Wenn ich aus dem Fenster schau
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Wenn ich aus dem Fenster schau,
meinen Augen nicht mehr trau,
man hat sich die Welt gedreht,
kaum ein Mensch noch das versteht.
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Denk ich an die Jugendzeit,
gefeiert wurd’ mit Ehrlichkeit,
ganz im Gegensatz zu heute,
leider viel verkehrte Leute.
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Das Handwerk hatte gold’nen Boden,
auch erträglich war’n die Moden,
heute was Moral betrifft,
viele sind nur zugekifft.
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Wir Kinder konnten recht gut lesen,
um sieben drin, dass war’s gewesen,
mussten zu jedem Onkel sagen,
heute geh’n sie Dir am Kragen.
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Sozialamt war ein fremdes Wort,
für wenige ein Anlaufort,
mir wird’s im Magen mächtig flau,
wenn ich aus dem Fenster schau.
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© Norbert van Tiggelen
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