„Der schwule Gorilla“
An einem schönen Sonntag,
da rief ein Freund mich an,
er fragte mich, wie es mir geht,
und ob er kommen kann.
Als er dann bei mir war,
da machten wir uns aus,
bei diesem schönen Wetter,
da geh’n wir einfach raus.
Ein Ausflug in den Zoo,
den tat ich immer gern,
denn dort da konnte man,
die Affen schön är-gern.
Wir standen vor dem Käfig,
und flachsten dumm herum,
mein Freund der Paul schoss Fotos,
zu Haus für sein Album.
Da plötzlich ist’s passiert,
der Affe nicht ganz zahm,
packte meinen Paul,
und zerrte ihm am Arm.
Schwuppdiwupp der Paul war drin,
er konn’t nicht mal mehr schrei’n,
der große Menschenaffe stieß,
sein’ Schniedel in ihm rein.
Fünf Stunden später war vorbei,
der lange Höllenritt,
die Sanitäter kamen dann,
mit sehr eiligem Schritt.
Sie brachten mein’ Freund Paul,
ins Krankenhaus herein,
der Chefarzt schaute tief,
in seinen Hintern rein.
„Der kommt schon wieder hoch“,
hörte ich ihn sagen,
er wird sich demnächst nur,
mit argen Krämpfen plagen.
Direkt zwei Tage später,
da ging ich Paul besuchen,
statt schwach und abgekämpft,
hört’ ich ihn laut nur fluchen.
Er weinte sehr verbittert,
in seinem pink Rollstuhl,
er wollt’ zurück zum Affen,
denn Paul war plötzlich schwul.
© Norbert van Tiggelen
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