gerade dampfenden Tee eingoss.„Sag mal kommen eigentlich auch wieder Gäste in diesen Ferien?“ fragte Alexa und strich sich ihr noch nasses Haar hinters Ohr. „Ja es kommt eine Familie mit zwei Kindern und ein Mann, der sich mal vom Alltagsstress erholen möchte.“ antwortete ihre Mutter. „Oh, dann gibt es bestimmt viel Dreck…!“warf Emily verschmitzt ein und zog eine Grimasse. Ihre Mutter warf ihr einen warnenden Blick zu, der nichts Gutes verheißen konnte.„Nein im Ernst, sind die nett? Hast du mit ihnen gesprochen?“ fragte Emily jetzt.„Ich hab mit ihnen telefoniert.“ antwortete ihre Großmutter und trank einen Schluck Tee.“ Die Familie hat zwei jüngere Kinder und will einfach mal Ferien auf dem Land machen, der Mann schien auch sehr nett zu sein, er sagte, dass er in seiner Jugend auch mal geritten hat. Seine Großeltern hatten anscheinend auch einen Hof mit Pferden. Also sie scheinen alle ganz freundlich zu sein.“ kommentierte ihre Oma das Telefonat. „Na fein, dann gibt es sicher keinen Ärger, wie letztes Jahr mit den beiden Mädchen.“ Warf Alexa ein und alle die am Tisch saßen nickten in der Erinnerung an letztes Jahr.Auf dem Gestüt waren häufig Familien zu Besuch, die dort ihre Ferien verbrachten. Im letzten Jahr war es eine 17. Kapitel 1In der Kneipe des Gasthauses ' Zum schwarzen Bullen ' herrschte an diesem Nachmittag eine ungewohnt trübe Stimmung. Da wegen der stickigen Hitze keiner Lust verspürte sich mehr zu bewegen als unbedingt notwendig, keimte langsam ein Gefühl von Langeweile auf. Der korpulente Wirt, mit einem beachtlichen Bierbauch, den er sich bei sich bietenden Gelegenheiten mit seinen Stammkunden, zum Leidwesen seiner Frau, angetrunken hatte, beschäftigte sich indem er zum wiederholten Male die völlig sauberen Gläser abrieb. Dies tat er immer mit dem Rücken zur Wand, damit er die Übersicht über die Gäste nicht verlor. Aus langjähriger Ehrfahrung wusste er, dass sich aus dieser anfänglich ruhigen und lustlosen Langeweile schnell ein handfester Steit mit herumfliegend Gläsern, zertrümmerten Tischen und meistens auch einer saftigen Rechnung der nötigen Reparaturen entwickeln konnte. Und da die Verantwortlichen nur selten bereit waren für den, von ihnen verursachten, Schaden aufzukommen, hielt er sich bereit, sie bei dem ersten Anzeichen einer Rauferei vor die Tür zu setzen. Solange sie sich draussen prügelten blieben seine Sachen ganz und er konnte sich vielleicht sogar noch ein bisschen amüsieren. So eine Prügelei war meist eine willkommene Abwechslung, auch für die Gäste, welche mit wachsender Begeisterung auch mehr bestellten. Doch heute schien es nicht dazu zu kommen, keiner der Anwesenden machte Anstalten einen Anderen zu reizen oder zu provozieren. Noch einmal lies der Wirt seinen Blick über die Gäste wandern. Im Moment lief das Geschäft gut, vier seiner sechs Zimmer waren vermietet. Eines davon bewohnte zur Zeit der noch verhältnismässig junge, der Wirt schätzte ihn auf Ende zwanzig, stattliche Mann, der am Tresen sass und sein drittes Bier trank. Er hatte schulterlanges, schwarzes Haar und so blaue Augen, dass er damit wahrscheinlich jedes Mädchen überreden konnte für wenigstens eine Nacht mit auf sein Ziummer zu kommen. Er mass ungefähr secheinhalb Fuss und war kräftig gebaut, allerdings nicht so sehr, dass man ihn als dick bezeichnen konnte. Er trug ein normales, weisses Hemd, das man zuknöpfen konnte, aber angesichts der sommerlichen Temperaturen zog er vor, es offen zu tragen. Weiter hinten sass noch ein junger Kerl mit seinem Mädchen am Tresen. Ihnen schienen die Unterhaltungsthemen ausgegangenzu sein, denn aus dem, anfänglich angeregtem, Geplapper war inzwischen eine peinliche Stille entstanden. Vielleicht hatten sie sich aber auch einfach nicht viel zu sagen. Am ersten Tisch neben der Tür sassen ein Elf, ein Zwerg und die Kellnerin mit einem zwielichtigem Kerl aus dem Süden, jedenfalls behauptete er dies, beim lautlosen Kartenspiel. Zwerge waren für den Wirt weder unbekannte, noch unwillkommene Gäste. Die Meisten kamen aus der Bergmine, die nicht weit entfernt war, wenn sie Feierabend hatten. Dieser kam zwar nicht aus der Mine, aber das war dem Wirt völlig gleich, solang wie er genauso gerne trank, wie die anderen Vertreter seiner Rasse. Und das tat er. Mittlerweile war er bei seinem zwölften Bier angekommen und sein Durst schien genauso wenig zu erlöschen wie seine finanziellen Möglichkeiten. Den Elfen konnte er da bereits weniger leiden. Dieser blonde, langhaarige Geselle, mit den spitzen Ohren, bestellte, wenn er überhaupt etwas wollte, höchstens ein Glas Leitungswasser. Damit trieb er sich nicht in den Ruin und den Wirt fast in den Wahnsinn. Wenigstens bewohnte er, wie auch der Zwerg, ein Zimmer. Als der Zwerg bei der Tochter des Wirtes sein dreizehntes Bier bestellte, hätte der Wirt den Elfen fast zugebrüllt, dass er auch mal etwas bestellen könnte und dass eine Kneipe kein Wartezimmer sei, er hielt sich aber zurück. Immerhin ist der Kunde bekanntlich König. Es war bestimmt nur die Hitze, die ihn so reizbar machte. Die Hitze und diese stille Langeweile. " He, Ihr da, wartet! " Aloris drehte sich langsam um. Waren diese atemlosen Rufe vielleicht für ihn bestimmt? Laut keuchend kam der Mann dem Magier entgegen gelaufen. Bereits seit zehn Minuten hatte er erfolglos versucht dessen Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Jetzt war er erleichtert, dass der Mann sich endlich entschlossen hatte anzuhalten. Als er den Magier erreichte, und vor ihm stehen blieb, brannten seine Lungen und innerlich verfluchte er den, dem er gegenüberstand. Hoffentlich wurde er wenigstens gut dafür bezahlt, dass er ihm das überreichte, was er übergeben sollte. " Hier, nehmt. Mein Herr gab mir dies etwa fünf Minunten nachdem Ihr uns verlassen hattet. " , brachte er unter heftigem Schnauben hervor. Im selben Augenblick hielt er dem Magier eine Schriftrolle entgegen. Dieser nahm sie und steckte sie unter seinen Mantel. " Habt Ihr sie bereits gelesen? Könnt Ihr mir sagen, was darin steht? Nur damit ich weiss, ob es sich lohnt, meine Reise für diese Nachricht zu unterbrechen. " , fragend sah er den Boten an. " Nein, ich habe sie nicht gelesen. " , erwiderte die 18. Die Zeit danach.Doch kurz nach meiner Ausbildung lernte ich andere Menschen kennen. Unter anderem auch Uschi, Christel, Vera, Christine, usw. Dies war nicht weiter schlimm für mich, konnte damit leben, und war nicht mal eine Belastung. Doch gewisse Kerle hatten einen mächtigen Einfluss auf mich. Sie waren meist älter als ich, fuhren fette Autos, warfen mit viel Geld um sich und taten alles um gesellschaftlich wichtig zu erscheinen. Es waren windige Vertretertypen, Drücker, korrupte Makler, Angeber, rücksichtslose Banditen und Wirtschaftskriminelle. Sie lebten fast alle auf Pump, logen von A-Z, übertrumpften sich gegenseitig mit Sprüchen und Statussymbolen. Sie sprachen von Millionen und hatten meistens keinen Cent auf der Naht. Es war mir Anfangs nicht möglich dort mitzuhalten oder mich in irgendeiner Form mit diesen Leuten zu messen. Um „dabei sein“ zu können, verschuldete ich mich enorm. Während dieser Zeit lebte ich zeitweise in einer Wohngemeinschaft. Der Hauptvertragsnehmer war Wolfgang K. Wolfgang war ein zwanghafter Kleptomane der Sonderklasse, hatte einen Citoen DS aber keinen Führerschein. Für gutes Geld und absolute Mietfreiheit wurde ich sein Fahrer während seiner seiner Diebestouren. Wolfgang stahl auf Bestellung alles mögliche, auch Autos, verkaufte die Sachen in Kneipen und machte in meiner Begleitung auch Hausbesuche bei den Reichen der Stadt. Ein altes Sprichwort besagt: „ Der Hehler ist schlimmer ist als der Stehler “. Also war ich damals auch nicht besser als Wolfgang. * * * * * Vor einer Eisdiele an der Alten Wöhr Nr.13 stoppte ich den Wagen und stieg trotz des starken Regens aus.. Ich betrat den leeren Laden, bestellte einen großen Erdbeerbecher und der Inhaber, ein kleines schmächtiges, braungebranntes Männchen, fragte mich: „Na klar, sehr gerne“, war meine spontane Antwort. Er servierte etwas zitternd den Eisbecher, brachte noch zwei Tassen Kaffee mit, und meinte: “Der Kaffee geht heute aufs Haus“, setzte sich zu mir und zündete sich eine Zigarette an. Er meinte: „Ich bin der Eis-Max und du kannst Max zu mir sagen.“ Und ich meinte: „Wenn das wirklich so ist Max, bin ich der Albert und du kannst Albert zu mir sagen“. Wir mussten beide herzlich lachen ! Das Eis schmeckte wahnsinnig gut, die Früchte waren frisch, und die Sahne so locker wie eine Wolke. Wir unterhielten uns über belanglose Dinge bis er sich plötzlich darüber beschwerte, " … sein Eisfahrer wäre abgehauen" und er hätte dadurch einen enormen Umsatzrückgang. Weiter meinte er noch recht aufgebracht: „Dieses Schwein hat mich hier einfach sitzen lassen !“. „Der Eiswagen steht jetzt nur noch rum, kostet Geld, aber bringt kein Geld, so ein Mist aber auch !“ „Wir haben jetzt im Moment Schulferien, du machst dir keine Vorstellung, wie hoch mein Verlust ist !!“ Meine Frage war: „Was verdient denn so ein Eisfahrer bei Dir ?“ Max meinte: „ Kommt ganz darauf an, wenn er sich bewegt, dann ca. 200 – 250 DM netto am Tag… „ Ich rechnete schnell im Kopf hoch, legte dabei 20 Tage zugrunde und kam auf einen Betrag von 5000 DM im Monat. Dieses Gespräch fand wohlgemerkt 1972 statt und bei diesem Ergebnis, fiel mir fast der Löffel aus der Hand ! Ein Eisfahrer, ohne eine einschlägige Ausbildung, konnte also locker 5000 DM verdienen ?! „Nicht zu fassen dachte ich !“ Ich staunte nicht schlecht und vergaß fast das Eis weiter zu löffeln. „…Na ja“, fügte Max noch schnell hinzu, „… wenn er sich am Wochenende auch noch ein bisschen rühren würde käme er spielerisch auch auf satte 7500 DM netto, aber dazu haben diese Typen ja keine Lust.“ Ich war und bin heute noch ein absoluter Nichtraucher aber ich verspürte zu diesem Zeitpunkt eine noch nie da gewesene Lust mal eine richtige Zigarette zu rauchen… * Am Tag darauf stand ich um 7:00 Uhr früh morgens bei Max vor seiner Tür und ließ mir von ihm alles erklären. Der Eiswagen war bereits mit Eis voll gepackt, die Sahnemaschine war aufgefüllt und Max chauffierte den kleinen Eiswagen zum benachbarten Wochenmarkt wenige Strassen weiter, zum Hartzloh-Markt. Ich war erst sehr kurze Zeit in Hamburg, hatte eigentlich einen guten Beruf und dachte mir: „Hoffentlich sieht dich hier keiner“. Wir hatten uns am Tag zuvor darauf geeinigt, die Sache erst mal unverbindlich zu testen, um zu sehen was daraus werden könnte.. Max parkte den Wagen am Eingang des Marktes, zog das seitliche Schiebefenster der Verkaufs-Luke auf und erklärte mir folgendes: „Die Kinder werden jetzt gleich an diese Luke kommen, hier ist der Portionierer, hier sind die Löffel, dort stehen die Eiswaffeln und dort ... in diese kleine Kiste da, dort kannst du das Geld rein werfen.“ „Das hier ist die Schokolade, hier die Vanille und hier die Zitrone, hast du das kapiert ?“ „Gegen 13:00 bin ich wieder da, du machst das schon, viel Spaß“ rief er noch. Er sprang schnell und flink wie ein Wiesel hinten aus dem Wagen, knallte die beiden Hecktüren wieder zu und weg war er ! Es war punkt 8:00 Uhr, zum Antworten kam ich nicht mehr, er war weg und die ersten Kinder standen tatsächlich schon vor der Verkaufsluke am Eiswagen. Es kamen zunächst wenige Kinder, kleine Kinder, sie bestellten meist eine einzige Kugel Eis zum damaligen Kugelpreis von 30 Pfennige und ich dachte mir insgeheim: „Wie sollen denn bloß mit diesen kleinen Beträgen, mehrere hundert DM zustande kommen ?" Die kleinen Kinder waren kaum in der Lage das Geld nach oben zur Verkaufsluke zu reichen, also musste ich mich gelegentlich sehr weit nach draußen beugen um das Klimpergeld entgegen nehmen zu können. Nach wenigen Minuten kamen mehr und mehr Kinder, der Andrang wurde stetig größer und ich verlor recht bald die Übersicht. Kinder die Vanille bestellten, bekamen halb zerdrücke Waffeltüten mit triefender Schokolade in die Hand gedrückt … und umgekehrt. Es entwickelte sich nach und nach das reinste Chaos, das Eis lag auf dem Fußboden, die Sahne klebte von innen an den Fahrzeugscheiben und die Waffeln gingen Reihenweise zu Bruch. Ich war total mit Sahne verschmiert, der Schweiß rann mir vom Gesicht, die Finger waren verklebt und ich war völlig fertig. Es lag mehr Geld auf dem Fahrzeugboden, als in der Kasse. Die Kinder kreischten und fanden es sehr lustig, sie blieben am Fahrzeug stehen um mich zu beobachten. Ich verlor sichtlich die Kontrolle und ich dachte mir – „Was tust du hier überhaupt ?“ Im Gedanken war ich schon dabei eine höfliche Kündigung zu formulieren, doch so weit kam es gar nicht. Urplötzlich wurden die beiden Hecktüren des Fahrzeugs wieder aufgerissen, Max sprang in den Wagen, warf einen kurzen Blick in den fast leeren Verkaufstresen, schaute sich langsam um und meinte mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck: „ … Nicht schlecht ...“ Ich wollte die inzwischen auswendig gelernte Kündigung aussprechen, doch Max unterbrach mich, zeigte mit dem Finger zum Beifahrersitz und meinte: „So mien Jung – jetzt setz dich erst mal ruhig hin“. Ich setzte mich wie befohlen auf den Beifahrersitz, wischte mir mit einem Handtuch den Schweiß vom Gesicht und war richtig platt. Max zählte während dessen schon das Geld, sammelte schnell und hektisch die Münzen ein, baute mit den Münzen kleine Türmchen und sortierte die kleinen Scheine. Ich sah nicht hin, interessierte mich auch nicht dafür und war sehr fest entschlossen wieder zu verschwinden und mich nach einer anderen Tätigkeit umzusehen. Max murmelte unaufhörlich vor sich hin, zählte hektisch, rauchte dabei, legte mir anschließend ein kleines Bündel Scheine auf den Schoß und meinte: „ Das hast du dir soeben verdient“. Es war 13:00 Uhr und es waren über 200 DM in weniger als 5 Stunden. Max fügte noch hinzu: „Und wenn du jetzt noch Lust hast, kannst du die Tour abfahren, ich zeig dir mal wie das geht !“ Meine Antwort wartete er erst gar nicht erst ab... Max startete den Motor, fuhr los und stoppte den Wagen wenige hundert Meter weiter gleich um die Ecke auf das Betriebsgelände der Firma Heidenreich & Harbeck. Schon kamen die ersten Kunden an das Fahrzeug heran. Max riss wieder spontan die Luke auf stellte sich selbst an den Tresen und bediente die Arbeiter und Angestellten dieser Firma. Die Handwerker kauften fast ausschließlich große Becher mit mehreren Kugeln, Früchten und Sahne. Ohne mich zu fragen präsentierte er mich als seinen neuen Eisfahrer: „… Das ist übrigens der Albert, das ist euer neuer !!“ Was soll ich jetzt noch hinzufügen ? Ich wurde ein Eisfahrer bei Max Wulf. Zwei volle Saison bin ich gefahren von April bis Ende Oktober, bei Wind und Wetter, und es hat sehr viel Spaß gemacht mit Max. Reicht es Ihnen jetzt oder möchten Sie noch ein wenig weiter lesen ? OK, was soll’s, einen habe ich noch für Sie.. * So ganz sicher bin ich mir nicht, aber es war Anfang Mai im Jahr 1976, als ich während der Fahrt im Radio die Nachricht vernahm, dass ein guter Bekannter von mir, Michael Gartenschläger (siehe dazu auch: Wikepedia.de) an der ehemaligen Staatsgrenze der DDR, erschossen wurde ! Ich dachte ich hör nicht richtig !! Michael Gartenschläger betrieb in der damaligen Kampchaussee Nr.50, in Hamburg-Bergedorf eine freie Tankstelle. Als sein Kunde lernten wir uns kennen und daraus entwickelte sich ein Vertrauensverhältnis. Wir trafen uns fast täglich tranken Kaffee zusammen und machten kleine Geschäfte. Die Tankstelle war ein heruntergekommenes weis gestrichenes Gebäude. Und er der Michael sah in seinem grauen Nadelstreifenanzug auch nicht aus wie ein Tankwart. Michael und ich dealten mit gebrauchten VW-Motoren, Tuningteile und Hi-Fi–Anlagen und Dinge die nicht an jeder Straßenecke erhältlich waren. Sein Name ging durch die Presse weil er kurz zuvor einen Selbstschussautomaten an der innerdeutschen Grenze abmontiert hatte. Er verkaufte diesen Automaten an einen Hamburger Verlag, die damit eine gute Story veröffentlichen konnte. Ungefähr eine Woche vor seiner Erschießung trat Michael an mich heran mit der Bitte für ihn einen kleinen Minispion zu besorgen, eine richtige Abhörwanze wollte er haben weil er einen Verdacht gegen eine ganz bestimmte Person hatte. Alles weitere interessierte mich nicht und ich nahm den Auftrag an. Michael hatte also ein gewaltiges Problem und ich besorgte ihn die Lösung … Einen Abhörspion konnte ich zwar nicht selbst bauen, hatte aber einen guten Bekannten der dazu in der Lage war. Dieser Bekannte war Radio und Fernsehtechniker und aus gutem Grund wenig später für immer untergetaucht… Dieser Bekannte, wiederum installierte dieses Teil in ein Kofferradio, und ich händigte dieses Radio an Michael Gartenschläger aus. Es hat dem armen Michael leider nichts genützt. * * 19.20.Herrmann. Eine Geschichte über die wundersame Wandlung eines Katers. Meine Freundin wohnt seit Langem in einem Mehrfamilienhaus. Sie ist schon eine ältere Dame die leider seit vielen Jahren an Asthma leidet und deshalb auch immer einen gehörigen Abstand zu meinen Katzen hält. Vor einigen Jahren zog eine Familie mit zwei Kindern und Katze in das Haus meiner Freundin. Die Katze war ein hübsches grau- weiß gestreiftes Tier, Namens Herrmann. Die neue Mieterin ging zur Arbeit, die Kinder in de Schule und Herrmann verbrachte seine Zeit vor dem Haus. Wenn er lange genug herum gestöbert war, schlüpfte er, bei passender Gelegenheit in den Hausflur. Er wartete dort auf seine Familie, aber nicht vor der eigenen Wohnungstür, sondern eine Etage tiefer, auf dem Abtreter meiner Freundin. Diese war darüber schon verwundert, da sie ja aus gesundheitlichen Gründen auch hier auf Abstand achtete und das Tier auch nicht streichelte. Sie erzählte mir oft von Herrmann, da ich ja eine Katzenfreundin bin und irgendwie tat ihr der Kater auch leid. Manchmal blieb er auch eingesperrt in der Wohnung und wartete am Fenster auf seine Leute. Dann kam meine Freundin mit einer riesigen Neuigkeit. Was denkst du ist bei uns passiert, fragte sie ganz außer sich. Nee, was? Erzähl, sagte ich. Du wirst es nicht glauben, Herrmann ist Mutter geworden! Ich musste laut lachen. Zwar hatte ich Herrmann auch schon gesehen, aber auf seine Geschlechtlichkeit hatte ich wahrlich nicht geachtet. Er war zwar recht zierlich für einen Kater, aber mein erster Pitti war auch ein bisschen mickerich, weil er als junges Katerchen sehr krank war. Nun war also Herrmann eine Katze. Ein kleiner Kater fand ein Zuhause bei einem Mieter im Haus, die andern nahm die Frau mit auf ihre Arbeitstelle, wo sie wohl Abnehmer hatte. Zu der Zeit war ich noch nicht mit den Tierschützern befreundet, die später Zweifel an dem legalen Verbleib der restlichen Kätzchen hatten. Die Frau verlor einige Zeit später ihre Arbeit und machte sich bei einem Junggesellen nützlich, wo sie dann auch oft wohnte und Herrmann dann auf die Gnade der anderen Mieter angewiesen war. Meine Freundin zog dann um, das Haus wurde leergezogen. Es sollte abgerissen werden. Also zogen auch die anderen Mieter nach und nach aus. Meine Freundin zog, zum Glück für Herrmann, nur über die Strasse. Der junge Mann, mit Herrmann`s Jungen, zog eine Strasse weiter, so dass ein Kontakt geblieben ist. Herrmann`s Familie zog in das Haus des Junggesellen, in einem andern Stadtteil, aber Herrmann blieb weiterhin auf der Strasse. Hatte man ihn vergessen, oder war es Absicht? Da gab es eine neue Katastrophe. Bei räumen des Kellers hörte ein Mieter ein Wimmern. Er fand ein junges Kätzchen im Keller und machte zum Glück, gleich die ganze Nachbarschaft rebellisch.Man entdeckte dann unter einem großen Wacholderbusch, Herrmann mit weiteren Jungen.Wahrscheinlich hat er die Jungen im Keller zur Welt gebracht und sie dann ins Freie getragen. Das letzte konnte er wohl nicht mehr holen, weil die Türe geschlossen war. Jetzt alarmierte meine Freundin mich umgehend. Sie wusste ja, das ich inzwischen mit den Tierschützern Kontakt hatte. Da es bereits November war und die Nächte schon sehr kalt, hatten wir Angst um die kleinen Kätzchen. Meine Tierschützerin rückte sofort mit allem erdenklich Nötigem an und wir suchten Herrmann. Er, oder besser sie, war verhältnismäßig zutraulich und wir erlebten wieder eine Überraschung, denn die Tierschützer hatten die Katze als Findling, Susi, an eine Nachbarin der jetzigen Besitzerin vermittelt. Die war dann ausgezogen und Herrmann, so nannten die Söhne der Nachbarin ihn, blieb bei den Nachbarn. Susi, wie schon anfangs erwähnt, war sehr schön. Sie hatte eine ganz markante Zeichnung an den Flanken, wie zwei Schmetterlinge. Daran wurde sie sofort wieder erkann. Ich habe dann auf Fotos, die vom Tierschutz gemacht wurden, mich davon überzeugen können. Doch wie nun an die Kleinen rankommen. Susi lockte sie stets unter den Busch und da waren wir Menschen machtlos. Wir hatten einige Mieter aus dem Haus gewinnen können sich um die Tiere zu kümmern und zu versuchen sie handzahm zu machen. Wir gingen außerdem mit vier Frauen, abwechselnd hin und versuchten das Vertrauen aufzubauen. Unser größter Feind war das Wetter. Dann machten die Tierschützer den ersten Versuch, die Tiere mit der Falle zu fangen, aber es klappte nur mit einem, ein zweites ergriff die Flucht und die ganze Nachbarschaft war in heller Aufruhr. Wir bauten jetzt eine Unterkunft mit Heu und Stroh, damit die verbliebenen Kätzchen uns nicht erfroren und starteten dann eine Suchaktion nach dem entflohenen Kätzchen. Wir machten uns in der ganzen Nachbarschaft nicht nur Freunde, aber wir haben den Tierfreund gefunden, der sich des Kleinen angenommen hatte und es auch behalten wollte. Nach einer weitern Aktion konnten wir die restlichen Zwei aus dem Unterstand holen und hatten nun erst mal alle vier Jungen sicher. Gegen eine Spende, die wir gesammelt hatten, konnten wir die drei Waisen im Tierheim unter bringen. Das erste ging gerade in dem Augenblick mit seinem neuen Besitzer aus dem Tierheim, als wir die beiden letzten brachten. Was nun mit Herrmann, alias Susi? Sie musste ja nun erst mal kastriert werden, damit sie nicht gleich wieder Mutter wurde, denn ein stattlicher Kater lauerte schon ständig um sie herum. Wir hofften nur, es ist nicht schon passiert. Susi lies sich zum Glück leicht fangen und wir nahmen sie mit nach Hause. Unsere Tierschützerin nahm sie in ihre Wohnung, sie hatte vor einiger Zeit ihren alten Kater verloren und ich gab ihr den Rat, Susi an dessen Stelle zu behalten. Sie hatte aber noch ihre Katze Minni, da mussten wir sehr vorsichtig ran gehen. Ein Tierschützer hat ja meist ohne hin die Problemfälle zu hause, und Minni war so ein Problemfall. Sie saß, wenn eine neue Katze ins Haus kam, was ja nicht so selten war, oben auf der Schrankwand. Es musste ihr sogar das Futter hochgestellt werden. Wir fürchteten ihren Protest. Aber er hielt sich in Grenzen. Nun befürchteten wir, das Susi nicht mit der Wohnungshaltung klar kam, aber auch das zeigte sich ohne Probleme. Sie hielt sich so weit wie möglich von der Tür entfernt, als hätte sie Angst, rausgeworfen zu werden. Nach der Kastration und einer ärztlichen Untersuchung, wurde Susi in den Familienverband der Tierschützerin aufgenommen, wo sie bis heute noch ist. Ich habe sie gelegentlich besucht und sie machte einen so glücklichen und zufriedenen Eindruck. So klingt die Verwandlung vom verstoßenen Herrmann in die geliebte Susi fast wie ein Märchen. Dank tierlieber Menschen mit Herz ist die Sache so gut geendet. Die Vorbesitzerin haben wir auch ausfindig gemacht und ihr eine Spende für den Tierschutz auferlegt. Sie konnte unserm freundlichen moralischen Druck nicht widerstehen. ( (C)-2003E.Hoppe)  %3 21. Heute Morgen ist ein wunderschöner Herbstag. Der Himmel hat ein kräftiges hellblau und obwohl es recht kühl ist, fühlt sich die Sonne angenehm auf meiner Wolle an. Wie jeden Morgen sitzt unser Schäfer an der alten Eiche und liest seine Zeitung. Wilpert steht grasfressend daneben und wartet darauf, dass der alte Mann endlich einschläft. Als es so weit war, nimmt Wilpert die Zeitung mit seinen Zähnen und geht dann mitten auf die Weide. Das zerzauste Schaf mit der Brille ist stolz, die Schrift der Menschen lesen zu können und es hat ja auch so seine Vorteile, meistens jedenfalls. Wilpert legt die Zeitung vor sich ab und alle anderen Schafe versammeln sich neugierig drumherum. „Wetter“ liest das Schaf vor. „Heute heiter und wolkenlos, Temperatur bis 15°C“ Wilpert schaut auf: „Wieso ist das Wetter heute lustig?“, fragt er. „Das brauchst Du garnicht vorzulesen!“, sage ich. „Wir sehen doch selbst, dass die Sonne scheint. „Lies doch mal das Horoskop!“, bittet Eduard, der dieses Thema am Sinnvollsten hält. Wilpert senkt wieder seinen Kopf: „Widder: Sie sprühen nur so vor Ideen – Sie müssen sie nur noch in die Tat umsetzen!“ - „Na endlich stimmt mir mal jemand zu!“, meldet sich Carlo zu Wort. „Hier sieht es nach Essen aus!“, stellt der Leithammel fest, als er ein Foto sieht, auf dem Weintrauben abgebildet sind. „Lies das doch mal!“ „Ab Montag findet wieder die Weinernte statt.“, liest Wilpert vor. „Es werden noch freiwillige Helfer gesucht, damit am Samstag das alljährliche Winzerfest stattfinden kann.“. Carlo ist begeistert: „Lasst uns dahingehen, bevor wir keine Trauben mehr abbekommen!“ „Wie wollen wir das machen?“, fragt Jeronimo. „Wir kommen doch nicht über den Zaun und ich will mir nicht das Fell ruinieren!“ „Ist doch ganz einfach.“, stellt Carlo fest. „Wir brauchen nur drüber zu springen!“ Kaum zu Ende gesprochen, nimmt das wilde Schaf Anlauf, macht einen Satz in die Höhe, trifft den Zaunpfahl und landet unsanft im Gras. Wir alle wenden nun unseren Blick dem Pfosten zu, der langsam zu kippen anfängt. Völlig verwirrt schaut nun auch Carlo hin und muss zusehen, wie der Pfosten mit einem Krachen auf den Boden fällt. Dieser zieht nun den Anfang vom Zaun hinterher, auch der kippt und reißt den nächsten Pfosten mit und dieser wiederum den nächsten Zaun. Die ganze Herde guckt hinterher, drehet sich mit, bis ringsherum alle Zäune umgekippt sind. Es ist kurz ganz still. Als uns klar wird, was diese Situation bedeutet, rennen wir alle los, um zum Weinberg zu gelangen. Bruno, unser Wachhund, hebt seinen Kopf, überlegt kurz, schaut zum Schäfer rüber, der immernoch schläft. Dann legt er seinen Kopf wieder auf die Vorderpfoten, schließt seine Augen und genießt nocheinmal die Herbstsonne, die so warm auf sein Fell scheint. Auf dem Weinberg angekommen, bleiben wir erstaunt stehen. Vor uns erstreckt sich eine riesige Berglandschaft, mit so vielen Weintrauben, wie wir noch nie gesehen hatten. „Wie wollen wir das alles schaffen?“, fragt Wilpert. „Dummkopf!“, stellt Carlo fest. „Was wir nicht schaffen nehmen wir einfach mit.“ „Dann lasst uns mal reinhauen!“, gibt Carlo zu Wort. Dies ist der Startschuss für uns und wir stürzen uns auf die Reben, als wären wir total ausgehungert. Irgendwann sind wir so vollgefressen, dass sich unsere Bäuche wölben und wir uns kaum noch bewegen können. In diesem Zustand sind wir zu nichts mehr in der Lage und legen uns nieder. Nach einer Weile meldet sich Hubert zu Wort: „Wir müssen zurück!“, stellt er fest. „Die Nächte zu dieser Jahreszeit sind sehr kalt. Wenn wir hier bleiben, dann geht die Wärme in unsere Körpermitte, um das Herz und die anderen wichtigen Organe zu schützen. Unsere Beine werden auskühlen, die Folge wäre...“ „Das reicht!“, unterbricht ihn Eduard. „Ich glaube er meint, dass wir lieber wieder in den warmen Stall gehen sollen.“, wendet er sich den anderen Schafen zu. „Wir müssen noch etwas mitnehmen!“, sagt Carlo. „Wenn die Menschen ersteinmal hierherkommen, dann lassen sie uns nichts mehr übrig!“ Lustlos, aber einsichtig nimmt sich nun jeder eine Rebe und trägt sie langsam n 22.in Weihnachten am Palmenstrand! Weihnachten am Palmenstrand? Nein, danke! Das wär nichts für mich. Ich wünsch mir tief verschneit das Land. Ich wünsch mir weiße Mützen auf denBäumen, möchte davon täumen, dass leis´ der Schnee vom Himmel fällt und dass er unsre laute Welt in Stille hüllt und Frieden! Weihnachten in fernem Land? Mich suhlen dort in heißem Sand bei ca. vierzig, fünzig Grad? Nein, danke! Das wär nichts für mich. Das kann mich nicht verlocken. Ich wünsch mir eine Schlittenfahrt mit silberhellen Pferdeglocken. Wünsche mir zur Weihnachtsnacht kalte, weiße Winterpracht, die sanft das müde Land bedeckt, wenn die Natur zur Ruh sich legt und schlafen will in Frieden! Weihnaht an südlichen Gestaden? Im warmen Meer zu tauchen un 23.Sicher kennst du schon das große Elfenreich, in dem Golhora die Herrscherin ist. Achthundertsiebenundzwanzig Elfen mit verschiedenen Fähigkeiten wohnen und arbeiten dort. Eine davon ist Soria, eine Elfe von sieben Jahren, mit blondem langem Haar. Sie kann Tiere verstehen und mit ihnen sprechen. Die Morgendämmerung war hereingebrochen und wie jeden Tag verteilte Golhora an die vielen Elfen jene Aufgaben, die sie heute erledigen mussten, um Gutes zu tun und anderen Lebewesen zu helfen. Viele der Elfen kümmerten sich um hilfesuchende Menschen im Menschenreich. Andere - wie Soria - reisten jeden Tag aufs Neue ins riesige Tierreich, um dort ihr Werk zu verrichten und traurige Tiere glücklich zu machen. "Soria, du fliegst heute bitte ins Katzenland", sagte Golhora mit sanfter Stimme. "Wir haben von dort einen Hilferuf erhalten. Eine Kätzin hat vor wenigen Tagen zehn Junge bekommen und seit gestern ist eines der Kätzchen verschwunden". Soria hatte verstanden. Sie machte sich umgehend auf den Weg und flog - so schnell sie mit ihren kleinen Flügeln konnte - davon, über die hohen Berge und die saftigen Wiesen, über Wälder und Auen hinweg, bis sie schließlich das Katzenland am hellen Tage erreichte. Am Rande eines großen Feldes, im Gestrüpp eines dichten Buschs, fand Soria die Wohnstätte der traurigen Kätzin mit ihren Jungen. Die rotgetigerte Katzenmama lag seitlich am Boden und schnurrte. Du weißt ja, dass 24.Sicher kennst du schon das große Elfenreich, in dem Golhora die Herrscherin ist. Achthundertsiebenundzwanzig Elfen mit verschiedenen Fähigkeiten wohnen und arbeiten dort. Eine davon ist Soria, eine Elfe von sieben Jahren, mit blondem langem Haar. Sie kann Tiere verstehen und mit ihnen sprechen. Die Morgendämmerung war hereingebrochen und wie jeden Tag verteilte Golhora an die vielen Elfen jene Aufgaben, die sie heute erledigen mussten, um Gutes zu tun und anderen Lebewesen zu helfen. Viele der Elfen kümmerten sich um hilfesuchende Menschen im Menschenreich. Andere - wie Soria - reisten jeden Tag aufs Neue ins riesige Tierreich, um dort ihr Werk zu verrichten und traurige Tiere glücklich zu machen. "Soria, du fliegst heute bitte ins Katzenland", sagte Golhora mit sanfter Stimme. "Wir haben von dort einen Hilferuf erhalten. Eine Kätzin hat vor wenigen Tagen zehn Junge bekommen und seit gestern ist eines der Kätzchen verschwunden". Soria hatte verstanden. Sie machte sich umgehend auf den Weg und flog - so schnell sie mit ihren kleinen Flügeln konnte - davon, über die hohen Berge und die saftigen Wiesen, über Wälder und Auen hinweg, bis sie schließlich das Katzenland am hellen Tage erreichte. Am Rande eines großen Feldes, im Gestrüpp eines dichten Buschs, fand Soria die Wohnstätte der traurigen Kätzin mit ihren Jungen. Die rotgetigerte Katzenmama lag seitlich am Boden und schnurrte. Du weißt ja, dass 25.Sicher kennst du schon das große Elfenreich, in dem Golhora die Herrscherin ist. Achthundertsiebenundzwanzig Elfen mit verschiedenen Fähigkeiten wohnen und arbeiten dort. Eine davon ist Soria, eine Elfe von sieben Jahren, mit blondem langem Haar. Sie kann Tiere verstehen und mit ihnen sprechen. Die Morgendämmerung war hereingebrochen und wie jeden Tag verteilte Golhora an die vielen Elfen jene Aufgaben, die sie heute erledigen mussten, um Gutes zu tun und anderen Lebewesen zu helfen. Viele der Elfen kümmerten sich um hilfesuchende Menschen im Menschenreich. Andere - wie Soria - reisten jeden Tag aufs Neue ins riesige Tierreich, um dort ihr Werk zu verrichten und traurige Tiere glücklich zu machen. "Soria, du fliegst heute bitte ins Katzenland", sagte Golhora mit sanfter Stimme. "Wir haben von dort einen Hilferuf erhalten. Eine Kätzin hat vor wenigen Tagen zehn Junge bekommen und seit gestern ist eines der Kätzchen verschwunden". Soria hatte verstanden. Sie machte sich umgehend auf den Weg und flog - so schnell sie mit ihren kleinen Flügeln konnte - davon, über die hohen Berge und die saftigen Wiesen, über Wälder und Auen hinweg, bis sie schließlich das Katzenland am hellen Tage erreichte. Am Rande eines großen Feldes, im Gestrüpp eines dichten Buschs, fand Soria die Wohnstätte der traurigen Kätzin mit ihren Jungen. Die rotgetigerte Katzenmama lag seitlich am Boden und schnurrte. Du weißt ja, dass 26.Sicher kennst du schon das große Elfenreich, in dem Golhora die Herrscherin ist. Achthundertsiebenundzwanzig Elfen mit verschiedenen Fähigkeiten wohnen und arbeiten dort. Eine davon ist Soria, eine Elfe von sieben Jahren, mit blondem langem Haar. Sie kann Tiere verstehen und mit ihnen sprechen. Die Morgendämmerung war hereingebrochen und wie jeden Tag verteilte Golhora an die vielen Elfen jene Aufgaben, die sie heute erledigen mussten, um Gutes zu tun und anderen Lebewesen zu helfen. Viele der Elfen kümmerten sich um hilfesuchende Menschen im Menschenreich. Andere - wie Soria - reisten jeden Tag aufs Neue ins riesige Tierreich, um dort ihr Werk zu verrichten und traurige Tiere glücklich zu machen. "Soria, du fliegst heute bitte ins Katzenland", sagte Golhora mit sanfter Stimme. "Wir haben von dort einen Hilferuf erhalten. Eine Kätzin hat vor wenigen Tagen zehn Junge bekommen und seit gestern ist eines der Kätzchen verschwunden". Soria hatte verstanden. Sie machte sich umgehend auf den Weg und flog - so schnell sie mit ihren kleinen Flügeln konnte - davon, über die hohen Berge und die saftigen Wiesen, über Wälder und Auen hinweg, bis sie schließlich das Katzenland am hellen Tage erreichte. Am Rande eines großen Feldes, im Gestrüpp eines dichten Buschs, fand Soria die Wohnstätte der traurigen Kätzin mit ihren Jungen. Die rotgetigerte Katzenmama lag seitlich am Boden und schnurrte. Du weißt ja, dass 27.MEIN ZEITRAD Mein Zeitrad ist aus dem Gleichgewicht. Nach rückwärts drehen lässt sich ´s leicht. Unendlich viel Erinnerung es auf dieser Spur erreicht. Kindheit, Jugend, Freud und Leid, alles kann ich sehn. Lachen, Weinen, Werden, Wachsen in meiner Seele auferstehn. Und immer lässt sich ´s weiterdrehn zu Stunden voll von süßem Glück. Komm ich zum Ausgangspukt zurück, so macht ´s im Rädchen einen Klick, rastet in der Jetztzeit ein für einen kurzen Augenblick. Möcht gerne in die Zukunft sehn, möcht noch hoffen, planen, doch nach vor, selbst 28.Sehnsucht nach der Liebe! Potsdam Dezember 2008 Vorwort Seit Ewigkeiten suche ich nach einer Form, euch zu erzählen, wie weit ich gegangen bin, aus der Sehnsucht nach Liebe.Im Jahre 1992 begann für mich ein neues Leben. Während einer Umschulung wurde mir schwindlig und später konnte ich mich nicht mehr auf den Beinen halten, weil mein Beine zitterten. Ein langer holpriger Krankheitsweg begann für mich. Eingesperrt in meinem Körper, kann ich alles fühlen aber nicht mehr alles mit ihm machen. So vieles probierte ich aus, in Abhängigkeit von meinem immer kranker werdenden Körper. Mein Glück war es, dass meine inneren Stimmen, mein Bauchgefühl, schon Jahre vorher mir sagte, was mich erwarten wird. Ärzte und Psychologen waren der Meinung, ich würde wieder gesunden. Immer wieder begegnete ich Menschen, die mir kluge Ratschläge gaben und meinten mich zu kennen. Mein Körper lehrte mich, mit dieser psychosomatischen Erkrankung umzugehen. Er zeigte mir einen Weg, den ich gehen kann. Vielen Dingen gehe ich jetzt aus dem Wege und setze sie für mich günstiger ein. Sehr viele Ängste legte ich ab. Angst habe ich nur noch vor den Reaktionen meines Körpers. Lieber bin ich alleine, als mich ständig von anderen verletzen zu lassen.An meiner Seite befindet sich kein Partner und keine beste Freundin. Mein Leben ist bestückt, mit vielen liebevollen verständnisvollen einzigartigen Menschen, die mir ohne meine Erkrankung nicht begegnet wären. Mein Wunsch, meine Söhne bis zu ihrem zwanzigsten Lebensjahr begleiten zu können, erfüllte sich. Nach Jahren des Gebens, begleitet durch Hilfen vom Jugendamt, bekomme ich jetzt Hilfe von Ihnen.Durch meine Erkrankung habe ich die Möglichkeit bekommen, sehr viel Zeit mit meinen Söhnen zu verbringen, welches sich positiv auf ihrer Entwicklung auswirkte. Voller Stolz, vergesse ich schnell meine Alltagssorgen, wenn ich sie um mich habe oder nur an sie denke. Ohne meine Erkrankung würde mein Leben nur aus Arbeiten bestehen und anderen zu helfen. Meine Familie nehme mich voll in Anspruch. Für mich wäre nur wenig Zeit. So ist meine Erkrankung zu meinem Schatz geworden, den ich auch liebe. Mir wurde bewusst, was wirklich wichtig ist im Leben. Mit einem klaren Blick, beobachte ich diese Gesunden, dieses moderne Leben. Stelle dabei fest, sie haben nur andere Farben in ihrem Leben. So anders sind unsere Leben gar nicht. Noch immer sieht man mir nicht meine Erkrankung an. Nur mein Mobil, weist darauf hin. Neugierig und voller Bewunderung ist man entsetzt darüber, dass ich so krank bin. Sehr gerne hilft man mir. Mir wäre lieber, nicht sofort der Mittelpunkt zu sein. Ohne Deckung, mich völlig nackt fühlend, übergießen mich ihre endlosen Krankengeschichten, die sie mir erzählen.Ein Buch, welches ich las, über ein Mädchen welches an Krebs erkrankt und später stirbt, veränderte mich sehr. Nach ihrem Tod wurden ihre Tagebucheinträge zu einem Buch zusammengefasst[T1] . Auch nach ihren Ableben gibt es noch ihre Homepage und eine Gedenkseite. So viel Anteilnahme berührte mich tief. Das erste Mal in meinem Leben, erlebte ich, wie es ist, während der Erkrankung von lieben Menschen begleitet zu werden. Umsorgt zu werden und den tiefen Schmerz des anderen zu spüren, belastet sehr. Diese Geschichte gibt mir die Kraft, weiter zu leben bis zum letzten Atemzug. Mein Anschied vom Leben nimmt längere Zeit in Anspruch. Dem Mädchen blieb nicht viel Zeit zum verabschieden. Wenn ich wählen müsste, so nehme ich lieber meinen längeren Abschied vom Leben. Sie schrieb: “Ich will nicht, dass ihr weint und um mich trauert, sondern mit einem Glas Sekt darauf anstoßt, dass ich nun endlich alles überstanden habe und keine Schmerzen mehr ertragen muss. Denkt nur daran, dass es mir gut geht, und vergesst das Trauern.“Mich lehrte das Leben, trauern ist sehr wichtig, um den Tod zu verarbeiten und sich wieder dem Leben öffnen zu können.Auch ich sehne mich nach Erlösung. Nehme aber tapfer dieses Leben an und schließe in mir neue Türen auf, die in mir diese große Sehnsucht nach der Liebe, ausgleichen lassen.Meine Weißheit und Offenheit ist zu meinem größten Schatz geworden. Mit meinem ruhigen liebevollen verständnisvollen Aufretten erreiche ich schnell das Herz der Menschen.Meinen Söhnen möchte ich, Geschichten aus meinem Leben hinterlassen!Meine eigene Scham lege ich jetzt ab und öffne mich euren Herzen! Während des Lesens,[T2] möchte ich euch darum bitten, sich nur auf mich zu konzentrieren!Nur ich bin wichtig! Es ist nicht meine Aufgabe anzuklagen und zu verurteilen! Mir geht es darum, all das hinter mir zu lassen. Diesen Weg musste ich gehen, um mich verändern zu können.[T3] Es gibt nicht nur sexuellen oder psychischen Missbrauch, nein, es ist auch Missbrauch, was mein erkrankter Körper mir zufügt. Missbrauch ist es auch, wenn man als Kranke nicht das bekommt, was man benötigt. Verständnis, Ehrlichkeit und Zeit für mich, das sind meine Wünsche an mein Leben! Meine Geschichte umschreibe ich mit der Sehnsucht nach der Liebe. Denn, das war der Grund, warum ich in diese Geschichten reingeraten bin. Mit Hilfe dieser Geschichten, ist es mir jetzt möglich, mich nicht mehr selber zu missbrauchen.[T4] Meine Sehnsucht nach Liebe in anderen Lebensfarben auszugleichen. Näschen Im Mai des Jahres 2002 lernten wir uns in dem von uns beiden gewählten Nicolefanclub kennen. Sie suchte in dem vom Nicolefanclub monatlich verschickten Fanclubheft, nach Fans die gerne zu ihr Briefkontakt aufnehmen möchten. Auf ihre Anzeige sendete ich ihr eine Antwort. Ein liebevoller Brief kam als Antwort. Diesen liebevollen Brief sortierte ich versehentlich aus, als keine Post mehr von ihr kam.[T5] . Im darauffolgenden Oktober erreichte mich wieder ein Brief. Meine Brieffreundin, wurde zu meinem Sorgenkind, denn sie klagte über ihr so schlechtes Leben, in dem ihr nichts gelingt. Ihre Konzentriertheit nur auf sich, gefielen mir auf Dauer nicht. Mit meinen Texten und Gedichten, versuchte ich Interesse für mich in ihr zu wecken und ihr Herz aufzutauen. Sie wurde zugänglicher und bat mich, meine Stimme über Telefon hören zu dürfen.Während ihre Eltern und ihre Schwestern im Urlaub waren, nutzten wir die Gelegenheit, ungestört, stundenlangen telefonischen Kontakt aufzunehmen. Es waren magische, wundersame Momente, in denen wir uns in unsere Stimmen verliebten, so dass sie mir heute noch in freudiger Erinnerung sind. Mit der Zeit wuchs in uns der Wunsch, uns festzuhalten. Nur zu telefonieren wurde uns zu wenig. Näschen wollte mich spontan, an ihren arbeitsfreien Tagen besuchen. In einem Brief schrieb meine Freundin das erste Mal, dass sie mich lieb hat. Noch nie zuvor, sagte mir jemand in meinem Leben, dass er mich lieb hat. Schnell gewöhnte ich mich an diese drei Worte und in mir begann ein wunderschönes Liebesgefühl zu schlagen.Näschen absolvierte gerade ihre Ausbildung und lebte in einer betreuten Wohngemeinschaft. Unbeobachtet, weit weg von ihren Eltern, konnten sie, ihr nicht alles verbieten und sie auch weniger beeinflussen. Dadurch lernten wir uns still und heimlich, mich vor ihnen versteckend, kennen und verbrachten viel Zeit miteinander am Telefon.Wegen meiner Erkrankung war ich sehr einsam geworden. Ich sehnte mich nach einem Menschen, der mich braucht und liebt. Einige Zeit, bevor ich das erste Mal mit Näschen telefonierte, spürte ich, das Gefühl, dass mir die Liebe begegnen würde. An Näschen mit der ich mich schrieb, dachte ich nicht. Einen Monat nach dem ersten telefonischen Kontakt besuchte mich meine Freundin. Sehnsüchtig erwartete ich sie an der Rolltreppe in der Bahnhofs- Empfangshalle. Nach geraumer Zeit, kam sie die Rolltreppe herunter gefahren. Es gefiel mir sehr, wie sie so bepackt mit einem Rucksack auf dem Rücken mir entgegen kam. In diesem Moment spielten zwei Jahrzehnte Altersunterschied, die uns trennten, keine Rolle mehr. Um uns herum alles vergessend, durchquerten wir erzählend, gemeinsam den langen Weg durch die Stadt bis zu mir nach Hause. Dort angekommen, machten wir es uns gemütlich auf dem Bett im Zimmer meines Sohnes und genossen die Zweisamkeit. Im Zimmer meines Sohnes waren wir ungestörter und sein Bett war breiter als meines. Auf dem Bett machten wir es uns gemütlich, weil es für mich auf Grund meiner Erkrankung einfacher war. Die wenigen Stunden, denn am nächsten Tag musste meine Freundin wieder fahren, gehörten nur uns. Mein rechter Arm der sich in Gips befand, behinderte mich ein wenig.Auch die Nacht verbrachten wir gemeinsam im Bett. Sie schlief tief und fest und ich fand neben ihr keinen Schlaf. Aus Angst, sie aufzuwecken, traute ich mich nicht, mich zu bewegen. Mein ganzer Körper arbeitete und meine Gedanken, Gefühle wirbelten durcheinander. War ich doch verurteilt durch meine Erkrankung ohne Liebe leben zu müssen. Im Jahre 1994 nahm sich meine damalige Freundin den Vater meiner Söhne, obwohl sie noch verheiratet war. Ich verlor an Wert für sie. Sie wollte besitzen was mir lieb war. So entfernte sie mich aus ihrem Leben und begrub mich in einem Lügenmeer voller Intrigen. Geplant war eine Trennung, in der mir der Vater unserer Söhne half unsere Kinder groß zu ziehen. Meiner damaligen Freundin gefiel es nicht, ihn mit uns teilen zu müssen. Nach einem Jahr des Kampfes, voller Intrigen, die meinen Söhnenschadeten, entschied ich zum Wohle meiner Kinder, jeden Kontakt abzubrechen. Ein ängstlicher Mensch war aus mir geworden, der die Nähe zu anderen Menschen nur schwer zuließ. Meine Erziehung und Umgebung tolerierte die Nähe zu einer Freundin nicht, diese wurde sogleich als lesbisch diskriminiert. Meine Eltern verfügten leider nicht über die Herzenswärme, mir Liebe und Geborgenheit zu geben.Im Verlaufe meines Lebens gingen viele Menschen, die es verstanden mir Liebe zu geben für immer aus meinem Leben fort.Meine Erkrankung sollte psychosomatisch sein, eine Wende- Erkrankung. Irgendwann schlief ich für ein paar Stunden ein.Meine Freundin schlief noch als ich erwachte. Sehnsüchtig erwartete ich, dass sie ihre Augen aufschlägt, um endlich mit ihr reden zu können. In mir war jede Müdigkeit ausgelöscht und einem wunderschönen sonnigen Gefühl gewichen. Gut ausgeruht freute sie sich bei mir zu sein. Nach einem gemütlichen Frühstückt vergingen die wenigen Stunden bis zu ihrer Abfahrt viel zu schnell. Den Abschiedsschmerz in uns spürend genossen wir den langen Weg durch die Stadt, den Park bis zum Bahnhof. In liebevoller Verbundenheit verabschiedeten wir uns und wollten uns bald Wiedersehen. Von Anfang an war mir bewusst, es würde nur für eine Insel der Liebe, ein paar Tage voller Wärme sein, wohnten wir doch zu weit voneinander entfernt. Menschen mit psychischen Einschränkungen waren mir noch nicht oft begegnet. Ich vertraute ihren Erzählungen über ihre Familie, den vielen Menschen, die sie diskriminierten. An die Liebe glaubend, genoss ich es, geliebt, gebraucht zu werden und helfen zu können. Gutgläubig, ließ ich mich auf sie ein! Nach der ersten Begegnung, fiel mir ein, meine Freundin mit einem Besuch zu ihrem Geburtstag zu überraschen. Mit dem Zug und dem Fahrrad, mein rechter Arm befand sich immer noch in Gibs, [T6] fuhr ich zu ihr. Erst, nachdem ich unterwegs war, teilte ich ihr mit, dass ich mich auf dem Weg zu ihr befand. Sie war überrascht und freute sich sehr auf mich. Nach acht Stunden Zugfahrt, erwartete sie mich auf dem Bahnsteig. Ihre Freude über meinen Besuch zurückhaltend begegnete sie mir wie eine Fremde. Um schneller zu ihr zu gelangen, setzte sie sich auf den Fahrradgepäckträger und wir fuhren durch die Stadt zu ihr nach Hause. Ihre Mutter erwartete [T7] mich in der Küche am Tisch sitzend. Um mich kennen zu lernen begann sie mit mir, eine lange Unterhaltung, in der sie mir ihr Leid klagte. Übertrieben freundlich begegnete sie mir. Eine Abneigung mir gegenüber spürte ich nicht. Nach überstandener Begutachtung durch die Mutter, gingen wir ins Zimmer meiner Freundin. Dort genossen wir unsere Zweisamkeit. Für mich war extra die Couch in ihrem Zimmer gemacht worden, damit ich darauf schlafe.Meine Freundin überredete mich, gemeinsam mit ihr in ihrem Bett zu schlafen. Meine Einwände, dass ihre Familie denken würde, wir wären lesbisch, schob sie beiseite. Für mich wäre es kein Problem gewesen, auf der Couch zu schlafen. Ihr zu Liebe legte ich mich neben sie. Ein enges Bett und ich mit Gipsarm rechts, wurden für mich zu einer Sardinendose. Sie schlief ruhig ein und ich genoss es, neben ihr zu liegen. Nachdem ihre Familie eingeschlafen war, wurden wir wach, gesteuert durch ein wunderschönes Gefühl in uns. Das erste Mal berührten wir unsere Körper. Danach schlief auch ich für kurze Zeit ein.Am nächsten Morgen sah ihre Schwester, dass wir zusammen im Bett schliefen. Eifersüchtig, verbreitete sie ihrer Familie, dass wir lesbisch wären, obwohl. sie uns im Nachtkleid im Bett liegend sah. Nach dem Aufstehen duschten wir getrennt voneinander im Keller. Frisch geduscht gingen wir danach in einem Raum, in dem sich ein großes Bett und eine Musikanlage befand. Das große Bett genießend, kuschelten wir eine Runde und ich fönte mit viel Leidenschaft die wunderschönen langen Haare meiner Freundin. Um keinen Ärger, mit der Familie zu bekommen, verließen wir den Kellerraum und gingen in ihr Zimmer. Dort cremte ich schnell ihren nackten Körper ein und der Anblick ihres nackten Körpers verzauberte mich sehr. Wenig später wurde unsere Zweisamkeit gestört durch den Besuch der Schwester. Zum Mittagessen versammelten sich alle, eng nebeneinander sitzend, um den Küchentisch. Mir wurde ein Stuhl zugewiesen. Unfassbar für mich, erlebte ich eine Konversation der bösesten Art. Anstatt in Ruhe zu essen wurde sich gegenseitig beschimpft und gemeckert über das Essen. Fast vom Stuhl fiel ich. Natürlich verkrampfte sich mein Körper und mir wurde schwindlig. Einen Toilettenbesuch, als Entschuldigung sagend, sprang ich vom Stuhl auf. In der Toilette entspannte ich mich wieder und holte tief Luft.Artig setze ich mich nach meinem Toilettenbesuch wieder auf meinen Stuhl. Mit einem aufgesetztem Lachen überstand ich diese Mittagsveranstaltung.Nach dem Essen musste ich wieder nach Hause fahren. Mir ging es nicht gut. Meine Freundin fragte ihre Eltern, ob ich noch bleiben könnte. Ihre Eltern erlaubten es nicht, weil ihre Mutter am nächsten Tag Geburtstag feierte. Sie zeigten mir ihre Abneigung und ihr Vater fuhr mich mit einem Kleintransportwagen zum Bahnhof. Niemals werde ich vergessen, wie wir voller Schmerz regungslos im Auto saßen, meine Freundin voller Angst neben mir. Ich schob ihr einen Zettel zu, auf dem stand, dass sie es nicht schaffen uns auseinander zu bringen. Am Bahnhof angekommen verabschiedete sich ihr Vater von mir sehr freundlich und erlaubte seiner Tochter mich zum Bahnsteig zu bringen.Unbeobachtet, mit sehr viel Ruhe verabschiedeten wir uns, als wenn es unser letztes Miteinander gewesen wäre. Nach Stunden kam ich Wohlbehalten zu Hause an. Zwei Wochen später besuchte mich meine Freundin, die Verbote ihrer Eltern ignorierend. Ihre Eltern belog sie, indem sie mitteilte, dass sie arbeiten sei. Liebevoll nannten wir uns Näschen und Sonnenschein.Sie Näschen, weil wir uns mit den Nasen berührten und uns nicht trauten zu Küssen.Wollten wir uns doch nur Liebe und Wärme geben. Aber unsere Körper machten mit uns wundersame Dinge. Ich wurde zu ihrem Sonnenschein, weil ich in ihr Leben mit Sonnenschein erhellte.Von diesem Zeitpunkt an begann ihre Familie unsere Liebe zu bekämpfen. Ihre Eltern mochten mich von Anfang an nicht, weil sie eifersüchtig waren auf mich. Da ich genauso alt wie sie war und ich aus der DDR kam, verurteilten sie mich ohne mich zu kennen. Meine Freundin war auf Grund ihrer Persönlichkeitsstörung nicht in der Lage, sich für mich einzusetzen, mich zu verteidigen. Sie wollten ihre Tochter nur für sich. Heute weiß ich, sie kannten ihre Tochter sehr gut. Sie waren es gewohnt, dass sie viele Menschen nach Hause brachte, die sie erst begutachten mussten. Jeder Mensch der von ihrer Tochter geliebt wurde, wurde schlecht gemacht, bis er sich freiwillig entfernte. Meine Freundin sagte, sie könne sich nicht wehren. Ihr glaubend, ließ ich mich darauf ein ihr Geheimnis zu werden. Jedes Mal, wenn sie zu mir wollte, verboten ihre Eltern den Besuch bei mir. Alle Versuche Gutes über mich zu berichten, schlugen fehl. Still und heimlich besuchten wir uns einige Male, im ersten Jahr unseres Kennen Lernens. Telefonate wurden sogar abgebrochen, indem der Stecker gezogen wurde. Teddy Als wir uns kennen lernten war Näschen befreundet mit einem Mann, den sie öfters traf. Sie wollte mich und ihn nicht verlieren. Um sie für sich zu gewinnen, erlaubte er ihr, auch mich zu haben. Sie trafen sich wieder einmal. Er verführte sie zum Sex. Näschen ließ es geschehen, da sie dachte, er liebt sie. Hin und her gerissen zwischen uns, sehnte sie sich nach unserer beider Liebe. Da mir das nicht gefiel, versprach sie mir, sich von ihm zu trennen. Einen Tag. bevor sie mich besuchte, traf sie den Mann noch einmal. Näschen versprach mir, es mit ihm zu beenden und nur gemeinsam in die Stadt zu gehen. Da es ihr gesundheitlich nicht gut ging, gingen sie nicht in die Stadt, sondern auf ihr Zimmer.Er bedrängte sie und redete auf sie ein. Zog sie aus und drang in sie ein. Näschen nicht mehr Herr ihrer Sinne, sich nach Ruhe sehnend, wehrte sich nicht, gelähmt vor Angst. In seiner Lustpause ging sie auf die Toilette. Von der Toilette zurückkehrend, drehte sie ihm dem Rücken zu. Nur seine Lust spürend, beachtete er ihre Abwehr nicht und drang von hinten in sie ein. Nach dem er seine Bedürfnisse befriedigt hatte, fuhr er los.Hunderte Kilometer von ihr entfernt, gab ich meinem Gefühl nicht nach, sie anzurufen. Noch heute fühle ich mich schuldig, weil ich sie nicht anrief. Mein Anruf hätte alles unterbrechen können. Immer unruhiger werdend gab ich meinen Gefühl nach und rief sie an. Sie packte ihre Tasche und entdeckte plötzlich, dass mein Brief weg war. Sich von ihm betrogen fühlend, aus der Angst heraus, er hätte meine Adresse mitgenommen und würde mich später bedrohen, zerriss sie alles von ihm. Sie behauptete, dass er ihr Drogen in die Selter geschüttet hat. Endlich begriff sie, er war nicht ehrlich zu ihr. Nur seine Lust befriedigend, sollte sie sein Besitz sein. Einige Zeit verging in der Näschen ihre Freunde anrief und sich mit ihnen austauschte. Sie meinten, sie solle die Polizei holen und ihn anzeigen. Auch ich bestärkte sie darin, die Polizei anzurufen. Die Beamten kamen und sie wurde die ganze Nacht vernommen. Eine Ärztin untersuchte sie. Dadurch, dass Näschen nach dem sexuellen Kontakt geduscht hatte, fand sie keine Spuren von Gewalt und Sperma. An den genauen Tathergang erinnerte sich Näschen während der Vernehmung nicht mehr. Die Beamten warfen ihr vor, dass sie ins Zimmer zurückging, keine Hilfe holte und sich nicht wehrte. Früh am Morgen, nach der Vernehmung auf der Polizeidienststelle, fuhr sie zu mir. Ihre Familie dachte, sie würde arbeiten. Völlig übermüdet kam sie bei mir an. In meinen Armen liegend übergoss sie mich mit einem Tränenmeer des Schmerzes. Voller Mitgefühl teilte ich den Schmerz mit ihr und versuchte sie zu trösten und abzulenken. Einige Tage später rief mich der Mann an. Ab jetzt nenne ich ihn Teddy. Teddy ahnte nichts und begann mich auszufragen, warum die Polizei bei ihm war. Ganz geschickt versuchte ich wiederum ihn auszufragen. Von mir erfuhr er nicht, warum die Polizei bei ihm war. Teddy erzählte mir, Näschen ginge es gut, als er ging.Eine Woche später fuhr ich zu meinem Näschen, um ihr zur Seite zu stehen. Meine Söhne ließ ich alleine, ein paar Tage vor Weihnachten. Mich verbrannte der Schmerz, von Teddy belogen worden zu sein. Voller Mitgefühl schlüpfte ich in die Haut von Näschen. Ich rief bei der Polizeidienststelle an, um auszusagen. Die Kommissarin nahm meine Daten auf. Zu einer Aussage kam es nicht. Ohne von mir zu wissen, übernahmen ihre Eltern, ihre Betreuung, ihre Psychologin und der Ausbildungsbetrieb die Regelung dieser Angelegenheit . Das Gericht unterstellte Näschen eine Falschaussage. Ihre Falschaussage entschuldigte sie mit ihren Psychischen Einschränkungen unter denen sie litt, da die Polizei sie bedrängte. Teddy wurde nicht bestraft, es fehlte an Beweisen für eine Straftat und einen Missbrauch. Mein Näschen, das Opfer, wurde auf Bewährung verurteilt, wegen Falschaussage. Auf diese Art und Weise wurde ich zum Mit-Opfer ohne schuldig zu sein. Diese Geschichte zerbrach mir das Herz. Wie oft sich Näschen umbringen wollte, kann ich nicht mehr zählen. Ich gab ihr mit meinem Verständnis und meiner Liebe jedes Mal ihrer Lebenswillen zurück. Fühlte mich sogar schuldig.Mir warf sie sehr oft vor, sie immer an Teddy zu erinnern. Deshalb musste ich einige Male aus ihrem Leben verschwinden. Das letzte Mal, durfte sie mich, Weihnachten des Jahres 2003 besuchen. Sie wohnte wieder bei ihren Eltern und diese verboten es ihr, unter Androhung von Bestrafungen. In den folgenden Jahren lernte sie viele Männer kennen. [T8] Sie trennte sich von ihnen, von heute auf morgen und schon hatte sie wieder den nächsten Freund. Immer die große Liebe sollte es sein. Jahre später erzählte mir Näschen, dass sie gehört hat, Teddy suchte sich immer weibliche Opfer mit psychischen Einschränkungen, die er benutzen kann zur Befriedigung seiner sexuellen Lust. Eine Freundin machte ähnlicheErfahrungen. Teddy traf sie nach Jahren auf einer Musik-Veranstaltung wieder. Beide gingen sich nicht aus dem Weg. Sie ließ sich sogar von ihm nach Hause fahren. Im Dezember des Jahres 2006 bekam sie eine Postkarte von Teddy und einen [T9] Brief von mir am gleichen Tag. Ich war davor wieder mal entfernt worden aus ihrem Leben. Sie rief mich an und unterstellte mir Kontakt zu ihm. Sie behauptete, Teddy und ihr neuer Freund, sollten gemeinsam gegen sie intrigieren. Sie wollte sich einen Rechtsanwalt nehmen und zum Opferring gehen. Voller Schmerz bereute sie, Teddy nicht verklagt zu haben. Auch ihr neuer Freund behauptete sie zu lieben und sie traf sich öfter mit ihm. Näschen bildete sich ein, wir drei wären verbündet und integrierten schon seit [T10] Jahren gegen sie. Teddy schrieb auf der Postkarte nur, dass sie auf seinem Video ist, welches er bei der Musikveranstaltung aufnahm. Ich beruhigte sie, hörte zu und erklärte ihr, dass ihre Vorstellungen nicht der Wirklichkeit entsprechen. Wieder stand sie unter dem Einfluss ihrer Eltern, denen sie in ihrer gestörten Wahrnehmung Lügen erzählte. Falsch beraten unter Druck gesetzt durch ihre Eltern entwickelte sie unreelle Fantasien. Einige Tage später rief ich bei ihr an und Näschen sagte mir, dass sie mit mir nicht telefonieren möchte. Kurz vor Mitternacht rief ich noch mal an und erfuhr, der Besuch vom Radio ist noch bei ihr. In meiner Fantasie bekam ich Angst vor ihr und ihrem Leben. Das Bild welches von ihr in mir war, bekam gespenstige Farben. Belogen und missbraucht fühlte ich mich. Zum ersten Mal erkannte ich, dass ich eine psychisch gestörte multiple Persönlichkeit liebe.Nur eine Person in ihr, die wenn sie hervortritt, liebt und kennt mich. Am darauffolgenden Tag rief ich bei ihren Eltern an, um ihnen mitzuteilen, dass ich den Kontakt mit ihrer Tochter abbreche. Ihrer Mutter teilte ich mit, was ihre Tochter behauptete und erzählte ihr von meinem Leben. Merkte aber bald, dass ich keine Unterhaltung mit ihr führen konnte. Sie fragte nur: "Was soll ich tun?“ So beendete ich das Gespräch. [T11] Näschen erzählte mir später, ihre Mutter erzählte ihr nur, dass ich es beende. Katrin Zu dieser Zeit lernte ich Katrein im Internet-Chat kennen und lieben. Katrein liebte Frauen und bedrängte mich mit ihrer Liebe und ihrem sexuellen Verlangen nach mir. Ihr Aussehen Gefiel mir nicht. Daran glaubend, dass die inneren Werte eines Menschen wichtiger sind, ließ ich mich auf sie ein. In einem Liebesrausch verfallend, gefiel es mir umworben und geliebt zu werden. Durch sie versuchte ich, meine Liebe die ich für Näschen empfand, zu verdrängen. Bedrängt durch Katrein gab ich ihrem Wunsch nach, mich zu besuchen. Katrein besuchte mich vier Tage im neuen Jahr 2007, nachdem sie Sylvester bei ihren Freundinnen ganz in meiner Nähe verbrachte.Obwohl sie einen genauen Lageplan von mir bekam, suchte sie einige Zeit nach meiner Hausnummer. Das lange Warten ließ mein Glücksgefühl sie zu sehen, nicht alleine zu sein, schwinden. Frustriert und gestresst kam sie bei mir an. Auf Grund ihrer Hörbehinderung setzte sie sich dicht vor mir hin. Jede meiner Bewegungen fixierend wartete sie darauf von mir beschäftigt und unterhalten zu werden. Um aus dieser Bedrängnis rauszukommen, reparierte ich ihre mitgebrachten Puppen. An den darauffolgenden Tagen probierten wir einiges aus, was wir miteinander Unternehmen können.Bevor wir spazieren gingen massierte sie mich.Danach fühlte ich mich besser. Sie überanstrengte sich und bekam Schmerzen beim Laufen und musste sich auf einer Bank ausruhen. Vorher behauptete sie, dadurch, dass sie meinen Rollstuhl schiebt, könnte sie besser laufen. Während einer kleinen Runde die wir fuhren, bekam sie Hustenanfälle.Um ihre Schmerzen zu ertragen nahm sie Tabletten.Ihr Hörgerät fing an zu piepen, wenn sie sich bewegte. Frustriert begann ich mich auch zu ekeln vor ihren Zelten von Schlüpfern, ihren fettigen Haaren, ihrem Körper und vor ihre Körpersprache. Da sie hörbehindert war, zog sie mich mit ihren Augen ständig aus oder reagierte empfindlich, wenn sie nicht verstand, was ich sagte.Sie schnarchte so laut, so dass ich nicht im Zimmer mit ihr schlafen konnte. [T12] Ihr sexuelles Verlangen nach mir spürend, versuchte ich im Zimmer meines Sohnes zu schlafen. Dies spürend rebbelierte mein Körper und meine Gedanken und Gefühle wirbelten durcheinander, so dass ich nur kurze Zeit schlief. Obwohl ich kein Liebesgefühl für sie empfand, führten mich unsichtbare Triebe, frühmorgens zu ihr auf die Couch. Die Möglichkeit Zärtlichkeit empfangen zu können, trieben mich zu ihr. Für mich, wollte ich ausprobieren, ob es mir Freude macht, sie zu berühren und berührt zu werden. Einige Empfindungen in mir abschaltend, genoss ich die Wärme ihres Körpers. Die quällende Sehnsucht nach Näschen ihrem Körper, die ich ständig in mir spürte, versuchte ich auszulöschen.Noch zweimal lies ich sexuellen Kontakt zu. Zunehmend erschreckte ich mich und ekelte mich vor der Art und Weise der sexuellen Vorgehensweise von Katrein. Beim zweiten Mal drang sie gewaltvoll in mich ein und spürte nur noch sich.Von dem Zeitpunkt an, erwartete ich sehnsuchtsvoll ihre Abreise und versteckte meine Abneigung ihr gegenüber.Kurz vor einer Gefühlsexplosion stehend, ersparte ich mir ein Abschiedsdrama. Nach dem Besuch von Katrein bei mir, bin ich endlich wach geworden. Entsetzt erkannte ich, dass ich mich selber missbrauchte, um Näschen zu vergessen. Im Chat beendete ich den Kontakt mit Katrein. Noch heute höre ich ihr: “ warum.“, in meinen Ohren.. Fühle ich ihre Hände auf meiner Haut. Sie wollte sich wegen mir umbringen, da ich nun Schuld war, weil sie sich so schlecht fühlt. Ich lernte meine Lektion, dass ein Liebegefühl nicht zu erzwingen ist. Die Frage in mir, ob ich lesbisch bin bekam ihre Antwort. Ich bin nicht lesbisch. Nur mit Näschen bestehtdiese Verbundenheit.Liebe ist da, auch wenn wir es nicht wollen!Nie wieder wollte ich mich versklaven, missbrauchen lassen müssen! Meiner Einsamkeit durch meine Krankheit hervorgerufen, wollte ich auf diese Art und Weise, nicht mehr entgehen!Ich ging zu meinem Arzt und bat um Hilfe. Er verschrieb mir eine Tablette für den Abend, damit ich besser schlafen kannDie Tablette verringerte [T13] meine starken Schmerzen im Körper und im Kopf. Klarer denkend, versuchte ich noch mal mit Näschen zu reden, die wieder von ihren Eltern angewiesen wurde, mich los zu werden. Ihr Geheimnis werdend fanden wir wieder einen gemeinsamen Weg. Es folgte ein Jahr neben meinem Näschen, in dem ich noch kranker wurde.Näschen ging eine Beziehung zu einem älteren Mann ein, deren Kinder übers Wochenende bei ihm zu Besuch kamen. Mir erzählte sie, sie wolle nur Wärme von ihm und sie liegen nur nebeneinander. Wieder wurde ich entfernt aus ihrem Leben aber diesmal wieder geholt. Sie kam auf die Idee mit ihm, mich zu besuchen, um mir meinen Wunsch zu erfüllen, mich von ihr verabschieden zu können. Wieder belog sie ihre Eltern und erzählte, dass sie mit einem Freund zu einem Auftritt ihrer Sängerin fährt. Denn natürlich mochten sie auch diesen Freund nicht. Für ihren Freund war ich nur eine Freundin die sie besuchen wollte.Nachdem sie in der Nacht bei mir eintrafen, entschied Näschen, dass er ohne sie mit den Kindern im Wohnmobil schlafen musste. Als wir endlich alleine waren, schlief sie völlig erschöpft in meinen Armen ein.Ihren warmen Körper genießend, wenig schlafend, genoss ich ihre Nähe. Die 2 Stunden nach unserem Erwachen füllten wir mit Musik hören und Fotos ansehen aus. Danach duschte sie und wenig später fand sich ihr Freund mit seinen Kindern bei mir ein.Gemeinsam kochten wir Essen und unterhielten uns. Der Freund tat mir richtig leid, weil ich spürte wie er die Nähe von Näschen suchte. Sie wich ihm aus und setzte sich dicht neben mir oder schickte ihn etwas holen. So konnten wir heimlich unsere Nähe genießen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen fuhren sie wieder los. Einige Zeit später nach dem Besuch bei mir, wurde er aus ihrem Leben entfernt. Während der gemeinsamen Fahrt zu mir, machte er sich unbeliebt bei ihr. Um mir Klarheit verschaffen zu können, tauschte ich mich per Mail mit ihm aus und erfuhr, dass er sie wirklich als Frau wollte und nur wenig über sie wusste. Ihr Vater hätte er sein können. In seiner Vision, wollte er psychisch Kranken helfen. Nach seinen Vorstellungen nutzte beiden diese Beziehung. Auch er fiel auf ihre Geschichten rein. Mit meiner Hilfe erkannte er, was er in ihr auslöste und mit ihr anrichtete. Mir wurde langsam, so vieles klarer. Näschen beendete auf mein Drängen in einer Mail den Kontakt mit ihm, ohne daran zu denken, dass die Kinder sie vermissen würden. Natürlich, kam im Jahre 2008 nun der nächste Mann. Ihre große Liebe sollte es sein, ihr erster Liebes-Freund. Ich sollte nur noch ihre Sicherheit und ihre beste Freundin sein. Auch das wollte ich sein. Aus ihrer Angst heraus, er könnte ihrer Familie von mir erzählen, wurde ich zum Geheimnis nun auch noch für ihren Freund. Wie Schwerter bohrte sich in mir die Vorstellung ein, dass er ihr nahe sein darf. Im Monat April musste ich in die Klinik. Dort diagnostizierte man, dass ich vier mal Insulin spritzen und gegen die Reaktionen auf das Spritzen ein Gegenmittel nehmen muss. Nach Tagen des Kampfes in der Klinik und der Möglichkeit noch mal gesünder zu werden, begann ich meinen Kämpf, mein Leben noch mal zu ändern. Ich fing an danach zu suchen, wie ich mir mein Leben einfacher machen kann, begleitet von einer Hilfe, die ich endlich bekam.Zeitweise begann es mir besser zu gehen. Zuckerwerte und Broteinheiten bestimmten mein Leben. Viel Zeit nahm ich mir für die Umgewöhnung, den Umbau meines Lebens.Näschen verfiel ihrer großen Liebe. Völlig überfordert und unter Druck gesetzt, war kein Platz, keine Zeit mehr für uns.Sie meldete sich wieder nicht bei mir und war nicht erreichbar für mich. Nach einiger Zeit erreichte ich sie endlich telefonisch. Wieder Mal wurde ich wie eine Fremde von ihr behandelt. Die Arbeit am PC war ihr wichtiger, völlig erschöpft, konnte sie nicht mit mir reden. Schmerzvoll begriff, ich, ich durfte nur solange bei ihr sein, solange wie ich alles tat, was sie wollte und sie nicht störte. Ihre große Liebes-Lüge war geplatzt und ich endlich in der Lage mich zu entfernen. Sie wollte ihr Leben weiter leben, als Gesunde, wie all die vergangen Jahre mit ihren Lebenslügen in denen sie lebte. So begann ich mir ein Leben ohne Näschen aufzubauen.Einige Monate verstrichen bis sich Näschen bei mir meldete und sie wissen wollte wie es mir geht.Sie erzählte mir, dass sie in einigen Monaten bei ihren Eltern auszieht. Die Wohnung besorgte der Vater ihr und sie befand sich nur eine Strasse weit entfernt von dem Wohnhaus ihrer Eltern. Darauf hoffend, dass sich dann das Leben meiner Freundin ändert und wir wieder Zeit füreinander haben, gab ich ihr Zeit. Mittlerweile war sie Besitz von ihrer Familie und ihrem Freund geworden. Man bestimmte über sie und sie ertrug es. Während dieser Auszeit fand ich in der Zeitschrift Alpenstareine Mailfreundin, die mich mit ihrer Liebe zu wärmen begann. Endlich fand ich meine sehr kranke Freundin, die ich mir schon immer wünschte. In einen Mantel der Liebe, des Verständnisses füreinander und des Vertrauens gepackt, begannen sich unsere Leben zu erhellen.Nicht mehr auf eine Beziehung hoffend, trat ein Mann, den ich auf einer Webseite kennen lernte, in mein Leben. Nach zwei Wochen im Liebesrausch entfernte ich ihn aus meinem Leben. Meine Sehnsucht nach Liebe wisch reellen Tatsachen. Mit der Erkenntnis in mir, was möglich wäre, brennt in mir die Sehnsucht nach menschlicher Wärme weniger. Mir wurde bewusst, welchen Preis ich dafür bezahlen muss. Meine Freiheit, Eigenständigkeit sollte ich aufgeben und, mich völlig vereinnahmen lassen. Das schränkt mich mehr ein, als mit der Sehnsucht nach körperlicher Wärme in mir leben zu müssen. Mir ist wichtiger geworden, in Ruhe zu leben, meinen Körper in Ruhe aufbauen zu können und jeden Augenblick genießen zu können. Meine Einsamkeit ist für mich lebensnotwendig, damit mein Körper noch funktionieren kann. Ungestört kann ich meinen Hobbys nachgehen, zu dem Zeitpunkt, an dem es mir körperlich möglich ist. Ich spürte wie lieb mir mein Leben als schwer Kranke, mit all seinen Einschränkungen ist. Nachdem die Zeit abgelaufen war und Näschen bei ihren Eltern ausgezogen sein sollte. Fand ich im Fanclubheft meiner Sängerin den Fanclubbericht, den ich ihr korrigierte. Erst durch mich wurden ihrer unsortierten Gedanken zu einem Schriftstück welches man lesen und verstehen kann. Wieder ignorierte sie meinen Wunsch, zu vermerken, dass ihr eine Freundin beim Schreiben half.Wütend und tief verletzt versuchte ich Näschen telefonisch zu erreichen und wurde sofort von ihr aufgelegt. Noch wütender werdend, daran glaubend, sie will nichts mehr mit mir zu tun haben, mailte ich ihrem Freund. Endlich gab ich voller Mitgefühl für ihn meinem Wunsch nach und schrieb ihm von mir und Näschen. Wenig später rief mich Näschen an, nachdem ich ihr eine Böse SMS schrieb. Wie kann ich so was von ihr denken, ihr Akku war nur leer, erzählte sie mir. Mich nicht verstehend, sagte sie einfach, dass es doch nicht schlimm wäre, wenn sie den Fanclubbericht als ihren ausgibt. Mich bei ihr entschuldigend erzählte ich ihr, von meiner Mail an ihrem Freund. Neugierig geworden musste ich ihr die Mail vorlesen. Ihr störte, dass ich sie als Lügnerin darstellte. Näschen versprach mir, sich Zeit für mich zu nehmen. Wieder mal hörte ich ihr zu, vertraute ihrer Liebe zu mir und sie schlief ein. Nach dem sie wach wurde rief sie mich an und wollte wissen, wohin ich die Mail an ihrem Freund schickte. Als ihr Freund nach einem Toilettenbesuch wieder zu ihr kam, störte ihm, dass sie telefonierte. Er beschimpfte sie, nur an sich denkend und wollte den Telefonstecker rausziehen, weil sie zum Abendbrot mussten. Wir beendeten unser Telefonat. Nach dem Telefonat wurde mir bewusst, dass sie nur Ärger, mit ihrem Freund und ihrer Familie verhindern wollte, wenn ich von mir und ihren Lebenslügen ihnen gegenüber erzä 29.Im Heilbad Frauen und Männer im reifen Alter - alle schon haben den Zenit ihres Lebens überschritten - stehen wie auf einer Perlenschnur aufgefädelt am Beckenrand des Thermalbades. Nur die Köpfe ragen aus dem warmen Wasser. Mit versteinerter Miene starren sie auf jene, die langsam durch das Becken stolzieren, die Arme wie Tragflügel abgespreizt. Scharfen Auges suchen die Ankommenden den Beckenrand nach einem freien Platz ab, nach einer Lücke, in die sie sich zwängen können.Die Blicke der bereits glück 30. Kurzaufenthalt im KrankenhausIch versank förmlich in der grauen Menschenmasse, die allesamt versuchten sich einen Weg durch die dichte Masse zu bahnen.In dieses so mit Sorge geprägtes Bild passte ich momentan einfach nicht hinein,ich war wie so oft auch ein Außenseiter,doch was konnte ich in meiner Verfassung auch anderes erwarten?Plötzlich musste ich Lachen,so sahen die Gedanken eines Geistes aus,Lächerlich.Im Hintergrund nahm ich das sanfte Stupsen der Menschen wahr,einige heftiger als die andere,es fiel mir sichtlich schwer ihnen auszuweichen,denn seit meiner Wiedergeburt ,wie ich es scherzhafter weise nannte,wurden meine Sinne so stark getrübt,dass ich nur noch ein einziges viel zu verschwommenes Bild vor mir sah,selbst die vielen Geräusche waren für mich nur noch ein leises Wimmern,welches ich nur mit viel Mühe wahrnehmen konnte.Doch bei einer Sache war ich mir sicher und zwar war es die Tatsache,dass ich im Moment nicht im Mittelpunkt stand ,denn die Leute waren mit anderen vor allem wichtigeren Dingen beschäftigt, als einer unbeholfenen Person wie mir großartig Beachtung zu schenken.Ich war unglaublich froh darüber,dass ich so gut an meine Umgebung anpassen zu konnte,ich war also ein Teil des Ganzen,doch was verursachte dann mein leichtes Unbehagen?Ich wusste nicht was es war,doch als langsam meinen Blick aufrichtete bekam ich abrupt wie ungewollt eine Antwort.Meine Augen,die vor wenigen Minuten noch in die Ferne gerichtet waren fixierten nun nach langer Zeit wieder einen Punkt.Ich konnte förmlich spüren wie sich meine Augen mit Leben füllten,plötzlich musste ich mich darüber schämen das sie etwas so derartig offensichtliches und unbeschreiblich schönes erst in diesem Moment erfassten,es war mit Abstand das Schönste was ich seit Jahren zu sehen bekam.Tatsächlich waren die Seelen der Menschen wunderschön,dass waren sie unbestritten.Sie waren sogar so schön,dass ich mich schon darüber aufregen musste,dass mir kein besseres Wort als >>wunderschön<< eingefallen war,doch kein Wort der Welt hätte das was ich sah beschreiben können,es war unmöglich. Die Seelen waren so fesselnd,dass sie alle anderen Gefühle überdeckten, selbst die Verwunderung darüber,dass sie plötzlich so gestochen scharf sah war nicht vorhanden,es war einfach nicht vorhanden.Doch konnte das nach meinen bisherigen Erfahrungen überhaupt möglich sein? Gab es tatsächlich Ausnahmen?Schlagartig stockten meine Gedanken, denn ich war mir bewusst,dass die Schönheit von dem was nun auf mich wartete geradezu erdrückend sein würde. Aus dem Blickwinkel sah ich zu wie sich die Sonne langsam erhob,um allen den Beginn eines neuen Tages anzukündigen.Die ersten Sonnenstrahlen trafen auf die hauchdünne Oberfläche der Seelen,trotz Widerwillen meine Augen wenn auch nur für einen kurzen Moment zu schließen, konnte ich das dringende Bedürfnis nicht verdrängen und versuchte deshalb so schnell wie möglich zu blinzeln,um dennoch so wenig wie möglich zu verpassen.Das erste Bild was ich zusehen bekam war atemberaubend und übertraf sogar jegliche Erwartungen.Das Sonnenlicht brach sich an deren Oberfläche,sodass eine Reihe wunderschöne und mir bislang noch unbekannte Farben sichtbar wurden. Jede einzelne Farbe fesselte mich förmlich,es kam mir fast so vor als würde jede Farbe für sich versuchen meine Aufmerksamkeit zu gewinnen. War es dumm,dass ich alle Farben gleichlang versuchte zu Betrachten,weil ich Angst hatte das eine Farbe sich andernfalls weniger Wert vorkommen könnte?Natürlich war jede Farbe für sich vollkommen, doch als ganzes Bild,welches sich zusammen so gut ergänzte war es ein Privileg es auch nur für einen kurzen Moment ansehen zu dürfen.Doch irgendetwas passte im Augenblick nicht in dieses Bild hinein und es war ausnahmsweise einmal nicht ich.Die Seelen versuchten sich krampfhaft von ihrer Menschenhülle zu befreien und warum wurde ich das Gefühl los das sie sich genauso hingezogen zu mir wie ich mich zu ihnen fühlte.Ich ließ meinen Blick durch die Gegend schweifen und tatsächlich,jeder einzelne von ihnen reckte sich mit aller Kraft in meine Richtung und alle streckten mir ihre Arme aus.Ich behielt am Anfang mit einer Sache recht,denn das was ich gesehen hatte war wunderschön,sogar noch mehr als das.Doch mit meiner Schlussfolgerung das ich momentan unauffällig wirkte war vollkommen falsch um mich herum schwirrten im Augenblick hunderte,nein gar tausende Seelen und ich war anscheinend der Mittelpunkt des Ganzen. Außerdem erdrückte mich die Schönheit nicht einmal im geringsten,ganz im Gegenteil ich strotzte im Moment nur so mit Kraft.Und dieses Gefühl der Überlegenheit überdeckte noch einmal völlig das Gefühl,welches ich anfangs hatte.Ich hatte ein so bedürfendes Verlangen die Seelen einfach loszureißen,ich wollte sie im Augenblick mehr als alles andere Ich spielte also schon mit dem Gedanken den Menschen das zu nehmen was sie am Leben erhielt, ihre Seelen.Plötzlich überschlugen sich meine Gedanken. 31. Der Mann auf der Pakbank....FortsetzungDer Mann auf der Parkbank ich konnte ihn nicht vergessen ich begann ihn zu suchen war ganz besessen lief noch einmal in den Park fand auch die Bank, auf der er damals lag nur sie war leer, der Mann war nicht da bis ich kurz darauf ihn kommen sah. Er setzte sich nieder, ich ging auf ihn zu ich war mir nicht sicher ist es klug, was ich hier tu doch ohne zu zögern, fing ich zu sprechen an der Mann staunte nicht schlecht als ich zu erzählen begann "hier habe ich Sie schon einmal gesehen nur, Sie schliefen und leider musste ich weiter gehen". Meine Frage ist simpel und doch sehr schwer warum zieht es Sie immer wieder hier her erstaunt, aber freundlich, sah er mich an, ja, und dann weinte dieser Mann, sprach, einst hatte ich Frau und Kind leider weiß ich nicht, wo sie heute sind auch war ich Pfarrer, betreute eine Gemeinde was mir blieb; heut bin ich alleine. Meine Frau, die es für mich nicht mehr gibt hat sich in einen anderen verliebt Hals 32. Vergangenheit Wie oft hatte ich mir schon meinen Tod ausgemalt, doch ich hatte noch niemals erwartet, dass mein Leben derartig enden mochte. Völlig entblößt lag ich auf dem kalten Teer einer kleinen Gasse und umklammerte krampfhaft die vielen klaffenden Wunden an meinem Körper. Die Nebelschwaden schlichen langsam um meinen Körper und schnitten mir jegliche Atemwege ab. Ich schien zu ersticken.Beängstigender Weise hatte ich das Gefühl, dass die klirrend kalte Luft, die meinen Körper umgab, dass einzige war, was ihn vor dem Verfall schützte. Eine undefinierbar gewaltige Kraft drückte meinen Körper auf den eiskalten Boden, ich spürte wie alles unter dem enormen Druck immer mehr nachgab und ich mehr und mehr ein Loch in den harten steinigen Boden drückte. Jeder Partikel war willig und ließ mich immer weiter nach unten dringen. Auch wenn ich nicht wusste was mit mir geschah, so löste es in mir dennoch ein unbeschreiblich überwältigendes Gefühl aus, welches mir den Grund gab diesen unbeschreiblichen Schmerz ohne ein Hauch des Widerwillens zu ertragen. Geräuschlos ließ ich ihn durch jede Faser meines Körpers wandern. Es entwickelte sich bald schon zu einer unerträglichen Taubheit,die sich schleichend über mein Rückenmark breit machte. Doch ich dachte keinen Augenblick daran aufzuschreien. Der Schmerz durchzuckte meinen vollständigen Körper und ich war mir schon bald sicher, dass ich willig sein würde alles zu tun, wenn ich nur die Prozedur meines Sterbens beschleunigen könnte. Mittlerweile schien jedes Glied meines Körpers scheinbar zu verbrennen, diese Qual konnte nicht weniger schlimm sein, als auf einem Scheiterhaufen zu verglimmen. Unter dieser Last von mehreren Tonnen breitete sich schon gemächlich eine Taubheit in meinen Ohren aus,welche mich nun völlig von der Außenwelt abschnitt. Jetzt war nur noch ich und der Schmerz vorhanden, welcher sich nur noch durch die Überreste meines Körpers fressen musste. Völlig taub, blind und stumm lag ich also da und wartete geduldig auf meinen Tod. Unter mir spürte ich das viele Gestein,das langsam und schmerzvoll mein Fleisch durchbohrte und mit jeder vergehenden Sekunde immer weiter eindrang. Auch wenn es eine unglaublich grausame Art war zu sterben,entglitt mir dennoch kein Wort aus meinem Mund. Die Triebe dafür sind schon lange in Vergessenheit geraten, das Streben nach Glückseligkeit und Frieden verblieben hingegen. Ich spürte, dass sich meine Haare wie ein Strick an meinen Hals schmiegten, welche sich immer wieder gegen meinen Hals schabten. Unwillkürlich würgte ich wiederholt nach Luft. Krampfhaft knirschte ich meine Zähne zusammen, woraufhin ein ohrenbetäubendes Krachen die Stille durchbrach. Doch niemand hätte mich dazu verleiten können mein Leid zu teilen. Für mich war es eine abartige Weise seine Qualen vermindern zu wollen, indem man andere Menschen damit belastet. Und dennoch hatte ich Schwierigkeiten meine Selbstbeherrschung zu erhalten. Alles in mir kämpfte gegen den Tod an, warum tat ich es dann nicht auch? War es die Ignoranz oder der unersättliche Wille zu sterben? Ich konnte noch nicht einmal meine eigenen Gedankengänge definieren,wie sollte ich es also von anderen erwarten können? Ruckartig stockten meine Gedanken und ich lauschte in die Stille. Ich hörte das herzzerreißende Wimmern eines kleinen Mädchens, völlig schmerzverzerrt und verängstigt. Ich hatte die Begierde sie in meine Arme zu schließen und zu trösten, bis ich bemerkte,dass ich dieses eingeschüchterte Mädchen war, das schluchzte. Ich geriet in eine Art Rausch, welches sich nicht mehr halten ließ und so weinte ich in die Dunkelheit hinein. Meine verkrampften Lippen lösten sich gemächlich und ich stieß unwillkürli 33. Im Outback, abseits der WegeDie Aborigines unterscheiden in Zentralaustralien sechs Jahreszeiten. Wari nennen sie die Monate Juni und Juli. Die kalte Zeit, die morgens Frost bringt. Wenn ich nach Australien ging, dann immer nur in der Wari-Zeit. Oft verbrachte ich diesen Teil des Jahres hier, denn ich liebe die Ruhe. Und die Temperaturen sind aushaltbar. Um die 23 Grad. Sobald es wärmer wurde, verließ ich den Kontinent wieder. Den Sommer würde ich hier nicht überstehen ... Dabei war ich recht unempfindlich, was die Sonne anging. Menschen glauben natürlich, Vampire würden zu Staub zerfallen, wenn sie mit ihr in Berührung kommen. Wunschdenken, einfach nur albern. Allerdings, und das betrifft mich ebenso, schwächt uns die Sonne. Wir verlieren an Stärke und Schnelligkeit. Deswegen meiden die meisten Vampire den Tag. Ich nicht. Mich stört es nicht, wie ein Mensch durch die Gegend zu ziehen. Ich halte mich so oder so von allen möglichen Lebewesen fern, vermeide Konfrontationen jeglicher Art. Und was sollte ich sonst Tagsüber tun? Schlafen? Wie langweilig! Außerdem befand ich mich hier im Uluru-Kata Tjuta National Park. Yulara hatte ich noch gestern Nacht verlassen. Ich wollte nicht gesehen werden. Und dieser Park, mit seinem berühmten Ayers Rock, war für mich jedes Mal eine Augenweide. Ich bevorzuge die Natur, Städte sind mir zu laut und hektisch. Und viel zu voll! Und hier im Park, abseits der Wege, gab es nur mich. Naja, und die Aborigines natürlich. Normalerweise war es jedem Fremden verboten, dieses Gebiet zu betreten. Warum sie mich akzeptierten war mir egal. Wir gingen uns aus dem Weg, und man meldete mich auch nie der Behörde. Manchmal glaubte ich, sie wüssten, was ich sei. Oder hatten zumindest eine Ahnung. Dämon, hatte ich einmal ihre Kinder rufen hören. Ich hatte nur gelächelt, aber da hatten sie gewusst, dass ich ihre Sprache verstand. Also lebte ich manche Jahre in der Wari Zeit in diesem Park. Nahrung fand ich in Yulara, oder in großen Städten wie Darwin. Den Aborigines näherte ich mich nie. Ich hatte vor ihnen einen Respekt, den ich sonst vor niemanden hatte. Sie ließen mich gewähren, und ich ließ sie in Frieden. Klang doch fair, oder? Den ganzen Tag hatte ich damit verbracht in der Gegend um den Ayers Rock herum zustreifen. Natürlich immer in den Gebieten, die für Touristen verboten waren. Ich beobachtete die Tiere, oder sogar die Pflanzen. Für mich war das die sinnvollste Beschäftigung überhaupt. In den 200 Jahren meines verfluchten Daseins habe ich nie etwas gefunden, dass mir mehr Ruhe gab. Nun stellte sich der Abend ein. Es wurde kühler und ein frischer Wind kam auf. Die Dunkelheit störte mich nicht. Ich sah genauso gut wie am Tag, und mein ausgeprägtes Gehör warnte mich vor Gefahren in kilometerweiter Entfernung. Ich war ein Raubtier, geschaffen für die Nacht. Warum gerade jemand wie ich den Morgen liebte, wenn die Sonne auf ging und alles in ihre wärmenden Strahlen tauchte ... Aber schon als Mensch entsprach ich nicht dem Durchschnitt. Warum sollte es als Vampir anders sein? Ich löste mich aus meiner Starre, in der ich die letzten Stunden verbracht hatte. Ich hatte auf den Sonnenuntergang gewartet, ihn zu beobachten erfüllte mich jedesmal aufs Neue, ich spürte eine Emotion, die mir sonst fremd war. Zufriedenheit. Ich streckte mich ausgiebig, ehe ich mich gedankenverloren umsah. Ich hatte keinen Plan, womit ich mir diese Nacht die Zeit vertreiben konnte. Nach 200 Jahren gab es nicht mehr viel, was man als Hobby betreiben konnte. Und ich hatte wirklich schon fast alles durch ... Ich entschied mich, einfach zu laufen. Ohne Schuhe ging ich durch den heißen Wüstensand. Ich überlegte, ob ich den Ayer Rock erklimmen sollte, um von dort morgen den Sonnenaufgang zu sehen. Diese Vorstellung reizte mich. Einige Minuten lief ich zielgerichtet durch den Sand, als sich meine Aufmerksamkeit auf ein Geräusch lenkte, dass mich irritierte. Ich war nicht mehr weit von dem roten Monolithen entfernt, der über 300 meter in den Himmel ragte. Aber das Geräusch klang seltsam, als käme es nicht von hier. Wie ein Echo, verzerrt und fremd. Es kam aus einer der Höhlen! Als mir das klar wurde, war ich schon fast an der gewaltigen Sandsteinmauer angekommen. Natürlich kannte ich mich aus, oft genug war ich hier gewesen. Die Aborigines benutzten die Höhlen meist für Zeremonien, deswegen hielt ich mich von dort immer fern. Obwohl ich meine Neugier nur schwer zügeln konnte. Aber das Geräusch, dass ich vernahm, war anders. Es war kein Stammesgesang, keine rituelle Beschwörung. Es klang zwar nach einer menschlichen Stimme, aber nicht nach der Sprache der Ureinwohner. Eher wie englisch. Ich blinzelte und kaute auf der Lippe. Sollte ich einfach hineingehen und nachsehen? Der Drang war unendlich stark ... Wenn es nun aber Aborigines waren? Sicher wären sie nicht erfreut! Ich schüttelte den Kopf. Ich durfte meinen seltsamen Frieden, den ich mit den Ureinwohnern hatte, nicht aufs Spiel setzen. Ich liebte das Outback. Und sicherlich würde ich noch oft wiederkommen wollen. Doch dann hörte ich ein zweites Geräusch. Das war kein menschlicher Laut gewesen, sondern ein Fauchen! Ein Tier? Doch das Fauchen war gewaltig gewesen, bedrohlich. Es gab hier Dingos, australische Wildhunde. Aber was für ein Dingo konnte so laut sein? Sie waren nicht größer als Schäferhunde und sehr scheu! Ein Schrei riss mich aus meinen Gedanken. Ein männlicher Schrei, eindeutig. Was ging hier vor? Ich zögerte nicht mehr. Zu groß war meine Neugier, doch auch meine Sinne geschärft. Ich fühlte Gefahr. Welcher Art wusste ich im Moment nicht, aber sicher würde es nicht lange dauern, bis ich es erfuhr. Gefahr ließ nie auf sich warten ... Ich rannte mehr, als das ich ging. Irgendetwas sagte mir, dass die Zeit drängte. In der Höhle war es dunkel, doch natürlich sah ich genug. Ich hatte erwartet, sofort auf das zu treffen, was meine Aufmerksamkeit erregt hatte, aber stattdessen musste ich einem Gang nach dem nächsten folgen. Das Fauchen wurde lauter, vermischte sich mit einem Knurren. Was auch immer das war, es war nicht allein. Ein Dingorudel? Ich lauschte angestrengt, versuchte die männliche Stimme herauszuhören, denn mittlerweile überschlugen sich die Tierlaute. Dann blieb ich abrupt stehen. Ich war am Ende des Ganges in eine Höhle gekommen, die groß und unüberschaubar wirkte. Rote, wilde Augen fixierten mich. Dingos, ich hatte recht. Zumindest dem Aussehen nach ... Ich sprang auf eine Art Felsvorsprung, damit ich Zeit zum Nachdenken hatte. Ich sah mich um, dann erblickte ich den Mann, dessen Wimmern mich jetzt schon nervte. "Hey", sagte ich, damit er mich endlich bemerkte. Er war eindeutig ein Mensch, denn seine Wahrnehmungen waren beleidigend. Und seine Reflexe ... reden wir nicht weiter davon. Sein Kopf drehte sich in meine Richtung, er konnte mich vermutlich kaum erkennen. Zu dunkel war es hier, und laut! Diese verfluchten Viecher ... "Was ist hier los?", fragte ich weiter, damit er sich endlich aus seiner Versteinerung löste. Wie ich, saß er auf einem großen Felsbrocken, der ihm nicht gerade den sichersten Schutz vor den Wildhunden bot. Irgendwann würden sie einen Weg finden zu ihm zu gelangen. Und dann gnade ihm Gott, oder wie es hieß. "Wer ...", er schluckte unüberhörbar. "Wer bist du?" Ich zwinkerte verwirrt. Hatte er meine Frage nicht gehört? Die Situation war nun nicht gerade ideal für ein Vorstellungsgespräch. Wer weiß, wie lange er hier schon fest saß und von den Viechern bedroht wurde. Außerdem machte er einen verstörten Eindruck. Verängstigt, gar panisch. Nun, für einen Menschen mussten diese roten Augen auch leicht furchteinflössend wirken. Ich selbst wusste auch nicht, was das zu bedeuten hatte. Die Dingos, sechs insgesamt, waren mächtiger als ihre Artgenossen, die ich bisher gesehen hatte. Und ihre roten Augen ... unheimlich war ein passender Ausdruck. "Nochmal, was geht hier ab?", ich setzte mich im Schneidersitz hin. Eine Weile würde es wohl dauern. Und vielleicht ließe er sich ja beruhigen, wenn ich etwas Gelassenheit ausstrahlte. Obwohl ich mich nicht wirklich gelassen fühlte. "Kein Schimmer ...", er sah zu den Hunden, die an seinem Fels kratzten und tiefe Spuren im Stein hinterließen. "Sie griffen mich an ... ich habe nichts weiter gemacht ... sie ...", seine Stimme wurde immer leiser. Ich seufzte. Offensichtlich hatte ich es hier mit einem Feigling zu tun. "Elena", ich murrte vor mich hin. "Wie?" Idiot, dachte ich nur. "Ich heiße Elena. Und du?" "Mathew", zitternd blickte er in meine Richtung. "Mathew Evans, aber ... kannst Matt sagen." "Welche Ehre", murmelte ich für mich. "Wie alt bist du, Matt?" "22 bin ich geworden ... letzte Woche ..." "Hm, alles gute dann wohl ..." Was ging nur mit mir ab? Ich heiterte gerade diesen panischen Feigling von einem Bengel auf! Naja, zumindest versuchte ich es. Fühlte ich etwa Mitleid? Verdammt, ja. Dieser Knabe tat mir Leid, wie er hier fest saß, mit sechs wilden Hunden, allesamt hungrig. Ich könnte jederzeit entwischen, ohne dass sie mir auch nur ein Haar krümmten, aber er ... "Wie lange sitzt du schon hier?", fragte ich also. Ich spürte mein eigenes Interesse. Es war seltsam. Ich interessierte mich für andere? Für einen Menschen? Wie ihr Blut schmeckte, dass interessierte mich. Aber ihre Geschichte? "Weiß nicht", er schluckte wieder. "Vielleicht ein paar Stunden. Ich wollte ... warten, auf jemanden mein ich. Dann griffen sie schon an ... hab mich hier drinnen verlaufen ... aber ...", ich sah, wie er versuchte, mich in der Dunkelheit auszumachen. "Wieso bist du ... ich meine, woher .. ich hab dich nicht kommen hören!" Sein Gestotter nervte mich. Das einfachste wäre zu gehen und ihm seinen Schicksal zu überlassen. "Ich hab dein Gejammer gehört. Und die Dingos. Ich dachte, ich schau mal nach", erklärte ich trotz der Einwände, die mein Verstand machte. "Auf wen hast du gewartet? Dieses Gebiet ist für Touristen verboten." "Bin kein Tourist", er drückte sich weiter gegen die Wand hinter ihm, als einer der Dingos erneut hoch sprang und nach ihm schnappte. "Warte auf einen Freund. Wir wollten uns hier treffen. Oder zumindest in der Gegend. Wir sind mit den Einwohner hier befreundet." "Ah", machte ich, verwundert, dass seine Sätze zusammenhängend waren. "Entschuldige", sagte er dann. "Wegen mir steckst du hier in der Klemme!" Ich legte den Kopf schief und sah ihn aufmerksam an. Trotz seiner erbärmlichen Angst sorgte er sich um mich. Irgendwie ... fand ich das nett. Allerdings auch unnötig. "Mein Freund wird sicher bald auftauchen, er holt 34. Kein Abschied„Hat diese Wohnung eigentlich ein geheimes Zimmer?“, fragte ich ein paar Minuten später. Ich war aufgestanden und durch das Wohnzimmer gegangen. Die Regale waren spärlich eingerichtet, es schien nichts persönliches zu geben. „Geheimes Zimmer?“, hörte ich Malik fragen. „Ja, ich meine … du bist doch immerhin ein … Jäger“, es war jetzt noch schwerer daran zu denken. Er, der Jäger. Ich, die Gejagte. Würde das gut ausgehen? „Was sollte deiner Meinung nach in diesem Zimmer sein?“ „Waffen?“, fragte ich lächelnd. „Andere Waffen, die Vampire töten können.“ „Warum fragst du danach?“ Ich zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht, aber es kommt mir seltsam vor … als wäre ich hier in der Höhle des Löwen … ohne es zu wissen.“ Ich hörte Malik seufzen, doch dann stand er auf. „Na komm, ich zeig dir die Folterkammer ...“ Seine Stimme klang amüsiert, und sogar ich musste schmunzeln, trotz der ernsten Gedanken, der dahinter steckte. „Von Folterkammer habe ich nichts gesagt“, lächelte ich. „Dann hab ich mich wohl verraten.“ Er führte mich durch den Flur in ein weiteres Zimmer, vorbei an Küche und Bad. Die Wohnung war nicht besonders groß, doch einer einzelnen Person bot sie sicherlich genug platz. „Und sie ist günstig“, sagte er auf meinen Gedanken hin. „Wie funktioniert das überhaupt bei … naja bei den Jägern. Ist es eine Arbeit, die irgendwer bezahlt?“ Ich schüttelte innerlich den Kopf. Als sprächen wir hier über einen normalen Job und seine finanziellen Aspekte. Was es wohl für Aufstiegschancen gab? „Wir bekommen Geld“, meinte Malik während er eine Tür öffnete, die scheinbar in sein Schlafzimmer führte. „Aber nicht viel. Nur, was wir benötigen.“ Ich nickte, doch ich war zu verblüfft, als ich den Raum betrachtete. „Muss ein Dhampir eigentlich schlafen?“, wollte ich wissen. „Natürlich, genau wie die Vampire. Nur öfter.“ „Wie oft?“ „Alle paar Tage werde ich müde.“ „Ach so?“, ich blinzelte, dann ging ich zu seinem Bett. „Es riecht nach dir … du warst erst hier, oder?“ Er nickte. „Gleich zu Anfang. Ich 35.William blätterte in seinen Unterlagen. “Tagesplan... Hm, wo war der noch gleich?”, stellte er sich selbst nachdenklich als Frage und kramte weiter auf seinem völlig chaotischen Schreibtisch herum. Ich musste lächeln und ertappte mich dabei, wie ich ihn bei seinem Treiben musterte. Sein kurzes blondes Haar und der durchaus gut gebaute Körper waren schon etwas, was Frau sich gerne ansah. Wenn er denn nur ein paar Jahre jünger gewesen wäre, hätte Matt wohl eine ordentliche Konkurrenz gehabt, dachte ich noch so bei mir, als er plötzlich jubelnd wie ein kleines Kind ein Blatt hochhielt. “Tada… hier ist es ja. Der Einsatzplan für diese Woche. Also mal sehen!” Er musterte sofort das Papier und war völlig vertieft darin. Ich setzte mich auf den Platz der mir zugewiesen wurde und wartete darauf was er sagte. “Hm ja. Also so wie es aussieht wird es langweilig für dich werden!”, stieß er mit einem Atemstoß aus als würde es ihm schwer fallen. “Ich werde jetzt gleich mit meinem Team zu einem Riff hinausfahren, aber Professor Adams hat wohl andere Absicht für dich, denn du bist den ganzen Tag hier in den Labors.” Ich schaute ihn mit einem zaghaften Lächeln an. “Wissen Sie, Mr. Scofield… !”, doch weiter kam ich gar nicht erst da er mich unterbrach. “Nenn mich einfach nur Will, okay? Sonst komm ich mir wirklich alt vor.” Zunächst war ich verwundert, da ich das nicht erwartete, antwortete ihm dann aber mit einem Lächeln: “Okay, Will! Es ist zwar schade, dass ich nicht mit raus kann, da ich es mir sehr gewünscht hätte, aber vielleicht ergibt es sich ja noch ein andermal.” Er stand auf und schaute auf die Uhr. “Ja. Es wird sich bestimmt noch ergeben. Aber jetzt muss ich aber auch gleich schon los, also werde ich dich erst mal zu Grace Malone bringen. Sie ist unsere Cheflaborantin hier.” Ich nickte und antwortete: “Klingt doch gut!”, woraufhin Will aber plötzlich lachte. “Das klingt aber nur so lange gut bis du sie kennengelernt hast, glaub mir.” Mit einem fragenden Blick sah ich ihn an, doch er grinste nur und ging voraus. “Würde mich nicht wundern, wenn du dir nach dem Tag mit ihr noch mal überlegst, ob du wirklich Meeresbiologin werden willst.”, prustete er im Weitergehen, doch ich ließ mich nicht davon irritieren. Wir erreichten einen kleinen Vorraum, der sich bei näherer Betrachtung als Umkleidekabine entpuppte. “Zieh dir einen der weißen Kittel an, denn sonst würdest du zu sehr auffallen in den Labors.”, warf er mir bestimmend entgegen. Ich griff einen der Kittel die dort an den Haken hingen und streifte ihn mir über. Kaum hatte ich dies getan ging es auch schon weiter, durch eines der elektronischen Tore in den Forschungskomplex. “Hier ist das Herzstück des Institutes. Alles was es zu analysieren gilt, landet früher oder später hier.”, erklärte er bevor plötzlich eine weibliche Stimme hinter uns ertönte. “Du hast nicht ernsthaft vor sie dort reinzubringen, oder Will?”, sprach die unbekannte Frauenstimme in einem rauen Ton. Langsam drehten wir uns beide um und William grinste. “Ha ha! Siehst du Amanda, das ist Grace Malone. Ich sagte ja sie ist charmant.” Energisch kam sie auf uns zu und stellte sich dicht William gegenüber, auch wenn sie dabei zu ihm aufschauen musste, da sie ein ganzes Stück kleiner war als er. “Du weißt wie charmant ich sein kann, aber das wäre hier fehl am Platz.”, warf sie ihm in einen schnippischen Ton entgegen. “Jaaaaa! Eine Meute bellender Hunde sind nichts dagegen, meine Liebe!”, entgegnet er ihr nur spöttisch grinsend. “Und dennoch wird die Kleine… ”, er sah mich an, “… entschuldige, wird Amanda heute hier bei euch im Labor arbeiten.” Wütend machte sie einen Schritt von ihm weg und drehte ihm den Rücken zu, bevor sie sich wieder ihm zuwandte. “Ich bin hier Chefin und lasse mir sicher nicht von dir sagen, wer hier arbeitet. Das ist meine Entscheidung.” Dabei sah sie ihm entschlossen in die Augen, doch William hielt ihr nur den Tagesplan entgegen. “Es ist nicht meine Entscheidung. Die Entscheidung kommt von Adams persönlich, und ich glaube nicht, dass du dich mit ihm anlegen willst!” Überheblich drückte er ihr den Zettel in die Hand und ging dann fort. Beiläufig rief er noch: “Ich wünsche den Damen recht viel Spaß!”, bevor er durch eines der elektronischen Tore verschwand. Grace sah mich an und ich wusste nicht genau wie ich mich verhalten sollte. Sie sah gereizt aus, was nach William’s Aktion auch mehr als verständlich war. Ich befürchtete sogar, dass sich sein Satz von vor einigen Minuten bewahrheiten könnte, dass ich mir das mit der Meeresbiologin überlegen würde wenn sie mit mir fertig wäre. Plötzlich stapfte sie an mir vorbei und zischte mir nur ein “Komm mit!”, zu. Ich folgte ihr in eines der Labors, in welchem gerade ein paar Wissenschaftler die Geräte vorbereiteten. “Heute ist ein wichtiger Tag. Es steht ein wichtiges Experiment an, also versuch einfach nur unauffällig zu sein und nichts anzufassen.”, sagte sie als wir an einem kleinen Schreibtisch ankamen. Es klang so als sähe sie in mir ein kleines Kind, welches im Übereifer Dinge kaputt macht, wenn es neugierig damit herumspielt. Dennoch ließ ich mir nicht anmerken, dass mir ihr Satz nicht gefiel. “Was darf ich denn tun? Ich werde mich doch irgendwie nützlich machen können, oder?” Kaum hatte ich dies gesagt, legte sie mir einen Ordner auf den Tisch. “Darin sind Berichte der letzten stichprobeartigen Fänge. Kontrollier sie auf Rechtschreibfehler!” Ich nickte kurz und nahm mir den Ordner vor. Es war klar, dass es solche Aufgaben für mich geben würde, aber ich hoffte, dass es nicht zum Standard werden würde. Wenige Sekunden nachdem ich begann, verschwand Mrs. Malone wieder. So konnte ich einige Zeit in Ruhe arbeiten ohne dass ich mich beobachtet fühlte. Die Berichte waren typisch für ein meeresbiologisches Institut. Tageszusammenfassungen verschiedenster Laboranalysen. Schichtwechselberichte. Alles rund um den Verwaltungsapparat fand sich darin vor. Ich korrigierte fleißig, als sich unerwartet jemand an den gegenüberliegenden Schreibtisch setzte. “Du bist die Praktikantin, richtig?”, fragte der recht junge Mann der mir gegenübersaß und neugierig grinste. “Ja, bin ich.”, antwortete ich freundlich aber im Grunde schon wieder mit dem Kopf beim Korrigieren. Doch dabei ließ mein Gegenüber es nicht bleiben. “Und wie ist dein Name?” Ich schaute auf, doch mein Blick war wohl recht ausdruckslos. So als würde ich eine unwichtige Bemerkung machen, nuschelte ich nur ein “Amanda” vor mich her und schaute wieder in die Unterlagen. Er lachte. “Oh Amanda. Ein sehr schöner Name. Weißt du meine...”, begann er zu erzählen, doch ich unterbrach ihn rasch um nicht seine Lebensgeschichte hören zu müssen. “Wie ist denn dein Name?” Er fühlte sich überrumpelte. “Ja… weißt du… also ich heiße… öhm… mein Name ist Flynn. Flynn McBoyle.” Flynn McBoyle. Gut. Nun wusste ich wenigstens den Namen von der Nervbacke. Tja, Flynn war der typische Streberjunge der sich wahrscheinlich durch sein Wissen diesen Platz hier im Institut erarbeitet hatte. Durch sein Aussehen konnte er es nicht geschafft haben, da er sehr dünn war und rote Haare mit viel zu weit abstehenden Ohren hatte. Nicht zu vergessen die Hornbrille Marke Großvater’s 2. Weltkriegsbrille und der pickeligen und fettigen Haut. Doch Flynn machte keine Anstalten und redete weiter. “Fährst du in der Pause nach Hause essen, oder bleibst du hier?”, fragte er mit einem Leuchten in den Augen. In dem Moment wünschte ich mir, dass ich es nicht soweit bis nach Hause hätte, aber noch viel mehr wünschte ich mir, dass ich einfach gelogen hätte. Jedoch drang mir ein viel zu schnelles “Nein ich bleibe hier.” heraus und Flynn strahlte als er das hörte. “Klasse, dann können wir ja vielleicht… .”, doch einer der anderen Wissenschaftler unterbrach ihn in seinem Satz und rufte ihn zu sich. Da es dringend war stand er auf und sagte grinsend: “Na, das können wir ein andermal noch bereden. Ich muss los!” Ich war dankbar, dass es dazu kam, denn ich wollte gar nicht wissen wie seine Frage ausgesehen hätte, wenn er sie mir gestellt hätte. Ich korrigierte weiter und war wieder völlig vertieft in den Fakten aus den Berichten. Natürlich versuchte ich ebenso ein wenig etwas aus dem zu Lernen was ich da zwangsläufig las. So stieß ich auch auf ein Dokument, welches auf den heutigen Tag und die von Mrs. Malone angekündigte wichtige Analyse verwies. Man fand wohl vor der Küste in einem Riff eine noch unbekannte Fischart. Optisch glich sie einem Barrakuda, aber anscheinend wies darüber hinaus untypische Merkmale auf die man hier im Labor genauer betrachten wollte. Zudem konnte man hier besser die Zellstruktur analysieren, was auf See sehr schwer gefallen wäre, da man dort nicht die nötigen hochentwickelten Geräte gehabt hätte. Daher brachte man sie in Labor 21-MM unter. Kaum hatte ich dies gelesen, ertönte das Pausensignal und alle strömten aus den Labors zu den Aufenthaltsräumen. Ich folgte dem Strom, doch schon bevor ich die Labore verlassen konnte, erblickte ich Flynn, der an einem der Tore schon nach mir Ausschau hielt. Das fehlte mir gerade noch. Um den zu entgehen versteckte ich mich in einem Labor und wartete bis er verschwand. Doch er blieb hartnäckig an diesem Tor stehen und wollte einfach nicht weiterziehen. Ich schnaubte und drehte mich um. Mein Blick richtete sich nun in das kleine Labor, doch zunächst schenkte ich dem Ganzen keine Aufmerksamkeit. Erst nach erneutem Blick auf die Geräte und weiteren Objekte hier, fiel mir auf, dass es der Raum war der in den Berichten erwähnt wurde. An der Wand prangerte in kaum zu überlesbaren Buchstaben "21-MM". Sofort schweifte mein Blick umher, jedoch waren meine Gefühle in einem Zwiespalt. Einerseits fühlte ich mich unbehaglich in diesem Raum zu sein, da er durch das abgedämmt Licht bedrohlich wirkte, aber andererseits schürte es auch meine Neugierde einen Blick auf den Fisch zu erhaschen. In der Mitte des Raumes war eine rote Box aus der soetwas wie Rauch zu kommen schien. Natürlich war es keiner, sondern nur aufsteigender kalter Dampf, da es eine Kühlbox zum Lagern von noch frischen Forschungsexemplaren war. Ich kannte diese Boxen noch aus dem theoretischen Unterricht an unserer Universität und näherte mich daher mit zaghaften Schritten. Vielleicht würde sie ja offenstehen und ich könnte einen kleinen Blick auf das Fundstück werfen. Doch so war es leider nicht und die Box war verschlossen. Ich spielte zwar kurz mit dem Gedanken sie zu öffnen, doch ließ es dann lieber bleiben, da ich nicht schon am ersten Tag irgendetwas riskieren wollte. Die Vernunft siegte und ich war gerade im Begriff mich umzudrehen als plötzlich eine Hand meine Schulter berührte und ich vor Schreck gegen die Box stieß. Ich befürchtete ich würde sie umreißen und griff sofort nach ihr, doch sie stand fest auf dem Tisch und nur ein leises Zischen war vernehmbar. Erleichtert atmete ich kurz auf, doch dann hörte ich hinter mir schon eine aufgebrachte Stimme. "Was haben Sie hier verloren?", fragte sie und ich erkannte sofort wer dort sprach. "Hören Sie Mrs. Malone, ich kann das erklären. Es war nur...", doch sie ließ mich gar nicht erst ausreden. "Es war nur was? Hm? Ihre Neugierde? Ich habe mir doch gleich gedacht, dass das nicht gutgehen kann, wenn William mir einen Neuling in mein Labor setzt." Aufgebracht packte sie mein Handgelenk und wollte mich aus dem Labor ziehen doch ich riss mich los. "Lassen Sie mich doch erklären. Es war nicht so." Ich ließ mir ja viel gefallen, aber das ging zu weit. Ich wollte wenigstens sagen können warum ich hier war ohne das man mir das Wort abschneidet. "Ich bin nicht in diesen Raum gegangen um hier meine Neugierde zu stillen. Ich wollte einem Mitarbeiter ausweichen der mir auf die Nerven fiel." Sie schaute mich ernst an und legte die Hände in die Hüften. Dann lachte sie plötzlich. "Kindchen, ich kann dich zwar verstehen, weil mich die meisten hier auch Nerven, aber dennoch Kauf ich es dir nicht ab. Also werden wir beide nun schön zu Mr. Adams gehen.", brachte sie mir triumphierend lächelnd entgegen. Doch keine Sekunde später öffnete sich die Tür zum Labor und Mr. Adams samt Flynn betraten den Raum. "Sie wollen zu mir, Grace? Was ist denn los?", fragte Mr. Adams erstaunt, während Flynn mir zugrinste. Ich verdrehte die Augen und dachte mir noch, dass der erste Arbeitstag kaum schlimmer beginnen konnte. Grace wandte sich überrascht Mr. Adams zu. "Ja, entschuldigen Sie, Jacob. Aber es gab hier einen kleinen Zwischenfall. Mrs. Philips hat sich unbefugten Zutritt zu dem Labor hier verschafft und ich wollte sie daher zu ihnen bringen." Mr. Adams sah zu mir herüber und fragte mit ruhiger Stimme: "Was haben Sie dazu zu sagen, Mrs. Philips?" Die Situation war mir unangenehm, zumal Flynn ebenfalls im Raum war. Auch wenn er mich nervte, so wollte ich ihm auch nicht weh tun, doch es war wohl unvermeidlich. Ich wollte mich gerade äüßern als Flynn mich schon vor meinem ersten Satz unterbrach. "Hey, wer hat an der Kühlbox rumgespielt? Die Regulatoren sind ausgefallen!" Alle Blicke richteten sich sofort auf mich. "Okay, hören Sie, ich habe wirklich nichts angestellt. Ich bin vor Schreck gegen die Box gekommen als mich Mrs. Malone hinterrücks antippte und mich erschreckte." Sofort hakte Mr. Adams nach. "Aber wieso waren Sie denn überhaupt hier drin, Amanda?" Ich sah zu Flynn und zögerte eine Sekunde. "Ich bin heute den ersten Tag hier, wissen Sie, und die Tore sehen alle gleich aus. Ich war als eine der Letzten aus dem Labor gegangen und habe mich daher wohl verlaufen. Als ich den Fehler erkannt hatte, fand mich aber auch schon Mrs. Malone hier drin vor." Ich brachte es nicht fertig den wahren Grund zu sagen, da Flynn es wahrscheinlich nicht so leicht weggesteckt hätte. Daher war eine Lüge wohl besser angebracht, dachte ich mir. "Glauben Sie denn, dass das nochmal vorkommen wird, Mrs. Philips?", fragte Mr. Adams mich, bevor sich Flynn plötzlich räusperte. "Entschuldigen Sie, Mr. Adams, aber hat das nicht Zeit bis nach der Analyse? Ich will sie nicht unterbrechen, Sir, aber wir sollten uns beeilen wenn wir noch brauchbare Daten aus dem Fisch gewinnen wollen. Da er schon aufzutauen scheint wird die Zeit knapp." Mr. Adams sah zur Box und bemerkte dass Tauwasser aus der Seite floß. "Gut, Sie haben wohl Recht, Flynn. Holen Sie den Fisch aus der Box und bringen Sie ihn rüber ins Labor. Die Geräte sind schon vorbereitet." Daraufhin lächelte Flynn und stieß ein grinsendes "Zu Befehl, Sir!" aus. Er wandte sich der Box zu und öffnete den Deckel, bevor er den Fisch vorsichtig mit beiden Händen hinausnahm, ohne das man ihn Sehen konnte. Erst als er sich wieder zu uns drehte, hielt er uns den barrakudaähnlichen Fisch hin und sprach mit leicht verstellter Stimme: "Hallo, mein Name ist Schuppi, und ich bin ein wirklich hässliches Vieh!", wobei er Ober- und Unterkiefer bewegte. Mr. Adams ermahnte ihn, dass er nicht rumspielen solle, doch mir kam bei der Aktion nur ein böser Gedanke in den Sinn. So dachte ich, dass ich den Fisch doch glatt bevorzugen würde bei einem Kuss als unseren lieben Flynn. Daher grinste ich wohl auch ein wenig vor mich her, was Flynn aber wohl falsch interpretierte und es als Sympathielächeln für seine schauspielerische Fischdarstellung verstand. Seine grinsende Freude darüber verblasste aber abrupt als der Fisch in seinen Händen zu zappeln begann. 36. Nacht des TreffenDer Wind pfiff durch die Ritzen der alten schwarzen Kathedrale und der kleinen Risa kam es schon so vor, als würde in der Kathedrale sein eigener Wind die Runden drehen. Ihre Haare hingen ihr zusammen als Strähnen von der Kopfhaut und sie lächelte schwach in sich hinein. Sie redete sich ein, dass alles gut sein wird, sie solle nur warten. Warten bis der Regen vorbei ging. Draußen tobte der Wind immer stärker und schneller. Auf der Spitze der Kathedrale stand ein junger Mann, sein Name nur den wichtigsten Menschen bekannt oder zumindestens denjenigen, die ihn brauchten. Leise atmete er aus und sah auf den Platz vor der Kathedrale. Ein Brunnen den er nur unscharf in dieser Nacht erkennen konnte, der gepflasterte Boden war durchnässt und glitzerte im schwachen Licht der Straßenlampen, die 10 Meter weg waren. Seine Hand rutschte ein bisschen von der Spitze der Kathedrale, doch er hielt sich immer noch fest. Er beugte sich vor und sah sich wieder um. An diese stock dunkle Nacht hatte er sich schon gewöhnt, es war wie der Tag für ihn. Auch wenn er dann in seinen „Tagen“ etwas ungenau sah. Er legte sich seine in schwarz gekleidete Hand auf die Brust und spürte seinen eigenen Herzschlag durch den schwergeschützten Mantel. Er sprach sein Vergeben an Gott aus und bekreuzigte sich. „Amen.“, als er wieder die Augen öffnete folgten sie sofort einem dunkleren Teil auf dem Platz vor der Kathedrale. Die Petrus-Allee war leer, es konnte also nichts Menschliches sein. Er wurde misstrauisch und folgte dem Etwas mit den Augen, bis er sich dann nach hinten zog, sich gegen das spitze Dach lehnte und die spezielle Waffe aus dem Holster an seinem Bein holte. Er wollte das Etwas unbedingt fangen, egal wie es aussah und wie gefährlich es war. Er würde es einfach machen. Sich die Tränen wegwischend sah Risa sich in der Kathedrale um. Als ein Blitz kurz vor einem der bunten Fenster einschlug, zuckte sie zusammen und zog die Beine an. „Ich habe Angst.“, hauchte sie und umarmte ihre Beine. Den Kopf legte sie auf die nasse Jeans die sie trug. Sie schluchzte wieder und bevor sie noch etwas anderes denken konnte, als das sie hier raus wollte, fiel ein Schuß. Dann ein zweiter. Er sprang mit einem gewaltigem Stoß von hinten runter von der Spitze der Kathedrale und landete auf den Beinen, sofort aber warf er sich auf die Seite, noch bevor er richtig mit den Beinen aufgekommen war. Mit einer Rolle auf dem Boden hatte er den Schmerz der Landung etwas gedämpft. Sein Blick irrte in der Dunkelheit, dann sah er wieder den dunklen Schatten auf dem Platz, welcher sich auf die Kathedrale zu bewegte. „Bleib stehen!“, schrie er und schoß auf das Wesen. Es wich aus und gab einen schrillen Ton von sich. „Komm her!“, zischte der Jäger und legte neue Patronen ein und zielte wieder, dabei blieb er immer in Bewegung, um nicht nur seine Beute aus den Augen zu lassen, sondern auch um etwas mehr Sicherheit zu haben. Plötzlich riss es ihn nieder. Er fiel auf seine schon verletzt gewesene Brust und schrie auf.
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