„Rabenmutter“
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(Für die Mutter eines Freundes)
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Wenn ich an meine Jugend denk,
wird’s mir im Magen flau,
wie oft hatte ich Hunger,
doch Du, Du warst nur blau.
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Hausarbeit, das war für Dich,
ein ganz fremdes Wort,
im Bett da warst Du Spitze,
es war Dein Lieblings-Ort.
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Wie oft, da hätt’ ich mir gewünscht,
dass Du mich nimmst im Arm,
doch Du hingst vorm Fernseher,
und hieltst die Decke warm.
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Wenn ich morgens aufstehen musste,
bliebst Du meistens liegen,
Frühstück wie bei anderen,
sollte ich kaum kriegen.
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In der Schule war ich oft
ein ganz armes Schwein,
mit Löchern in der Kleidung,
war ich meist allein.
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Deine Hobbys war’n Dir wichtig,
hast nur an Dich gedacht,
mit meinem alten Schrottfahrrad,
hat man mich ausgelacht.
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Ich wünsche Dir für deine Zukunft,
dass Du glücklich bist,
und ich möchte, dass Du weißt,
als Mutter warst Du Mist.
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© Norbert van Tiggelen
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