Großstadtmonotonie
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Der Nachbar ist ein Fremder,
Dein Haus ein Einsatzort,
hochgesteckte Ziele,
der Einkauf wird zum Sport.
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Diskussionen sind unmöglich,
Gewalt hat hier die Macht,
Schlagzeilen sind alltäglich,
der Einbrecher pirscht bei Nacht.
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Grünes Licht für Rufmord,
die Pause bringt den Tod,
selbst Kinder müssen flüchten,
Hartz IV bringt uns in Not.
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Einzelkämpfer in der Mehrheit,
Häuser, die zum Himmel ragen,
´Schnäppchen` sind des Alltags Freude,
im Eiltempo zum Einkauf jagen.
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Gewaltbereitschaft auf den Straßen,
der Hund, sehr oft der einz`ge Freund,
wer nicht wagt, der nicht gewinnt,
die Müllabfuhr den Dreck wegräumt.
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Noble Autos zieren Rotlicht,
Ellenbogen spitz wie Pfeile,
Werbung schmückt so manches Haus,
Geländer dick wie Ankerseile.
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Alkohol, der Herr der Sinne,
Nachbarschaft oft stur und kalt,
Schalter geben Dir den Startschuss,
der Mensch wird oft nicht glücklich alt.
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Spiralförmige Flurbegegnung,
das Fahrrad hält den Kreislauf fit,
die Erleuchtung kommt von oben,
Werbung folgt auf Tritt und Schritt
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Shoppen auch am späten Abend,
Alkopops statt Pausenbrot,
Notausgang ins nächste Übel,
Busreifen sind des Hasen Tod.
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Doch auch hier wacht der Heiland,
gibt uns täglich helles Licht,
lässt Dich nie im Schatten stehen,
geh zu ihm, versteck Dich nicht.
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© Norbert van Tiggelen
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